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03.11.2015 Vonovia: Erfolgreiche Geschäftsentwicklung – Prognose angehoben

Die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2015 verlief für die Vonovia SE ("Vonovia") erfolgreich. Dem Unternehmen gelang es, im Berichtszeitraum alle wesentlichen Kennzahlen signifikant zu verbessern. Neben der allgemeinen guten Geschäftsentwicklung hat vor allem die schnelle Integration der GAGFAH die Ertragskraft von Vonovia deutlich gesteigert.

"Nach einem guten ersten Halbjahr war auch das 3. Quartal für unser Unternehmen überaus positiv. Bei der Integration der GAGFAH sind wir unserem Zeitplan voraus. Die Eingliederung der Gesellschaft wird bis Jahresende 2015 abgeschlossen sein. So können wir die Synergien schneller als erwartet heben", sagt Rolf Buch, Vorsitzender des Vorstands.

Ausblick 2015 - Vorstand hebt Prognose an

Für das Gesamtjahr hebt Vonovia die Prognose erneut an. Das Unternehmen plant einen FFO I (Funds from Operations) von 590 Mio. EUR bis 600 Mio. EUR (Prognose H1 2015: 560 Mio. EUR bis 580 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg des FFO I pro Aktie von 28 % auf 1,27 EUR bis 1,29 EUR (Prognose H1 2015: 1,20 EUR bis 1,24 EUR). Der EPRA NAV (Net Asset Value; Immobilienvermögen ohne Schulden) pro Aktie soll ebenfalls um 28 % auf 29 EUR bis 30 EUR steigen. Der Dividendenvorschlag für das Jahr liegt unverändert bei 0,94 EUR pro Aktie. Das entspricht einer Anhebung von 27 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Leerstandsquote wird weiter auf rund 3 % sinken, das Mietwachstum (like-for-like) zwischen 2,8 % und 2,9 % liegen. Die Mieteinnahmen werden 2015 voraussichtlich auf rund 1.400 Mio. EUR bis 1.420 Mio. EUR steigen (2014: 789 Mio. EUR).

Auch für das Jahr 2016 erwartet Vonovia eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Der FFO I soll um rund 18 % auf 690 Mio. EUR bis 710 Mio. EUR steigen. Um die Qualität des Wohnungsbestands weiterhin zu erhöhen, wird Vonovia auch zukünftig konsequent in ihre Gebäude, Wohnungen und das Wohnumfeld investieren. Das Volumen für Modernisierungen soll im nächsten Jahr deutlich um rund 38 % auf 430 Mio. EUR bis 500 Mio. EUR wachsen. Dabei wird neben der energetischen Gebäude-sanierung und dem seniorenfreundlichen Umbau der Wohnungen zunehmend der Neubau in Form von Dachgeschossaufstockungen und Nachverdichtung eine Rolle spielen.
Durch größeres Bestandsvolumen und Synergieeffekte operatives Ergebnis im Neunmonatszeitraum mehr als verdoppelt

Mit einem deutlich gestiegenen Bestandsvolumen konnte Vonovia in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015 ihre wichtigste Steuer-ungsgröße, den FFO I, mehr als verdoppeln. Der FFO I entspricht dem operativen Ergebnis nach Zinsen und Steuern. Er stieg damit um 111 % auf 432 Mio. EUR (Vj.: 205 Mio. EUR). Das entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 0,93 EUR (Vj.: 0,81 EUR).

Das Unternehmen erhöhte den EPRA NAV in den ersten neun Monaten im Vergleich zum 31.12.2014 um 18 % auf 27,17 EUR pro Aktie. Die Leerstandsquote sank im Stichtagsvergleich um 0,2 Prozentpunkte und lag zum 30.09.2015 auf dem sehr niedrigen Niveau von 3,4 %. Die Mieteinnahmen stiegen gegenüber dem Neunmonatszeitraum 2014 infolge der Zukäufe deutlich um 78 % auf 1.019 Mio. EUR.

Die monatliche Ist-Miete (like-for-like) pro Quadratmeter erhöhte sich auf 5,77 EUR (30.09.2014: 5,61 EUR), was einer Steigerung von 2,9 % entspricht. Like-for-like vergleicht denselben Wohnungsbestand und ist vor dem Hintergrund umfassender Portfolio-Erweiterungen eine objektive Performance-Kennziffer.

Der Abschluss zum 30.09.2015 umfasst ab März 2015 die Ergebnisbeiträge aus dem Zusammenschluss mit der GAGFAH, ab April 2015 die der Franconia. Seit 1. Juli 2015 wird auch der Ergebnisbeitrag der baden-württembergischen SÜDEWO-Gruppe mit fast 20.000 Wohnungen im Abschluss konsolidiert. Diese Akquisition erhöht den Bestand in strategisch wichtigen Regionen mit überdurchschnittlichen Entwicklungspotenzialen deutlich. Insgesamt bewirtschaftete Vonovia zum 30.09.2015 einen Bestandswert von 23,1 Mrd. EUR (Vj.: 12,8 Mrd. EUR).
Verkäufe und Wertsteigerungen sichern niedrigere Verschuldung

Vonovia garantiert eine stabile, flexible Finanzierungsstruktur. Der Verschuldungsgrad LTV (Loan To Value) lag zum 30.09.2015 bei 50 %. Anfang Oktober hat Vonovia zudem bestehende Zinsrisiken aus dem Zusammenschluss mit der GAGFAH abgesichert. Damit konnte Vonovia bereits rund 86 % der erwarteten Finanzsynergien aus dem Kauf der GAGFAH vorab absichern und die durchschnittlichen Finanzierungskosten ab 2017 auf rund 2,3 % senken.

Auf der Vertriebsseite wurden über Privatisierung bzw. Verkäufe von Beständen, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählen (Non-Core-Bestände), 5.322 Wohnungen abgegeben. Das sind doppelt so viele Einheiten wie im Vorjahr. Zum Non-Core-Bestand zählen in erster Linie Wohnungen, die sich aus dem Unternehmen heraus nicht optimal bewirtschaften lassen. Anfang November hat das Unternehmen mit der LEG Immobilien AG und einem weiteren Käufer Absichtserklärungen für den Verkauf von zwei großen Wohnungsportfolien in Nordrhein-Westfalen und in Norddeutschland unterschrieben. Mit dem Verkauf von insgesamt rund 20.000 Einheiten wird die Qualität des Gesamtportfolios weiter verbessert. Durch diese Verkäufe und durch Wertsteigerungen wird die Verschuldung von Vonovia bis Jahresende pro forma auf voraussichtlich 46 % sinken.

Investitionen in Bestand erneut gesteigert

Die Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung wurden im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Die Aufwendungen für Instandhaltung stiegen gegenüber den ersten 9 Monaten 2014 auf 249 Mio. EUR (9 Monate 2014: 123 Mio. EUR), die für Modernisierung um 83 % auf 219 Mio. EUR. Insgesamt hat Vonovia 468 Mio. EUR (9 Monate 2014: 243 Mio. EUR) aufgewendet (+ 92 %).

Somit ist das Investitionsprogramm 2015 in Höhe von 660 Mio. EUR bis 680 Mio. EUR voll im Plan. Dies bedeutet in Summe Investitionen von voraussichtlich 31 EUR bis 32 EUR pro Quadratmeter im Gesamtjahr 2015. Dies unterstreicht erneut das Ziel des Unternehmens, die Qualität des Wohnungsbestands weiter zu verbessern. Die zügige Umsetzung der Arbeiten ist vor allem auf die Bündelung der Verantwortung bei der unternehmenseigenen Handwerkerorganisation Deutsche TGS zurückzuführen.

DAX-Aufstieg unter neuem Namen erfolgt

Anfang September erfolgte die Umbenennung der Deutschen Annington Immobilien SE in Vonovia SE. Der neue Name ist Ausdruck der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens und Resultat des Zusammenschlusses der Deutschen Annington und der GAGFAH.

Seit dem 21. September 2015 wird die Aktie von Vonovia im DAX gehandelt. Damit ist in der deutschen Börsenhistorie erstmals auch ein Immobilienunternehmen im deutschen Leitindex vertreten. Die Aktien befanden sich nach Definition der Deutschen Börse zum Stichtag 30.09.2015 zu rund 95 Prozent im Streubesitz, die Marktkapitalisierung betrug rund 13,4 Mrd. EUR.




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