04.09.2026 Nordsachsen: Historische Molkerei wird Effizienz-Mehrfamilienhaus
In Nordsachsen ist aus einem ehemaligen Molkereigebäude von 1895 in mehreren Bauabschnitten ein zeitgemäßes Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten entstanden. Neben der umfassenden Modernisierung der Gebäudehülle – inklusive gedämmtem Dach, energetisch ertüchtigter Fassade, neuen Fenstern und Türen sowie einer Heiztechnik auf Basis von Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Photovoltaik – spielte die nachträgliche Dämmung der Kellerdecke eine wichtige Rolle. Zum Einsatz kam dabei die nichtbrennbare Deckendämmplatte Ursa Tectonic UPh/Vv.
Das zweigeschossige Gebäude in Zwochau im Landkreis Nordsachsen wurde 1895 als Molkereigebäude errichtet und später zu Wohnzwecken umgenutzt. Seit 2017 erfolgte die Sanierung in mehreren Schritten, mit dem Ziel, den Energieverbrauch deutlich zu senken und den Wohnkomfort an heutige Anforderungen anzupassen. Die Maßnahmen umfassten die Dämmung von Dach und Fassade, den Austausch von Fenstern und Außentüren, den Einbau einer Fußbodenheizung in Verbindung mit einer Wärmepumpe sowie die Installation einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung. Parallel zu diesen Arbeiten wurde die Kellerdecke in Teilbereichen gedämmt, um Wärmeverluste über den unbeheizten Keller zu reduzieren und die Behaglichkeit in den Erdgeschosswohnungen zu steigern.
Ausgangssituation im Untergeschoss
Typisch für ein Bestandsgebäude aus dem 19. Jahrhundert präsentierte sich der Keller als klassischer Altbaukeller mit massiver Decke und offen geführten Rohrleitungen. Eine Wärmedämmung war bislang nicht vorhanden. Entsprechend hoch waren die Wärmeverluste aus den beheizten Räumen darüber.
Die Ziele der Kellerdeckendämmung waren klar definiert. Zum einen sollte die Heizlast des Gebäudes sinken und damit der Energieverbrauch für die Beheizung der Erdgeschosswohnungen reduziert werden. Zum anderen war das Ziel, ein Auskühlen der Kellerdecke zu vermeiden und den Wohnkomfort – unter anderem durch Reduktion der Fußkälte – in den darüberliegenden Räumen zu verbessern. All dies galt es, mit möglichst geringen Investitions- und Installationskosten zu erreichen – ein wesentlicher Grund dafür, die Maßnahme so zu planen, dass sie in hohem Maße in Eigenleistung umgesetzt werden konnte.
Deckendämmplatte aus Mineralwolle
Für die Dämmung der Kellerdecke entschied sich der Bauherr für die Deckendämmplatte Ursa Tectonic UPh/Vv mit einer Dicke von 120 Millimetern. In einem ersten Schritt wurden rund 25 Quadratmeter Kellerdecke in den relevanten Bereichen des Untergeschosses gedämmt. Ausschlaggebend für die Materialwahl waren die guten wärmetechnischen Kennwerte der Mineralwolle-Dämmplatte mit ihrer niedrigen Wärmeleitfähigkeit von ?D=0,035 W/m*K, die nichtbrennbare Einstufung in Euroklasse A1 als Beitrag zum vorbeugenden baulichen Brandschutz sowie die schalldämmenden Eigenschaften. Hinzu kam die einfache Verarbeitung: Die Platten lassen sich gut schneiden und an die vorhandenen Installationen anpassen, was insbesondere im Bereich der sichtbaren Rohrleitungen von Vorteil war. Zusätzlich erleichtert das geringe Gewicht der Platten das Anbringen überkopf. Nicht zuletzt spielte die Wirtschaftlichkeit für dieses Objekt eine zentrale Rolle, da die Umsetzung mit überschaubarem Material- und Werkzeugeinsatz in Eigenleistung erfolgen sollte, um Investitionskosten gering zu halten.
Untergrundvorbereitung und Klebemontage
Die Arbeiten an der Kellerdecke wurden anhand der einfach gehaltenen Verarbeitungsanweisung durchgeführt. Zunächst wurden lose Farbreste und nicht haftende Schichten von der Kellerdecke entfernt, um einen sauberen, tragfähigen Untergrund herzustellen. Auf die vorbereitete Deckenoberfläche wurde anschließend ein geeigneter Haftgrund aufgebracht, der die Haftung zwischen Untergrund und dem Klebemörtel verbessert.
Im nächsten Schritt wurden die Dämmplatten mit einem Dämmstoffmesser – wo notwendig – passgenau zugeschnitten. Aussparungen für die sichtbaren Rohrleitungen wurden direkt aus den Platten geschnitten. Hier erleichterte die gute Schneidbarkeit des Materials die Anpassung an vorhandene Installationen und unregelmäßige Geometrie der Kellerdecke deutlich.
Die eigentliche Montage erfolgte im Verband. Der Klebemörtel wurde mit einer Zehn-Millimeter-Zahnkelle auf der Rückseite der Dämmplatte aufgebracht. Anschließend wurden diese an der Kellerdecke angesetzt und gleichmäßig angedrückt. Die Platten wurden dicht gestoßen verlegt, um Wärmebrücken zu vermeiden.
Die baulichen Randbedingungen – insbesondere die sichtbaren Rohrleitungen – konnten durch gezielte Aussparungen und Zuschnitte problemlos berücksichtigt werden. Die vorhandene Raumhöhe im Keller blieb trotz der 120 Millimeter starken Dämmschicht ausreichend.
Die vollständige Ausführung der Kellerdeckendämmung in den vorgesehenen Teilbereichen nahm rund einen halben Arbeitstag in Anspruch.
Ergänzende Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle
Bereits in einem früheren Sanierungsabschnitt war die oberste Geschossdecke des Gebäudes gedämmt worden. Zum Einsatz kam hier der Spannfilz Ursa Geo SF 32 auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern. In Kombination mit der Fassadendämmung sowie der nun ergänzten Kellerdeckendämmung ergibt sich eine durchgängig verbesserte thermische Hülle vom Keller bis zum Dach.
Die abgestimmte Kombination aus Dach-, Fassaden- und Kellerdeckendämmung reduziert Wärmeverluste und damit den Heizenergiebedarf deutlich. Dadurch schafft sie die Voraussetzung für einen energieeffizienten Betrieb der Wärmepumpe. Gleichzeitig erhöht sich der Wohnkomfort im gesamten Gebäude.
Verarbeitungserfahrungen und erste Effekte
Die Arbeiten wurden vom Objektbetreuer vor Ort ausgeführt. Dieser bewertet die Verarbeitung der Deckendämmplatten insgesamt sehr positiv. Sie lassen sich gut an die Kellerdecke anpassen und leicht verkleben, das Material zeigt ein sauberes Schneidverhalten, sodass insbesondere Aussparungen für Rohrleitungen präzise und ohne Verschnitt hergestellt werden können. Kleberauftrag und Montage sind von einer Person zu bewältigen, was die Umsetzung in Eigenleistung erleichtert.
Neben den energetischen Effekten zeigt sich nach der Ausführung vor allem eine Verbesserung des Wohnkomforts durch weniger Fußkälte in den Räumen des Erdgeschosses.
Die Dämmung der Kellerdecke im Verbund mit den übrigen energetischen Sanierungsschritten leistet einen wichtigen Beitrag zur Effizienz des Gesamtsystems. Durch die Reduzierung der Wärmeverluste über den Keller sinken Heizlast und Energiebedarf, während die Fußbodentemperaturen im Erdgeschoss steigen und damit die Wohnbehaglichkeit zunimmt.
Die Ausführung mit der nichtbrennbaren Mineralwolle-Deckendämmplatte Ursa Tectonic UPh/Vv ist in diesem Kontext eine wirtschaftliche Lösung, die sich aufgrund der einfachen Verarbeitung für die Umsetzung durch einzelne Personen eignet. In Verbindung mit der bereits realisierten Dämmung der obersten Geschossdecke und der modernisierten Haustechnik zeigt das Projekt exemplarisch, wie sich ein historisches Bestandsgebäude schrittweise zu einem energetisch zeitgemäßen Mehrfamilienhaus weiterentwickeln lässt.
Das zweigeschossige Gebäude in Zwochau im Landkreis Nordsachsen wurde 1895 als Molkereigebäude errichtet und später zu Wohnzwecken umgenutzt. Seit 2017 erfolgte die Sanierung in mehreren Schritten, mit dem Ziel, den Energieverbrauch deutlich zu senken und den Wohnkomfort an heutige Anforderungen anzupassen. Die Maßnahmen umfassten die Dämmung von Dach und Fassade, den Austausch von Fenstern und Außentüren, den Einbau einer Fußbodenheizung in Verbindung mit einer Wärmepumpe sowie die Installation einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung. Parallel zu diesen Arbeiten wurde die Kellerdecke in Teilbereichen gedämmt, um Wärmeverluste über den unbeheizten Keller zu reduzieren und die Behaglichkeit in den Erdgeschosswohnungen zu steigern.
Ausgangssituation im Untergeschoss
Typisch für ein Bestandsgebäude aus dem 19. Jahrhundert präsentierte sich der Keller als klassischer Altbaukeller mit massiver Decke und offen geführten Rohrleitungen. Eine Wärmedämmung war bislang nicht vorhanden. Entsprechend hoch waren die Wärmeverluste aus den beheizten Räumen darüber.
Die Ziele der Kellerdeckendämmung waren klar definiert. Zum einen sollte die Heizlast des Gebäudes sinken und damit der Energieverbrauch für die Beheizung der Erdgeschosswohnungen reduziert werden. Zum anderen war das Ziel, ein Auskühlen der Kellerdecke zu vermeiden und den Wohnkomfort – unter anderem durch Reduktion der Fußkälte – in den darüberliegenden Räumen zu verbessern. All dies galt es, mit möglichst geringen Investitions- und Installationskosten zu erreichen – ein wesentlicher Grund dafür, die Maßnahme so zu planen, dass sie in hohem Maße in Eigenleistung umgesetzt werden konnte.
Deckendämmplatte aus Mineralwolle
Für die Dämmung der Kellerdecke entschied sich der Bauherr für die Deckendämmplatte Ursa Tectonic UPh/Vv mit einer Dicke von 120 Millimetern. In einem ersten Schritt wurden rund 25 Quadratmeter Kellerdecke in den relevanten Bereichen des Untergeschosses gedämmt. Ausschlaggebend für die Materialwahl waren die guten wärmetechnischen Kennwerte der Mineralwolle-Dämmplatte mit ihrer niedrigen Wärmeleitfähigkeit von ?D=0,035 W/m*K, die nichtbrennbare Einstufung in Euroklasse A1 als Beitrag zum vorbeugenden baulichen Brandschutz sowie die schalldämmenden Eigenschaften. Hinzu kam die einfache Verarbeitung: Die Platten lassen sich gut schneiden und an die vorhandenen Installationen anpassen, was insbesondere im Bereich der sichtbaren Rohrleitungen von Vorteil war. Zusätzlich erleichtert das geringe Gewicht der Platten das Anbringen überkopf. Nicht zuletzt spielte die Wirtschaftlichkeit für dieses Objekt eine zentrale Rolle, da die Umsetzung mit überschaubarem Material- und Werkzeugeinsatz in Eigenleistung erfolgen sollte, um Investitionskosten gering zu halten.
Untergrundvorbereitung und Klebemontage
Die Arbeiten an der Kellerdecke wurden anhand der einfach gehaltenen Verarbeitungsanweisung durchgeführt. Zunächst wurden lose Farbreste und nicht haftende Schichten von der Kellerdecke entfernt, um einen sauberen, tragfähigen Untergrund herzustellen. Auf die vorbereitete Deckenoberfläche wurde anschließend ein geeigneter Haftgrund aufgebracht, der die Haftung zwischen Untergrund und dem Klebemörtel verbessert.
Im nächsten Schritt wurden die Dämmplatten mit einem Dämmstoffmesser – wo notwendig – passgenau zugeschnitten. Aussparungen für die sichtbaren Rohrleitungen wurden direkt aus den Platten geschnitten. Hier erleichterte die gute Schneidbarkeit des Materials die Anpassung an vorhandene Installationen und unregelmäßige Geometrie der Kellerdecke deutlich.
Die eigentliche Montage erfolgte im Verband. Der Klebemörtel wurde mit einer Zehn-Millimeter-Zahnkelle auf der Rückseite der Dämmplatte aufgebracht. Anschließend wurden diese an der Kellerdecke angesetzt und gleichmäßig angedrückt. Die Platten wurden dicht gestoßen verlegt, um Wärmebrücken zu vermeiden.
Die baulichen Randbedingungen – insbesondere die sichtbaren Rohrleitungen – konnten durch gezielte Aussparungen und Zuschnitte problemlos berücksichtigt werden. Die vorhandene Raumhöhe im Keller blieb trotz der 120 Millimeter starken Dämmschicht ausreichend.
Die vollständige Ausführung der Kellerdeckendämmung in den vorgesehenen Teilbereichen nahm rund einen halben Arbeitstag in Anspruch.
Ergänzende Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle
Bereits in einem früheren Sanierungsabschnitt war die oberste Geschossdecke des Gebäudes gedämmt worden. Zum Einsatz kam hier der Spannfilz Ursa Geo SF 32 auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern. In Kombination mit der Fassadendämmung sowie der nun ergänzten Kellerdeckendämmung ergibt sich eine durchgängig verbesserte thermische Hülle vom Keller bis zum Dach.
Die abgestimmte Kombination aus Dach-, Fassaden- und Kellerdeckendämmung reduziert Wärmeverluste und damit den Heizenergiebedarf deutlich. Dadurch schafft sie die Voraussetzung für einen energieeffizienten Betrieb der Wärmepumpe. Gleichzeitig erhöht sich der Wohnkomfort im gesamten Gebäude.
Verarbeitungserfahrungen und erste Effekte
Die Arbeiten wurden vom Objektbetreuer vor Ort ausgeführt. Dieser bewertet die Verarbeitung der Deckendämmplatten insgesamt sehr positiv. Sie lassen sich gut an die Kellerdecke anpassen und leicht verkleben, das Material zeigt ein sauberes Schneidverhalten, sodass insbesondere Aussparungen für Rohrleitungen präzise und ohne Verschnitt hergestellt werden können. Kleberauftrag und Montage sind von einer Person zu bewältigen, was die Umsetzung in Eigenleistung erleichtert.
Neben den energetischen Effekten zeigt sich nach der Ausführung vor allem eine Verbesserung des Wohnkomforts durch weniger Fußkälte in den Räumen des Erdgeschosses.
Die Dämmung der Kellerdecke im Verbund mit den übrigen energetischen Sanierungsschritten leistet einen wichtigen Beitrag zur Effizienz des Gesamtsystems. Durch die Reduzierung der Wärmeverluste über den Keller sinken Heizlast und Energiebedarf, während die Fußbodentemperaturen im Erdgeschoss steigen und damit die Wohnbehaglichkeit zunimmt.
Die Ausführung mit der nichtbrennbaren Mineralwolle-Deckendämmplatte Ursa Tectonic UPh/Vv ist in diesem Kontext eine wirtschaftliche Lösung, die sich aufgrund der einfachen Verarbeitung für die Umsetzung durch einzelne Personen eignet. In Verbindung mit der bereits realisierten Dämmung der obersten Geschossdecke und der modernisierten Haustechnik zeigt das Projekt exemplarisch, wie sich ein historisches Bestandsgebäude schrittweise zu einem energetisch zeitgemäßen Mehrfamilienhaus weiterentwickeln lässt.




