05.03.2026 LEG erzielt erneut Rekordergebnis – Attraktiver Dividendenvorschlag
Die LEG hat ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld fortgesetzt. Das Unternehmen hat sämtliche Zielvorgaben für 2025 erreicht. Die wichtigste Ertragskennzahl, der AFFO, legte erneut um 10 Prozent zu. Durch den Erwerb der Brack Capital Properties (BCP) erhöhte sich die Zahl der Wohneinheiten im Bestand trotz gegenläufiger Verkäufe auf 171.360 Wohneinheiten (GJ-2024: 164.067). Zentrale Wachstumstreiber waren die ungebrochen hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und ein starkes Vermietungsergebnis. Digitalisierung, Innovation und auslaufende Bindungsfristen im preisgebundenen Wohnungssegment sorgen für weiteres, mittelfristiges Wachstumspotenzial.
Lars von Lackum, CEO LEG Immobilien SE, sagt: „Unsere LEG war im Geschäftsjahr 2025 trotz des unverändert herausforderungsvollen Umfeldes sehr erfolgreich. Wir haben unser Portfolio durch die reibungslose Integration der Brack Capital Properties deutlich gestärkt und alle unsere anspruchsvollen finanziellen und operativen Ziele erreicht. Gleichzeitig konnten wir bei der Kundenzufriedenheit nochmals deutlich zulegen. Dementsprechend liefern wir erneut, was wir versprechen. Wir verfolgen weiterhin die Erreichung eines ausgewogenen Dreiklangs aus attraktiver Dividende, substanziellen Bestandsinvestitionen und sinkendem Verschuldungsgrad. Zusätzliche Ergebnispotenziale erschließen wir uns mittelfristig durch die konsequente Umsetzung unserer progressiven Digitalisierungsstrategie.“
AFFO übertrifft Vorjahreswert um 10 Prozent
Der AFFO, die wesentliche finanzielle Kennzahl des Unternehmens, lag im Geschäftsjahr 2025 bei 220,5 Millionen Euro (GJ-2024: 200,4 Millionen Euro). Das sind 10 Prozent mehr als der Vorjahreswert. Der deutliche Zuwachs im AFFO ist getrieben durch die zügige Integration der BCP-Bestände zu Beginn des Jahres, das Mietwachstum im LEG-Portfolio und das Wachstum der Zusatzservices. Der FFO I ist gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 481,5 Millionen Euro gestiegen.
Bestand bleibt bei anhaltend hoher Nachfrage vollvermietet – Vermietungsgeschäft wächst um 7 Prozent
Die Steigerung der Nettokaltmiete um 7,0 Prozent auf 919,9 Millionen Euro (GJ-2024: 859,4 Millionen Euro) resultierte aus der Integration des BCP-Portfolios sowie dem Mietwachstum im frei-finanzierten Segment. Die Kostenmieten für geförderten Wohnraum wurden dagegen turnusmäßig erst im neuen Geschäftsjahr 2026 angepasst.
Die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche nahm auf den Gesamtbestand gerechnet um 3,5 Prozent zu. Die LEG hat somit ihr Ziel für die Mietanpassungen 2025 (3,4 bis 3,6 Prozent) erreicht. Im frei-finanzierten Segment lag der Mietanstieg bei 4,0 Prozent.
Die durchschnittliche Kaltmiete je Quadratmeter beträgt derzeit 7,04 Euro pro Quadratmeter (l-f-l) bzw. rund 450 Euro für eine durchschnittliche LEG-Wohnung mit einer Größe von gut 63 Quadratmetern. Somit fokussiert sich die LEG weiterhin auf gutes Wohnen zu fairen Preisen für Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen.
Der EPRA-Leerstand (l-f-l) verbleibt mit 2,3 Prozent auf niedrigem Niveau (GJ-2024: 2,2 Prozent), womit die LEG-Bestände abgesehen von technisch bedingten Leerständen durch Mieterwechsel und Leerwohnungssanierung praktisch vollvermietet sind. Das reflektiert die nach wie vor hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum.
Mit 402,8 Millionen Euro legten die Gesamtinvestitionen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zu (GJ-2024: 366,3 Millionen Euro) – getrieben durch die BCP-Integration als auch aufgrund von gestiegenen Investitionen auf like-for-like-Basis. Die Investitionen je Quadratmeter beliefen sich auf 36,11 Euro und lagen damit über der Zielvorgabe von mehr als 35 Euro je Quadratmeter (GJ-2024: 33,99 Euro je Quadratmeter).
Attraktiver Dividendenvorschlag in Höhe von 2,92 Euro je Aktie
Für das Geschäftsjahr 2025 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 27. Mai 2026 eine Dividende von 2,92 Euro je Aktie vorschlagen – das entspricht einem Plus von 8 Prozent gegenüber der Dividende im Vorjahr und einer Vollausschüttung des AFFO. Die Dividende soll voraussichtlich erneut in bar und in Aktien angeboten werden. Bezogen auf den Jahresschlusskurs 2025 ergibt sich eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent.
LEG auf dem Weg zum LTV-Ziel von 45 Prozent
Die Nettoverschuldung in Relation zum Immobilienvermögen (Loan to Value/LTV) lag zum 31. Dezember 2025 bei 46,8 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert deutlich verbessert (31. Dezember 2024: 47,9 Prozent). Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Immobilienwerte als auch durch ihr Verkaufsprogramm sieht sich die LEG gut aufgestellt, um ihr Ziel für den Loan to Value von ca. 45 Prozent im Jahr 2026 zu erreichen.
Wie in den Vorjahren hat die LEG ihr Immobilienvermögen zum Ende des 4. Quartals 2025 neu bewertet. Der positive Trend bei den Immobilienpreisen hat sich zuletzt weiter verstärkt. Das zeigt sich auch in der Neubewertung des Immobilienvermögens der LEG mit einem Bewertungsergebnis von +3,0 Prozent für das Gesamtjahr, davon +1,8 Prozent im zweiten Halbjahr 2025 nach 1,2 Prozent im ersten Halbjahr 2025.
Das Wohnungsportfolio der LEG steht nun mit durchschnittlich 1.710 Euro je Quadratmeter in den Büchern. Die Bruttorendite des gesamten Immobilienbestandes belief sich zum Jahresende auf 4,8 Prozent (GJ-2024: 4,9 Prozent).
Der EPRA-NTA pro Aktie lag zum 31. Dezember 2025 bei 137,14 Euro (31. Dezember 2024: 125,90 Euro pro Aktie). Neben den Bewertungseffekten trug u.a. auch der Ankauf der BCP zu einem verbesserten NTA bei.
Fortgesetzte Portfoliooptimierung
Die LEG hat ihr Programm zur Portfoliooptimierung 2025 fortgesetzt und sich von Beständen, die nicht oder nicht mehr gut ins Gesamtportfolio passen, getrennt. Insgesamt hat das Unternehmen 2025 den Verkauf von 3.100 Wohnungen für rund 250 Millionen Euro abgewickelt bzw. vereinbart. Der Besitzübergang erfolgt teilweise im ersten und zweiten Quartal 2026. Ergebniswirksam verkauft und transferiert wurden 2.252 Wohnungen für 190 Millionen Euro. Insgesamt lagen die Veräußerungserlöse leicht über Buchwert und zahlen damit auch auf die Verbesserung des LTVs ein.
Ganz aktuell vorangekommen ist die geplante Veräußerung des Glasmacher-Areals in Düsseldorf. Der namhafte Immobilienentwickler Hines, der derzeit u.a. die Marienhöfe in Berlin Tempelhof mit rund 900 Wohnungen entwickelt, hat mit der LEG am gestrigen 4. März 2026 eine Kaufoption für das Gelände abgeschlossen.
Das aktuelle Verkaufsprogramm der LEG beläuft sich auf insgesamt 5.000 Einheiten, darunter rund 1.400 Wohnungen in Ostdeutschland (aus BCP-Erwerb 2025 und früheren Ankäufen). Verkäufe unter Buchwert schließt das Unternehmen unverändert aus. Das Programm ist daher nicht fest terminiert.
Weiterhin niedrige Finanzierungskosten von durchschnittlich 1,66 Prozent
Die durchschnittlichen Finanzierungskosten lagen am 31. Dezember 2025 bei niedrigen 1,66 Prozent mit einer Durchschnittslaufzeit der Verbindlichkeiten zum Stichtag von 5,5 Jahren. Sämtliche Fälligkeiten bis Ende 2026 sind adressiert. Die nächste größere Fälligkeit betrifft damit eine 500-Millionen-Euro-Anleihe, die erst im November 2027 fällig wird.
Mietpotenzial aus auslaufenden Bindungen im geförderten Bestand ab 2028
2028 endet die zehnjährige Nachbindungsfrist für rund 16.000 ehemals geförderte LEG-Wohnungen, sodass diese nicht mehr an das Kostenmietenregime gebunden sind. Die zehnjährige Nachbindungsfrist dient dazu, abrupte Mietsteigerungen nach Ende der Förderung zu verhindern. Nach Ablauf der Nachbindungsfrist erfolgt nun die Heranführung der bisherigen geförderten Mieten von durchschnittlich 5,41 Euro je Quadratmeter an die Marktmieten im frei-finanzierten Bereich. Die erwartete Anhebung der Mieten im Jahr 2028 beläuft sich aufgrund der Regulatorik für frei-finanzierte Mieten auf etwa 12 Prozent, was einem zusätzlichen Mietwachstum von etwa einem Prozentpunkt auf Ebene des Gesamtportfolios entspricht. Auch mittelfristig wird dies zu weiterem organischem Wachstum beitragen. Ungeachtet dessen bleibt die LEG in ihren Kernregionen mit weiteren 11.400 Sozialwohnungen auch nach 2028 einer der größten Anbieter von gefördertem Wohnraum. Das Unternehmen wird mit Härtefällen verantwortungsvoll umgehen.
LEG-Digitalisierungsstrategie als Treiber für Effizienz, Kundenorientierung und Wachstum
Die digitale Transformation entscheidet über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und ganzen Branchen. Die LEG setzt daher konsequent auf Technologie und Digitalisierung als zentralem Hebel für Wertschöpfung und baut als eines der ersten Unternehmen in der Wohnimmobilienbranche ein technologiegetriebenes Operating Model auf. Statt eigene Software zu entwickeln, verfolgt die LEG eine disziplinierte „Buy & Partner"-Strategie mit führenden Technologiepartnern. So entsteht eine durchgehende Systemarchitektur über die gesamte operative Wertschöpfungskette, die eine flexible Skalierung von KI in allen Prozessschritten ermöglicht. Ab 2030 sollen Digitalisierung und KI einen Beitrag zum AFFO und FFO I von über 10 Millionen Euro leisten. Ziel ist es, über Digitalisierung drei Hebel zu adressieren: Erstens die Steigerung von Effizienz und Kundenorientierung, zweitens die Erschließung zusätzlicher Umsatzpotenziale und drittens die Unterstützung besserer Investitionsentscheidungen zur langfristigen Wertsteigerung des Portfolios.
Alle Nachhaltigkeitsziele 2025 erfüllt – Green Ventures erreichen 2026 Gewinnzone
Die ESG-Zielvorgaben hat die LEG wiederum sämtlich erreicht. Besonders hervorzuheben sind dabei die erfolgreiche Vermeidung von mehr als 6.000 Tonnen CO2 im Jahr 2025 als kurzfristiges und die deutliche Verbesserung der Kundenzufriedenheit als mittelfristiges Ziel im Zeitraum von 2022 bis 2025.
Mit ihren grünen Ventures will die LEG nicht nur ihre eigenen ESG-Ziele erreichen, sondern gleichzeitig ihre Geschäftschancen als kommerzieller Lösungsanbieter für die Dekarbonisierung der gesamten Branche nutzen. Nach den Investitionen der vergangenen Jahre sollen die Gemeinschaftsunternehmen RENOWATE, termios und dekarbo im Jahr 2026 erstmals in die Gewinnzone eintreten.
Die Entwicklung von Innovationen für Klimaschutz und Digitalisierung ist ein Markenzeichen der LEG. So hat das Unternehmen kürzlich eine strategische Partnerschaft mit Vodafone für die Digitalisierung von tausenden Heizungskellern vereinbart. Gemeinsam wollen die Partner so den Energieverbrauch der zentralen Heizungsanlagen senken und gleichzeitig die Servicequalität für Mieterinnen und Mieter verbessern. In einem ersten Schritt wird die KI-gestützte Technologie in über 1.000 LEG-Gebäuden mit 15.000 Wohnungen aktiviert. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Messstellenbetreiber imovis führt die LEG zudem den digitalen Messstellenbetrieb im Portfolio ein.
Guidance 2026 bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die LEG erneut weiteres spürbares Ergebniswachstum. Die Prognose für 2026 sieht den AFFO, die wichtigste Ergebniskennziffer des Unternehmens, in einer Bandbreite von 220 bis 240 Millionen Euro. Der AFFO würde demnach gegenüber 2025 um weitere 4 Prozent zulegen – bezogen auf den Mittelwert der Guidance. Das Investitionsvorhaben der LEG bleibt hingegen unverändert und so beabsichtigt die LEG für 2026 weiterhin mehr als 35 Euro je Quadratmeter zu investieren. Für den FFO I prognostiziert das Unternehmen eine Bandbreite von 475 bis 495 Millionen Euro. Die Guidance berücksichtigt wie üblich keine Effekte aus künftigen Portfoliooptimierungen.
Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum entwickeln sich die Mieten im deutschen Wohnungsmarkt voraussichtlich auch künftig dynamisch. Das Unternehmen sieht das Mietwachstum 2026 bei 3,8 bis 4,0 Prozent. Der erwartete starke Zuwachs von 40 Basispunkten berücksichtigt dabei die turnusmäßige Anpassung der Kostenmieten im geförderten Wohnungsbestand der LEG, die wie vom Gesetzgeber vorgegeben nur alle drei Jahre erfolgt.
Lars von Lackum erläutert: „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Bilanz deutlich gestärkt. Dadurch können wir unseren Fokus wieder intensiver auf Wachstum richten. Mittelfristig sehen wir erhebliche Potenziale bei unseren Zusatzservices, durch auslaufende Bindungsfristen im geförderten Bestand, durch unsere Green Ventures und nicht zuletzt in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.“
Lars von Lackum, CEO LEG Immobilien SE, sagt: „Unsere LEG war im Geschäftsjahr 2025 trotz des unverändert herausforderungsvollen Umfeldes sehr erfolgreich. Wir haben unser Portfolio durch die reibungslose Integration der Brack Capital Properties deutlich gestärkt und alle unsere anspruchsvollen finanziellen und operativen Ziele erreicht. Gleichzeitig konnten wir bei der Kundenzufriedenheit nochmals deutlich zulegen. Dementsprechend liefern wir erneut, was wir versprechen. Wir verfolgen weiterhin die Erreichung eines ausgewogenen Dreiklangs aus attraktiver Dividende, substanziellen Bestandsinvestitionen und sinkendem Verschuldungsgrad. Zusätzliche Ergebnispotenziale erschließen wir uns mittelfristig durch die konsequente Umsetzung unserer progressiven Digitalisierungsstrategie.“
AFFO übertrifft Vorjahreswert um 10 Prozent
Der AFFO, die wesentliche finanzielle Kennzahl des Unternehmens, lag im Geschäftsjahr 2025 bei 220,5 Millionen Euro (GJ-2024: 200,4 Millionen Euro). Das sind 10 Prozent mehr als der Vorjahreswert. Der deutliche Zuwachs im AFFO ist getrieben durch die zügige Integration der BCP-Bestände zu Beginn des Jahres, das Mietwachstum im LEG-Portfolio und das Wachstum der Zusatzservices. Der FFO I ist gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 481,5 Millionen Euro gestiegen.
Bestand bleibt bei anhaltend hoher Nachfrage vollvermietet – Vermietungsgeschäft wächst um 7 Prozent
Die Steigerung der Nettokaltmiete um 7,0 Prozent auf 919,9 Millionen Euro (GJ-2024: 859,4 Millionen Euro) resultierte aus der Integration des BCP-Portfolios sowie dem Mietwachstum im frei-finanzierten Segment. Die Kostenmieten für geförderten Wohnraum wurden dagegen turnusmäßig erst im neuen Geschäftsjahr 2026 angepasst.
Die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche nahm auf den Gesamtbestand gerechnet um 3,5 Prozent zu. Die LEG hat somit ihr Ziel für die Mietanpassungen 2025 (3,4 bis 3,6 Prozent) erreicht. Im frei-finanzierten Segment lag der Mietanstieg bei 4,0 Prozent.
Die durchschnittliche Kaltmiete je Quadratmeter beträgt derzeit 7,04 Euro pro Quadratmeter (l-f-l) bzw. rund 450 Euro für eine durchschnittliche LEG-Wohnung mit einer Größe von gut 63 Quadratmetern. Somit fokussiert sich die LEG weiterhin auf gutes Wohnen zu fairen Preisen für Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen.
Der EPRA-Leerstand (l-f-l) verbleibt mit 2,3 Prozent auf niedrigem Niveau (GJ-2024: 2,2 Prozent), womit die LEG-Bestände abgesehen von technisch bedingten Leerständen durch Mieterwechsel und Leerwohnungssanierung praktisch vollvermietet sind. Das reflektiert die nach wie vor hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum.
Mit 402,8 Millionen Euro legten die Gesamtinvestitionen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zu (GJ-2024: 366,3 Millionen Euro) – getrieben durch die BCP-Integration als auch aufgrund von gestiegenen Investitionen auf like-for-like-Basis. Die Investitionen je Quadratmeter beliefen sich auf 36,11 Euro und lagen damit über der Zielvorgabe von mehr als 35 Euro je Quadratmeter (GJ-2024: 33,99 Euro je Quadratmeter).
Attraktiver Dividendenvorschlag in Höhe von 2,92 Euro je Aktie
Für das Geschäftsjahr 2025 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 27. Mai 2026 eine Dividende von 2,92 Euro je Aktie vorschlagen – das entspricht einem Plus von 8 Prozent gegenüber der Dividende im Vorjahr und einer Vollausschüttung des AFFO. Die Dividende soll voraussichtlich erneut in bar und in Aktien angeboten werden. Bezogen auf den Jahresschlusskurs 2025 ergibt sich eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent.
LEG auf dem Weg zum LTV-Ziel von 45 Prozent
Die Nettoverschuldung in Relation zum Immobilienvermögen (Loan to Value/LTV) lag zum 31. Dezember 2025 bei 46,8 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert deutlich verbessert (31. Dezember 2024: 47,9 Prozent). Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Immobilienwerte als auch durch ihr Verkaufsprogramm sieht sich die LEG gut aufgestellt, um ihr Ziel für den Loan to Value von ca. 45 Prozent im Jahr 2026 zu erreichen.
Wie in den Vorjahren hat die LEG ihr Immobilienvermögen zum Ende des 4. Quartals 2025 neu bewertet. Der positive Trend bei den Immobilienpreisen hat sich zuletzt weiter verstärkt. Das zeigt sich auch in der Neubewertung des Immobilienvermögens der LEG mit einem Bewertungsergebnis von +3,0 Prozent für das Gesamtjahr, davon +1,8 Prozent im zweiten Halbjahr 2025 nach 1,2 Prozent im ersten Halbjahr 2025.
Das Wohnungsportfolio der LEG steht nun mit durchschnittlich 1.710 Euro je Quadratmeter in den Büchern. Die Bruttorendite des gesamten Immobilienbestandes belief sich zum Jahresende auf 4,8 Prozent (GJ-2024: 4,9 Prozent).
Der EPRA-NTA pro Aktie lag zum 31. Dezember 2025 bei 137,14 Euro (31. Dezember 2024: 125,90 Euro pro Aktie). Neben den Bewertungseffekten trug u.a. auch der Ankauf der BCP zu einem verbesserten NTA bei.
Fortgesetzte Portfoliooptimierung
Die LEG hat ihr Programm zur Portfoliooptimierung 2025 fortgesetzt und sich von Beständen, die nicht oder nicht mehr gut ins Gesamtportfolio passen, getrennt. Insgesamt hat das Unternehmen 2025 den Verkauf von 3.100 Wohnungen für rund 250 Millionen Euro abgewickelt bzw. vereinbart. Der Besitzübergang erfolgt teilweise im ersten und zweiten Quartal 2026. Ergebniswirksam verkauft und transferiert wurden 2.252 Wohnungen für 190 Millionen Euro. Insgesamt lagen die Veräußerungserlöse leicht über Buchwert und zahlen damit auch auf die Verbesserung des LTVs ein.
Ganz aktuell vorangekommen ist die geplante Veräußerung des Glasmacher-Areals in Düsseldorf. Der namhafte Immobilienentwickler Hines, der derzeit u.a. die Marienhöfe in Berlin Tempelhof mit rund 900 Wohnungen entwickelt, hat mit der LEG am gestrigen 4. März 2026 eine Kaufoption für das Gelände abgeschlossen.
Das aktuelle Verkaufsprogramm der LEG beläuft sich auf insgesamt 5.000 Einheiten, darunter rund 1.400 Wohnungen in Ostdeutschland (aus BCP-Erwerb 2025 und früheren Ankäufen). Verkäufe unter Buchwert schließt das Unternehmen unverändert aus. Das Programm ist daher nicht fest terminiert.
Weiterhin niedrige Finanzierungskosten von durchschnittlich 1,66 Prozent
Die durchschnittlichen Finanzierungskosten lagen am 31. Dezember 2025 bei niedrigen 1,66 Prozent mit einer Durchschnittslaufzeit der Verbindlichkeiten zum Stichtag von 5,5 Jahren. Sämtliche Fälligkeiten bis Ende 2026 sind adressiert. Die nächste größere Fälligkeit betrifft damit eine 500-Millionen-Euro-Anleihe, die erst im November 2027 fällig wird.
Mietpotenzial aus auslaufenden Bindungen im geförderten Bestand ab 2028
2028 endet die zehnjährige Nachbindungsfrist für rund 16.000 ehemals geförderte LEG-Wohnungen, sodass diese nicht mehr an das Kostenmietenregime gebunden sind. Die zehnjährige Nachbindungsfrist dient dazu, abrupte Mietsteigerungen nach Ende der Förderung zu verhindern. Nach Ablauf der Nachbindungsfrist erfolgt nun die Heranführung der bisherigen geförderten Mieten von durchschnittlich 5,41 Euro je Quadratmeter an die Marktmieten im frei-finanzierten Bereich. Die erwartete Anhebung der Mieten im Jahr 2028 beläuft sich aufgrund der Regulatorik für frei-finanzierte Mieten auf etwa 12 Prozent, was einem zusätzlichen Mietwachstum von etwa einem Prozentpunkt auf Ebene des Gesamtportfolios entspricht. Auch mittelfristig wird dies zu weiterem organischem Wachstum beitragen. Ungeachtet dessen bleibt die LEG in ihren Kernregionen mit weiteren 11.400 Sozialwohnungen auch nach 2028 einer der größten Anbieter von gefördertem Wohnraum. Das Unternehmen wird mit Härtefällen verantwortungsvoll umgehen.
LEG-Digitalisierungsstrategie als Treiber für Effizienz, Kundenorientierung und Wachstum
Die digitale Transformation entscheidet über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und ganzen Branchen. Die LEG setzt daher konsequent auf Technologie und Digitalisierung als zentralem Hebel für Wertschöpfung und baut als eines der ersten Unternehmen in der Wohnimmobilienbranche ein technologiegetriebenes Operating Model auf. Statt eigene Software zu entwickeln, verfolgt die LEG eine disziplinierte „Buy & Partner"-Strategie mit führenden Technologiepartnern. So entsteht eine durchgehende Systemarchitektur über die gesamte operative Wertschöpfungskette, die eine flexible Skalierung von KI in allen Prozessschritten ermöglicht. Ab 2030 sollen Digitalisierung und KI einen Beitrag zum AFFO und FFO I von über 10 Millionen Euro leisten. Ziel ist es, über Digitalisierung drei Hebel zu adressieren: Erstens die Steigerung von Effizienz und Kundenorientierung, zweitens die Erschließung zusätzlicher Umsatzpotenziale und drittens die Unterstützung besserer Investitionsentscheidungen zur langfristigen Wertsteigerung des Portfolios.
Alle Nachhaltigkeitsziele 2025 erfüllt – Green Ventures erreichen 2026 Gewinnzone
Die ESG-Zielvorgaben hat die LEG wiederum sämtlich erreicht. Besonders hervorzuheben sind dabei die erfolgreiche Vermeidung von mehr als 6.000 Tonnen CO2 im Jahr 2025 als kurzfristiges und die deutliche Verbesserung der Kundenzufriedenheit als mittelfristiges Ziel im Zeitraum von 2022 bis 2025.
Mit ihren grünen Ventures will die LEG nicht nur ihre eigenen ESG-Ziele erreichen, sondern gleichzeitig ihre Geschäftschancen als kommerzieller Lösungsanbieter für die Dekarbonisierung der gesamten Branche nutzen. Nach den Investitionen der vergangenen Jahre sollen die Gemeinschaftsunternehmen RENOWATE, termios und dekarbo im Jahr 2026 erstmals in die Gewinnzone eintreten.
Die Entwicklung von Innovationen für Klimaschutz und Digitalisierung ist ein Markenzeichen der LEG. So hat das Unternehmen kürzlich eine strategische Partnerschaft mit Vodafone für die Digitalisierung von tausenden Heizungskellern vereinbart. Gemeinsam wollen die Partner so den Energieverbrauch der zentralen Heizungsanlagen senken und gleichzeitig die Servicequalität für Mieterinnen und Mieter verbessern. In einem ersten Schritt wird die KI-gestützte Technologie in über 1.000 LEG-Gebäuden mit 15.000 Wohnungen aktiviert. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Messstellenbetreiber imovis führt die LEG zudem den digitalen Messstellenbetrieb im Portfolio ein.
Guidance 2026 bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die LEG erneut weiteres spürbares Ergebniswachstum. Die Prognose für 2026 sieht den AFFO, die wichtigste Ergebniskennziffer des Unternehmens, in einer Bandbreite von 220 bis 240 Millionen Euro. Der AFFO würde demnach gegenüber 2025 um weitere 4 Prozent zulegen – bezogen auf den Mittelwert der Guidance. Das Investitionsvorhaben der LEG bleibt hingegen unverändert und so beabsichtigt die LEG für 2026 weiterhin mehr als 35 Euro je Quadratmeter zu investieren. Für den FFO I prognostiziert das Unternehmen eine Bandbreite von 475 bis 495 Millionen Euro. Die Guidance berücksichtigt wie üblich keine Effekte aus künftigen Portfoliooptimierungen.
Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum entwickeln sich die Mieten im deutschen Wohnungsmarkt voraussichtlich auch künftig dynamisch. Das Unternehmen sieht das Mietwachstum 2026 bei 3,8 bis 4,0 Prozent. Der erwartete starke Zuwachs von 40 Basispunkten berücksichtigt dabei die turnusmäßige Anpassung der Kostenmieten im geförderten Wohnungsbestand der LEG, die wie vom Gesetzgeber vorgegeben nur alle drei Jahre erfolgt.
Lars von Lackum erläutert: „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Bilanz deutlich gestärkt. Dadurch können wir unseren Fokus wieder intensiver auf Wachstum richten. Mittelfristig sehen wir erhebliche Potenziale bei unseren Zusatzservices, durch auslaufende Bindungsfristen im geförderten Bestand, durch unsere Green Ventures und nicht zuletzt in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.“




