17.06.2026 Einzelhandelskaufkraft in Europa: Deutschland unterm Durchschnitt
Deutschland ist einer der größten Einzelhandelsmärkte Europas, liegt bei der Einzelhandelskaufkraft pro Kopf jedoch unter dem europäischen Durchschnitt. Das zeigt die neue Studie „NIQ Einzelhandelskaufkraft Europa“. Demnach beträgt die durchschnittliche Einzelhandelskaufkraft in Europa 6.714 Euro pro Einwohner, während Deutschland mit 6.226 Euro pro Kopf leicht darunter liegt. Insgesamt zeigt die Studie erhebliche Unterschiede zwischen den 25 untersuchten europäischen Ländern – sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene.
In den 25 von der Studie erfassten europäischen Ländern stehen den Verbrauchern insgesamt rund 3,5 Billionen Euro für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung. Spitzenreiter ist Luxemburg mit 12.518 Euro pro Kopf und damit mehr als 86 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Schweiz mit 12.080 Euro und Dänemark mit 9.452 Euro pro Einwohner. Mit 6.226 Euro liegt Deutschland rund 7 Prozent unter dem Durchschnitt.
Filip Vojtech, Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing von NIQ, erklärt: „Nord- und westeuropäische Länder dominieren die oberen Plätze des Rankings. Gleichzeitig liegen einige der volumenstärksten Einzelhandelsmärkte Europas beim Pro-Kopf-Wert unter dem europäischen Durchschnitt. So haben Deutschland, Spanien und Italien trotz ihrer hohen Gesamtmarktvolumina alle eine unterdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft. Das zeigt, dass Marktgröße und individuelle Kaufkraft häufig auseinanderfallen. Zugleich unterscheiden sich die regionalen Ausgabenstrukturen und Konzentrationsgrade zwischen den Ländern deutlich, wobei große Metropolregionen einen überproportional hohen Anteil der Einzelhandelskaufkraft auf sich vereinen. Für Händler ist es daher wichtig, regionale Dynamiken zu berücksichtigen.“
Insgesamt weisen 12 der 25 Länder eine überdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft pro Kopf auf, während 13 Länder unter dem europäischen Mittelwert liegen. Am unteren Ende des Rankings sind vor allem Länder aus Ost- und Südosteuropa vertreten. Serbien bildet mit 3.849 Euro pro Kopf das Schlusslicht und erreicht damit nur gut 57 Prozent des europäischen Durchschnitts.
Über die nationalen Durchschnittswerte hinaus unterscheidet sich die Einzelhandelskaufkraft in Europa auch deutlich auf regionaler Ebene. In vielen Ländern übertreffen Hauptstädte und große Metropolregionen ihr jeweiliges Umland, häufig mit großem Abstand. In Frankreich erreicht Paris beispielsweise 12.944 Euro pro Kopf, während das benachbarte Département Seine Saint Denis lediglich 6.314 Euro verzeichnet, was weniger als der Hälfte des Werts der Hauptstadt entspricht. Ein ähnliches Muster zeigt sich im Vereinigten Königreich: Zentrale Londoner Regionen wie die City of London erzielen Kaufkraftwerte von bis zu 15.785 Euro pro Kopf, während Regionen wie Birmingham nur etwa 5.846 Euro pro Kopf erreichen.
In den 25 von der Studie erfassten europäischen Ländern stehen den Verbrauchern insgesamt rund 3,5 Billionen Euro für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung. Spitzenreiter ist Luxemburg mit 12.518 Euro pro Kopf und damit mehr als 86 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Schweiz mit 12.080 Euro und Dänemark mit 9.452 Euro pro Einwohner. Mit 6.226 Euro liegt Deutschland rund 7 Prozent unter dem Durchschnitt.
Filip Vojtech, Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing von NIQ, erklärt: „Nord- und westeuropäische Länder dominieren die oberen Plätze des Rankings. Gleichzeitig liegen einige der volumenstärksten Einzelhandelsmärkte Europas beim Pro-Kopf-Wert unter dem europäischen Durchschnitt. So haben Deutschland, Spanien und Italien trotz ihrer hohen Gesamtmarktvolumina alle eine unterdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft. Das zeigt, dass Marktgröße und individuelle Kaufkraft häufig auseinanderfallen. Zugleich unterscheiden sich die regionalen Ausgabenstrukturen und Konzentrationsgrade zwischen den Ländern deutlich, wobei große Metropolregionen einen überproportional hohen Anteil der Einzelhandelskaufkraft auf sich vereinen. Für Händler ist es daher wichtig, regionale Dynamiken zu berücksichtigen.“
Insgesamt weisen 12 der 25 Länder eine überdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft pro Kopf auf, während 13 Länder unter dem europäischen Mittelwert liegen. Am unteren Ende des Rankings sind vor allem Länder aus Ost- und Südosteuropa vertreten. Serbien bildet mit 3.849 Euro pro Kopf das Schlusslicht und erreicht damit nur gut 57 Prozent des europäischen Durchschnitts.
Über die nationalen Durchschnittswerte hinaus unterscheidet sich die Einzelhandelskaufkraft in Europa auch deutlich auf regionaler Ebene. In vielen Ländern übertreffen Hauptstädte und große Metropolregionen ihr jeweiliges Umland, häufig mit großem Abstand. In Frankreich erreicht Paris beispielsweise 12.944 Euro pro Kopf, während das benachbarte Département Seine Saint Denis lediglich 6.314 Euro verzeichnet, was weniger als der Hälfte des Werts der Hauptstadt entspricht. Ein ähnliches Muster zeigt sich im Vereinigten Königreich: Zentrale Londoner Regionen wie die City of London erzielen Kaufkraftwerte von bis zu 15.785 Euro pro Kopf, während Regionen wie Birmingham nur etwa 5.846 Euro pro Kopf erreichen.




