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24.11.2025 Immobilienanalyse: Jedes zweite Gebäude verbraucht zu viel Energie

Das Ziel eines emissionsfreien Gebäudebestands liegt noch in weiter Ferne: 59,2 Prozent der Häuser auf dem aktuellen Immobilienmarkt befinden sich innerhalb der schlechtesten Energieeffizienzklassen E bis H. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Climate-Tech-Unternehmens Purpose Green (www.purpose-green.com). Untersucht wurden dabei die Energieeffizienzklasse, der wesentliche Energieträger sowie die genutzte Heizart in aktuellen Immobilienangeboten der 30 größten deutschen Städte. Laut EU-Gebäuderichtlinie soll der gesamte Gebäudebestand in der EU schrittweise saniert werden und bis 2050 klimaneutral sein. So müssen Wohngebäude bis 2030 bereits mindestens die Energieeffizienzklasse F erreicht haben.

Insgesamt großer Sanierungsbedarf in Deutschland

In Stuttgart fallen 74,8 Prozent der untersuchten Immobilienangebote, darunter vor allem Eigenheime, aber auch Mehrfamilienhäuser oder Mixed-Use-Gebäude, in die Klassen von E bis H. Ähnlich sieht es in Wuppertal aus, wo 73,9 Prozent aller untersuchten Immobilien eine solche Einstufung aufweisen. Auch in Bonn besteht mit 72,5 Prozent innerhalb dieser Klassen noch Luft nach oben. Hier befinden sich mit 37,7 Prozent außerdem die häufigsten Angebote allein in der schlechtesten Energieeffizienzklasse H.

Städte in Sachsen stehen an der Spitze der Energieeffizienz

Mit einem Anteil von 70,2 Prozent an Immobilien mit der Energieeffizienzklasse A+ bis D erreicht Dresden im bundesweiten Vergleich den besten Wert. Platz zwei sichert sich Chemnitz, wo 61,9 Prozent der Immobilien diese Standards erfüllen. Dicht darauf folgt Leipzig mit 59,5 Prozent. In Berlin erreicht etwas mehr als jede zweite zum Verkauf stehende Immobilie den angestrebten Effizienzwert (55,1 Prozent).

Gebäude, die besonders energieeffizient sind, werden in den Energieeffizienzklassen A und A+ eingestuft. Das bedeutet, sie haben einen jährlichen Endenergiebedarf von 30 bis 50 kWh/m² bzw. von unter 30 kWh/m². Auch beim Anteil der Gebäude in diesen beiden Energieeffizienzklassen liegt Dresden mit 26,9 Prozent vorn. Darauf folgen München (20,1 Prozent) und Münster (19,5 Prozent). Insgesamt weisen 12,5 Prozent aller untersuchten Immobilien einen der beiden Werte auf.

Gas ist nach wie vor häufigster Energieträger

Für die Bemessung der Energieeffizienz ist die Hauptenergiequelle ein entscheidender Faktor einer Immobilie. Gas bleibt mit 54,6 Prozent der mit Abstand am häufigsten verwendete Energieträger. Mit 15,7 Prozent folgt Öl, dahinter reihen sich Luft-, Wasser- und Wärmepumpen mit 12,6 Prozent ein. Bei der Heizungsart liegt die Zentralheizung deutlich vorn: In mehr als zwei Dritteln (67,2 Prozent) der untersuchten Gebäude kommt sie zum Einsatz. Fußbodenheizungen (23,1 Prozent) und Etagenheizungen (8,4 Prozent) bilden den Großteil der restlichen Heizarten ab.

Schlechte Energieeffizienz steigert die Kosten immens

Tatiana Stuck, Senior ESG-Managerin bei Purpose Green, sagt: „Unsere Analyse zeigt, wie groß der Sanierungsbedarf in Deutschland noch immer ist. Fast jedes fünfte analysierte Gebäude weist die schlechteste Energieeffizienzklasse H auf. Im Vergleich zu unserer Untersuchung im vergangenen Jahr haben sich die Ergebnisse sogar insgesamt noch einmal verschlechtert. Das kann unter anderem daran liegen, dass Immobilien mit schlechter Energieeffizienz auch einfach schwieriger zu verkaufen sind, denn bei schlechter Energieeffizienz müssen sich Eigentümer nicht nur auf höhere Energiekosten einstellen, sondern auch auf steigende Sanierungs- und CO?-Kosten. Mit ETS-2 wird jede durch fossile Brennstoffe verursachte Tonne Kohlendioxid bepreist. Unsere diesjährige Studie macht anhand verschiedener Szenarien deutlich, dass dadurch ein höherer Energieverbrauch zu signifikanten Mehrkosten für Eigentümerinnen und Eigentümer führen kann.“

























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