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19.01.2015 KSP gewinnt Architekturwettbewerb für Siemens Campus Erlangen

Fotos: Siemens AG, KSP Jürgen Engel Architekten GmbH (Frankfurt)
Der als weltweit größter Siemens-Standort geplante "Siemens Campus Erlangen" wird nach einem Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt/Main gestaltet. Das hat heute die mit hochkarätigen Mitgliedern und Fachleuten besetzte Jury in Erlangen entschieden. "Mit dem Siemens Campus Erlangen wollen wir Spitzenforschern aus aller Welt ein Zuhause geben. Wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand zusammen arbeiten, ist das die beste Investition in die Zukunft des Innovations-Standorts Deutschland", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, bei der Bekanntgabe in Erlangen. "Der städtebauliche Entwurf setzt unsere Zielsetzung von einem Campus der Zukunft um, von dem unsere Kunden und Mitarbeiter, aber auch das gesamte Umfeld auf Dauer profitieren", so Kaeser.

"Wer baut, der bleibt – Das klare Bekenntnis von Siemens zu Erlangen stärkt den Wirtschaftsstandort Nordbayern und gibt auch unserer Digitalisierungsstrategie im Freistaat spürbaren Rückenwind. Dieser Siemens Campus ist schon jetzt ein wichtiges Zeichen, das weit über Bayern und Deutschland hinaus wahrgenommen wird. Die digitale Zukunft hat ihre Heimat in Bayern", sagte der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in Erlangen.

Große Erwartungen auch beim Erlanger Stadtoberhaupt: "Der Siemens Campus wird Erlangen in den kommenden Jahren weit über den Stadtsüden hinaus prägen. Bei den nun anstehenden konkreten Planungen gilt es, die Menschen in unserer Stadt mitzunehmen. Gemeinsam können wir die Chancen nutzen, die das Projekt und der Siegerentwurf für eine positive Stadtentwicklung und die Lebensqualität in Erlangen bieten", sagte Dr. Florian Janik, Jurymitglied und Oberbürgermeister von Erlangen.

Zu dem Städtebaulichen Architekturwettbewerb hatten Siemens und die Stadt Erlangen zwölf Architekturbüros aus Deutschland eingeladen. Die Jury entschied sich mit deutlicher Mehrheit für den Entwurf von KSP. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die hohen städtebaulichen und gebäudeplanerischen Qualitäten, die schlüssig und überzeugend sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Prof. Franz Pesch, der von der 22-köpfigen Jury gewählte Vorsitzende, erklärte: "Mit entscheidend war dabei auch, dass der offene Charakter des Campus bereits in den ersten beiden Bauabschnitten deutlich sicht- und erlebbar wird."

Der Siegerentwurf von KSP kombiniert den Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles aus Hochhaus und Plasma-Physikgebäude mit einer Ost-West-Achse, die in der späteren Entwurfsausarbeitung auch breiter gestaltet werden kann, um mit einer Fußgängerbrücke über die Günther-Scharowsky-Straße die beiden Campus-Teile miteinander zu verbinden. Von diesem grünen Boulevard aus führen weitere Grünzüge in den Süden des Campus. Dort bilden zwei kleinere Quartiersplätze weitere Schwerpunkte. Gemeinsam mit einer weiteren, etwas schmaleren Ost-West-Grünverbindung ergibt sich so ein grüner Ring, der den gesamten Campus erschließt.

Neben dem Städteplanerischen Entwurf hatte der Wettbewerb für die ersten zwei Bauabschnitte bereits konkrete Gebäudeentwürfe eingefordert. Das Konzept von KSP setzt dabei auf flexibel nutzbare Bürolandschaften und schafft großzügige Arbeitswelten, in denen sich alle Mitarbeiter in einem attraktiven Umfeld noch besser entfalten können. Dieses kreative Miteinander soll die Innovationen beschleunigen, die von Erlangen aus in alle Welt gehen.

Der Campus Erlangen wird als Innovationszentrum für viele Geschäftsaktivitäten des Konzerns dienen und dabei den neuesten Stand der Technik verkörpern. Die Neubauten auf dem Campus sollen daher die höchsten internationalen Standards an Nachhaltigkeit erfüllen. So entsteht ein ökologisch und ökonomisch beeindruckendes Gesamtsystem, in dem der Exzellenzanspruch von Siemens spürbar wird.

Der Siemens Campus Erlangen mit einer Grundstücksfläche von rund 54 Hektar wird in insgesamt sieben Bauabschnitten realisiert. Der Baubeginn ist zunächst auf dem Gelände westlich der Günther-Scharowsky-Straße vorgesehen. Dort wird noch dieses Jahr mit einem Teil der Abbrucharbeiten am Gelände begonnen, um ab Herbst 2016 die Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich zu starten.

Für Siemens wird es mit insgesamt 370.000 Quadratmetern geplante Gebäudefläche das umfangreichste Bauvorhaben weltweit. Es wird von dem Immobilienbereich des Konzerns, Siemens Real Estate, gesteuert. Die Fertigstellung der ersten Neubauten ist für 2018 vorgesehen. Bis 2030 soll das komplette Projekt in verschiedenen Bauabschnitten realisiert werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 500 Millionen Euro.

Die Modelle und Pläne der zwölf Architekturbüros, die am Wettbewerb teilgenommen haben, können ab 16. Februar 2015 im Foyer des Siemens Forum an der Werner-von-Siemens-Str. 50 in Erlangen besichtigt werden.



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