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26.11.2025 Corestate erzielt Einigung mit wichtigen Anleihegläubigern

Die Corestate Capital Holding S.A. hat mit Investmentgesellschaften, die mehr als 75% der beiden ausstehenden Senior Notes halten, eine Vereinbarung zur Verlängerung der Laufzeiten um zwei Jahre erzielt. Gemäß der vereinbarten Anpassung beträgt der Zinssatz der Senior Notes in den Jahren 2026, 2027 und 2028 jeweils 8%, 12% und 15%. Die Anleihegläubiger, die das Vorgehen befürworten, haben eine Lock-up-Vereinbarung unterzeichnet. Die Gläubigerversammlungen zur Beschlussfassung sind für Dezember 2025 geplant. Die Laufzeitverlängerungen verschaffen Corestate zusätzlichen Freiraum, um das Asset Disposal Programm ohne Verkaufsdruck fortzusetzen und die Erträge zu maximieren.

Asset Disposal Programm verläuft planmäßig

Das Asset Disposal Programm läuft nach Plan und entwickelt sich weiterhin positiv. Die Verlängerung der Laufzeit der Senior Notes verschafft dem Unternehmen die Möglichkeit, die Verkaufsergebnisse für alle Stakeholder zu optimieren, indem mehr Zeit für die Veräußerungen zur Verfügung steht. Corestate hat im Jahr 2023 Immobilien im Wert von 29,3 Mio. Euro und im Jahr 2024 im Volumen von 38,9 Mio. Euro veräußert. Die Erlöse aus diesen Verkäufen wurden zur Finanzierung der operativen Restrukturierung und zur Deckung des negativen operativen Cashflows verwendet.

Ein kürzlich erzielter juristischer Vergleich hat die Non-Core-Asset-Werte um 20 Mio. Euro reduziert. Ungeachtet dessen plant das Unternehmen, alle nicht zum Kerngeschäft gehörend Immobilienwerte mit einem geschätzten Volumen von 130 Mio. Euro bis Ende 2027 zu veräußern. Zukünftig werden die Einnahmen aus den Asset-Verkäufen ausschließlich für Zinszahlungen und Anleiherückzahlungen verwendet, da das Unternehmen inzwischen den Break-Even beim operativen Cashflow erreicht hat.

Wie bereits bekanntgegeben, hat das Unternehmen eine vorzeitige Rückzahlung von 17,5 Mio. Euro seiner Super Senior Note durchgeführt und erwartet, diese Anleihe innerhalb der ersten Jahreshälfte 2026 vollständig zurückzuzahlen.

Corestate setzt als Finanzholding klare Prioritäten

Nach der Transformation des Unternehmens und dem im September 2025 erfolgreich abgeschlossenen Verkauf der französischen Asset Management-Tochtergesellschaft STAM Europe, fokussiert sich Corestate als reine Holdinggesellschaft auf zwei strategische Säulen: Erstens auf die Maximierung der Erlöse aus dem Non-Core Asset Disposal Programm, um Zinsverpflichtungen zu bedienen und ausstehende Anleihen zurückzuzahlen. Zweitens unterstützt sie das Wachstum und die weitere Entwicklung der Hannover Leasing, dem Kerngeschäft der Gruppe, das sich auf das Asset- und Investment-Management von Immobilien konzentriert.

Die aktualisierte Prognose von Corestate erwartet für das Geschäftsjahr 2025 Umsätze und Erträge in Höhe von 43,9 Mio. Euro sowie ein EBITDA von -5,8 Mio. Euro. Diese spiegelt die anhaltende Schwäche am Immobilienmarkt und verbleibende Restrukturierungskosten wider. Bis 2028 werden Umsätze und Erträge von rund 45 Mio. Euro sowie ein EBITDA von etwa 10 Mio. Euro erwartet. Diese Entwicklung reflektiert die strategische Neuausrichtung, bei der die Erlöse aus Asset-Verkäufen und ein konsequentes Kostenmanagement zusammen die Finanzstruktur des Unternehmens nachhaltig stärken. Corestate rechnet für das Jahr 2028 mit einer finanziellen Nettoverschuldung von rund 30 Mio. Euro, einschließlich 20 Mio. Euro an langfristigen RETT-Blocker-Verbindlichkeiten. Dies entspricht einem Verschuldungsgrad von etwa dem Dreifachen des EBITDA. Auf dieser soliden Basis beabsichtigt Corestate, spätestens im Jahr 2028 etwa 25 Mio. Euro der ausstehenden Senior Notes zu refinanzieren.

Hannover Leasing auf stabilem Wachstumspfad

Die Hannover Leasing („HL“) befindet sich seit 2023 in einer strategischen Neuausrichtung, um die finanzielle Performance zu verbessern. Das Unternehmen erweitert dabei sein Angebot um IRR- und wertorientierte Investmentlösungen für Family Offices und institutionelle Investoren. Das ermöglicht der HL, sowohl wiederkehrende Managementgebühren als auch leistungsabhängige Vergütungen zu erzielen. Die HL plant, jährlich Vermögenswerte von etwa 250 Millionen Euro zu veräußern und in den nächsten drei Jahren neue Mandate im Volumen von 3 bis 4 Milliarden Euro zu gewinnen. Das verwaltete Vermögen soll von 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf rund 10 Milliarden Euro bis 2028 ansteigen.

Für das Jahr 2025 erwartet die HL Umsätze und Erträge in Höhe von 25,6 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 3,4 Millionen Euro. Für den Zeitraum 2025 bis 2028 rechnet die HL mit einem jährlichen Wachstum der Umsätze und Erträge von rund 20 Prozent und einem Anstieg auf etwa 45 Millionen Euro im Jahr 2028, befördert durch den Ausbau des Portfolios, operative Verbesserungen und die Skalierung performance-basierter Produkte. Im Zuge dieser Entwicklung strebt die HL eine Kostenabdeckungsquote von über 80 Prozent und ein EBITDA von mehr als 15 Millionen Euro im Jahr 2028 an.

Prüfung und Veröffentlichung der Jahresabschlüsse

Die Veröffentlichung des von KPMG geprüften Jahresabschlusses für 2022 wird bis Ende November 2025 erwartet, der geprüfte Jahresabschluss für 2023 soll im Dezember 2025 folgen. Die Hauptversammlung zur Feststellung dieser Abschlüsse ist für Anfang Februar 2026 geplant. Die Verzögerung resultiert aus der gleichzeitigen Prüfung von zwei Geschäftsjahren sowie der Neumandatierung von KPMG als Abschlussprüfer. Infolgedessen werden die Prüfungen der Jahresabschlüsse 2024 und 2025 später als ursprünglich vorgesehen erfolgen, sodass die geplante Notierung der neuen Aktien in die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben wird.

























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