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27.08.2014 conwert mit positiven operativen Impulsen im ersten Halbjahr

Die im österreichischen ATX gehandelte conwert Immobilien Invest SE hat im ersten Halbjahr 2014 weitere operative Impulse setzen können. Die Vermietungserlöse stiegen um 7,1 % auf 121,2 Mio € (1-6/2013: 113,2 Mio €). Ausschlaggebend für diesen steilen Anstieg ist die Konsolidierung des von GE Capital Real Estate Deutschland erworbenen Wohnimmobilienportfolios im vierten Quartal 2013. Aber auch auf Like-for-Like-Basis erhöhten sich die Vermietungserlöse um 2,6 %. Das Net Rental Income (NRI) stieg ebenfalls von 73,0 Mio € auf 74,4 Mio €; die NRI-Marge fiel aber aufgrund von höheren Immobilienaufwendungen auf 61,4 % (1 6/2013: 64,5 %). Die Nettoverkehrswertrendite kam nach 6,1 % in der Berichtsperiode des Vorjahres bei 6,3 % zum Stichtag zu liegen. Der Gesamtleerstand betrug zum Berichtsstichtag 10,2 % und konnte damit gegenüber der Berichtsperiode des Vorjahres (1-6/2013: 12,0 %) um 15,0 % gesenkt werden.

Die Verkaufsumsätze im ersten Halbjahr 2014 waren durch den Einzelverkauf von Wohnungen und Gewerbeeinheiten geprägt und betrugen 36,3 Mio € (1-6/2013: 145,6 Mio €). Die IFRS-Marge belief sich damit einhergehend auf 19,1 % und der IFRS-Gewinn aus den veräußerten Immobilien betrug 5,8 Mio €. conwert hält jedoch die Guidance für das Verkaufsergebnis in Höhe von 150-200 Mio € aufrecht, da das Management derzeit fortgeschrittene Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern unter anderem für das tschechische und slowakische Portfolio führt. In diesem Zusammenhang war eine negative Anpassung der Bewertung von einzelnen Objekten in der Tschechischen Republik und der Slowakei erforderlich. Darüber hinaus reduzierte conwert auch die Bewertung des conwert-eigenen Büroobjektes in der Ukraine. Daraus resultiert eine negative Zeitwertanpassung in Höhe von insgesamt 7,1 Mio €.

Die Personalaufwendungen sanken im Verhältnis zum Vergleichszeitraum um 18,3 % auf 13,8 Mio €; die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 7,5 % auf 18,5 Mio €. Das Betriebsergebnis vor Zu- und Abschreibungen (EBITDA) lag bedingt durch das planmäßig reduzierte Verkaufsvolumen und die Konzentration auf ausgewählte Dienstleistungsmandate bei 54,9 Mio € (1-6/2013: 65,2 Mio €).

Das Finanzergebnis war – wie schon im ersten Quartal 2014 – bedingt durch die historisch niedrige Zinslandschaft durch negative non-cash Effekte von insgesamt 31,9 Mio € belastet und kam bei (73,0) Mio € zu liegen (nach (34,1) Mio € 1-6/2013). Im Vorjahr hatte conwert zinskurvenbedingt einen leicht positiven Effekt zu verzeichnen. Der Anstieg ist insbesondere auf das Absinken der Zinskurve im ersten und zweiten Quartal 2014 und die damit einhergehende Marktwertänderung der Swaps zurückzuführen, die conwert zur Absicherung der Fremdkapitalverbindlichkeiten gegen Zinsschwankungen ursprünglich in den Jahren 2007-2010 abgeschlossen hat. Daraus resultiert ein durch unbare Effekte geprägtes EBT von (25,8) Mio € (1-6/2013: 29,6 Mio €) und ein Konzernergebnis von (22,9) Mio € nach 19,1 Mio € im Vorjahr.

Der Loan-to-Value (LTV), der Verschuldungsgrad bezogen auf die Immobilienprojekte unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrug zum Stichtag unverändert 54,4 % gegenüber dem ersten Quartal 2014 (31.12.2013: 55,9 %) und lag damit innerhalb des Zielkorridors von 50 bis 55 %.

Höhere Immobilienaufwendungen, die vor allem auf die 2013 erworbenen Portfolios in Deutschland zurückzuführen sind, ließen die Funds from Operations vor Verkauf und Einmaleffekten (FFO I) im ersten Halbjahr 2014 um 13,5 % auf 15,4 Mio € zurückgehen (1-6/2013: 17,8 Mio € nach Anpassung des Reportings und 18,4 Mio € gemäß der letztjährigen Reportingsystematik). Der FFO II (FFO I zuzüglich Verkaufsergebnis) lag bei 18,7 Mio € (1-6/2013: 27,1 Mio €) und damit trotz eines um 75,1 % reduzierten Verkaufsumsatzes nur um 31,0 % unter dem Vergleichswert der Berichtsperiode des Vorjahres.

Clemens Schneider, CEO von conwert, sagt zum Ergebnis: „conwert ist es nach den Zukäufen in Deutschland 2013 gelungen, im ersten Halbjahr 2014 operative Impulse zu setzen. Die Entwicklung des Leerstands und der Mietumsätze bei gleichzeitiger Kostensenkung unterstreichen die positive operative Entwicklung des ersten Halbjahres 2014. Dennoch haben wir noch ein großes Stück Arbeit vor uns, um attraktivere Renditen für unsere Aktionäre zu erzielen.“

Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit von conwert im Jahr 2014 steht die Integration der 2013 erworbenen Portfolios (KWG und GE). Die Ausrichtung auf die sechs Kernmärkte (Wien, Berlin, Potsdam, Dresden, Leipzig, Nordrhein-Westfalen) soll eine weitere Verbesserung der operativen Ertragsstärke des Portfolios ermöglichen. Die Fokussierung hängt nicht zuletzt auch vom weiteren Fortschritt der Verkaufsaktivitäten im ECO- bzw. Gewerbe- und im CEE-Portfolio ab. Für das Gesamtjahr 2014 erwartet conwert nach wie vor Verkaufserlöse zwischen 150 und 200 Mio €. Das Management rechnet damit, 2014 einen FFO I von über 30 Mio € erzielen zu können. 2015 soll der FFO I bei 40 Mio € liegen.


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