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28.08.2015 HSH Nordbank im 1. Halbjahr mit 222 Mio. Euro Gewinn vor Steuern

Die HSH Nordbank hat im ersten Halbjahr 2015 erneut operative Fortschritte erzielt, die Kosten weiter konsequent reduziert und trotz deutlich weniger ertragswirksamen Auflösungen aus dem Forderungsverzicht ihrer Haupteigentümer mit einem Gewinn vor Steuern von 222 (Vorjahreszeitraum: 432) Mio. Euro klar schwarze Zahlen geschrieben.

Damit ist die Bank weiter auf gutem Weg, wie geplant das zweite Jahr in Folge trotz erheblicher Prämienbelastung mit Gewinn abzuschließen. Das alte Schiffskreditportfolio belastet die Bank allerdings unverändert stark und machte auch im ersten Halbjahr 2015 umfangreiche Wertberichtigungen unausweichlich. Der Forderungsverzicht der Garantiegeber Hamburg und Schleswig-Holstein halbierte sich nahezu auf 289 (573) Mio. Euro und steuerte so 284 Mio. Euro weniger zum Ergebnis bei als noch im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Garantiegebühren erhöhten sich im ersten Halbjahr auf -468 (-358) Mio. Euro, davon allein 235 Mio. Euro Grundprämie. Insgesamt hat die HSH Nordbank seit 2009 nunmehr 2,5 Mrd. Euro in bar an die Garantiegeber Hamburg und Schleswig-Holstein gezahlt.

Der Gesamtertrag hat sich mit 652 (646) Mio. Euro erfreulich stabilisiert. Dabei legte der Zinsüberschuss gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum stark zu und erreichte 448 (231) Mio. Euro. Deutlich positiv auf die Erträge wirkte das mit stabilen Margen abgeschlossene Neugeschäft der Kernbank, insbesondere mit Immobilien- und Unternehmenskunden.

Zudem erzielte die HSH Nordbank wieder sichtbare Erfolge beim Abbau der risikobehafteten Altlasten. Im Verwaltungsaufwand machten sich erneut Einsparerfolge aus dem laufenden Kostensenkungsprogramm positiv bemerkbar. Zu Belastungen von insgesamt -54 Mio. Euro führten die bereits vollständig verarbeiteten Jahresbeiträge für die europäische Bankenabgabe und zum Einlagensicherungsfonds, wovon alleine -44 Mio. Euro in der Kernbank anfielen. Auf Konzernebene verblieb somit insgesamt ein Vorsteuergewinn in Höhe von 222 Mio. Euro (432 Mio. Euro), nach Steuern schlugen 147 (301) Mio. Euro zu Buche.
Unterdessen dauern die Gespräche im Zuge des laufenden Beihilfeverfahrens – in erster Linie zwischen den mehrheitlichen Eigentümern der HSH Nordbank, Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie der EU-Kommission – unvermindert an. Der Dialog gestaltet sich intensiv und konstruktiv. Eine Grundsatzeinigung wird im Einklang mit den Ländereignern bis Herbst 2015 angestrebt.

„Unsere fast 2.500 Beschäftigten arbeiten gut und engagiert, das ist die Basis für den Erfolg der HSH Nordbank im Tagesgeschäft. Diese Bank muss allerdings mehr bewältigen als den harten Wettbewerb und das schwierige Marktumfeld. Bis heute leidet die HSH Nordbank unter den schweren Versäumnissen und Fehlentscheidungen der Vergangenheit. Das jetzige Management arbeitet diese Fehler weiter konsequent ab. Das ist ein schmerzhafter, aber der einzig richtige Weg. Vor allem mit Blick auf die milliardenschweren Schiffskredite brauchen wir jetzt eine substanzielle Entlastung unserer Bilanz, für die sich unsere Eigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein in den Gesprächen mit der EU-Kommission einsetzen“, sagte Constantin von Oesterreich, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank.

Ausblick: Kernbank wird weiter zulegen – Konzerngewinn auch in 2015

Das Geschäftsmodell der HSH Nordbank hat sich in den vergangenen Jahren im Wettbewerb bewährt. Für die Kernbank wird ein spürbar verbessertes, positives Ergebnis vor Steuern im Gesamtjahr erwartet. In der Abbaubank ist auf Grund der planmäßig geringeren Entlastung aus dem Forderungsverzicht und des weiter forcierten Bestandsabbaus von einem deutlich negativen Ergebnis vor Steuern auszugehen. In Summe wird demnach auf Konzernebene für das Gesamtjahr 2015 erneut mit einem Gewinn vor Steuern geplant, allerdings deutlich unter dem hohen Vorjahreswert (278 Mio. Euro).

„Diese Bank ist in den vergangenen Jahren dank verlässlicher Arbeit, Zielstrebigkeit und dem Vertrauen ihrer Kunden gut vorangekommen Wir werden diesen Kurs fortsetzen und die HSH Nordbank mit ihrem zusehends etablierten Geschäftsmodell zu einer langfristig profitablen Regionalbank machen. Außerdem werden wir die Fehler der Vergangenheit weiter konsequent aufarbeiten und zugleich die richtigen, mitunter auch unpopulären, strategischen Entscheidungen für die Zukunft treffen. Mit Blick auf das laufende Beihilfeverfahren in Brüssel gehen wir davon aus, dass die Eigentümer zusammen mit der EU-Kommission zeitnah Entscheidungen treffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Constantin von Oesterreich.




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