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24.11.2015 Für Düsseldorfs neue City sind die Weichen gestellt

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf. Bauprojekt Ingenhoven-Tal (Animation)
Die Zeit des intensiven Stadtumbaus in Düsseldorf nähert sich dem Ende. Für die Neugestaltung des Herzens der Innenstadt sind in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt jetzt die entscheidenden Weichen gestellt. Am 10. November wurde der Individualverkehr am neuen Kö-Bogen endgültig unter die Erde verbannt. Am 20. Februar 2016 wird die neue 3,4 Kilometer lange U-Bahn-Strecke der Wehrhahn-Linie eröffnet. Dazu Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Ich freue mich sehr, dass bei den beiden Großvorhaben die gesetzten Terminvorgaben erfüllt wurden und wir auf einen unfallfreien Bauablauf zurückblicken können. Die Ingenieure und Bauleute haben dabei eine Reihe äußerst anspruchsvoller Aufgaben erfolgreich gemeistert, so die Unterfahrung des Kaufhofes an der Königsallee."

Weiter erklärte OB Geisel: "Die Stadt Düsseldorf hat mit diesen beiden großen Infrastrukturprojekten die entscheidenden Voraussetzungen für die Neugestaltung ihrer City geschaffen. Die Düsseldorfer und die Gäste der Stadt dürfen sich nach mehrjährigen Bauaktivitäten, die vielerlei Beeinträchtigungen mit sich gebracht haben, auf eine neue attraktive City freuen und können ihre Stadt wieder mehr und mehr 'zurückerobern'. An mehreren Stellen zeigt sich schon das endgültige Bild, an anderen, so im Bereich der Schadowstraße mit dem angrenzenden Neubauprojekt am Gustaf-Gründgens-Platz, dem Ingenhoven-Tal, und der Gestaltung der Oberflächen über den Straßentunneln wird dies noch etwas dauern."

Für den öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt ist der Start der Wehrhahn-Linie eine erhebliche Verbesserung. Bald geht es auch auf der Süd-Ost-Achse flott voran. Die Rheinbahn stellt mit der Inbetriebnahme der U-Bahn-Trasse ihr Straßenbahn- und Busnetz auf eine vollkommen neue Basis. OB Geisel: "Das ÖPNV-Angebot in Düsseldorf wird damit noch einmal deutlich attraktiver und sicher für immer mehr Menschen eine echte Alternative."

Der Bau der Wehrhahn-Linie und der damit verbundene Wegfall der oberirdischen Bahntrassen sowie die Verlagerung des Bushalteplatzes am Jan-Wellem-Platz boten für die Stadt Düsseldorf die große Chance für eine städtebauliche Neugestaltung. Erstes sichtbares Zeichen ist der nach den Plänen des New Yorker Architekten Daniel Libeskind entstandene Neubau auf dem Jan-Wellem-Platz am Rande des Hofgartens. Längst haben die Menschen dort die neuen Möglichkeiten zum Flanieren und Entspannen entlang des Gewässers Landskrone entdeckt, das mit dem Umbau deutlich erweitert worden ist.

Flanierzone auf den Tunneldeckeln

Das Herz der Düsseldorfer City wird nach Anlegung der neuen Grünbereiche eine attraktive Flanierzone. Über dem Dach der Tunnel für die Autos und der Röhre der Wehrhahn-Linie wachsen Königsallee und Hofgarten zusammen. Das Tunnelsystem rund um den Kö-Bogen bündelt den gesamten Individualverkehr zwischen Berliner Allee und Fischerstraße und führt ihn kreuzungsfrei unterirdisch. Dabei wurde auch die Trasse der früheren Hochstraße "Tausendfüßler" vollständig unter die Erde verlegt. Die Tiefgarage des Drei-Scheiben-Hauses und die neue Tiefgarage unter dem Gustaf-Gründgens-Platz werden unterirdisch an das Tunnel-System angeschlossen.

Das Gesamtkonzept dieser Neugestaltung umfasst die Verbindung der historischen Hofgartenflächen sowie der Königsallee mit dem Hofgarten, die Schaffung einer neuen attraktiven Stadtkante zum Hofgarten, die Anlegung eines Boulevards als Grünverbindung vom Hofgarten zur Johanneskirche, die Aufwertung des Umfeldes an der Johanneskirche, neue Konturen und Gestaltung für die Innenstadtplätze Schadowplatz, Gustaf-Gründgens-Platz, Martin-Luther-Platz und eines neuen Platzraumes mitten im Plangebiet an der Schadowstraße. Neben der Anlegung weitläufiger Grünflächen werden über 300 neue Bäume gepflanzt, darunter mehr als 160 Platanen für die zentrale Hofgartenpromenade anstelle des Tausendfüßlers.

Platz zum Flanieren

Der neue obere Weg im Hofgarten entlang der Landskrone bietet ausreichend Platz sowohl zum Flanieren als auch für Außengastronomie der Cafés und Restaurants im Libeskind-Gebäude. Der untere kombinierte Fuß- und Radweg ist in das Radwegenetz eingebunden und zudem barrierefrei von der Königsallee und aus dem östlichen Teil des Hofgartens zu erreichen.

Über die neue Fußgängerbrücke entstand eine Wegeverbindung, die vom Schadowplatz durch die Passage des Libeskind-Gebäudes direkt in den Hofgarten hin zur Goldenen Brücke führt. Die leichte und transparente Brücke wurde niedrig über den Wasserspiegel der Landskrone geführt, um wichtige Sichtachsen nicht zu blockieren.

Offenlegung der Düssel

Die Innere Nördliche Düssel wird auf etwa 160 Metern Länge im Bereich des Hofgartens bis zur Einmündung in die Landskrone offengelegt. Derzeit verläuft sie noch unterirdisch in einer Rohrleitung. An der Landskrone wird eine Fischaufstiegsanlage (Fischtreppe) angelegt.

Corneliusplatz wieder in altem Glanz

Der Corneliusplatz sowie die benachbarte Kö-West und Kö-Ost wurden während des Baus der Wehrhahn-Linie zu Großbaustellen. In enger Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege wird dieser Platz mit Wechselbepflanzung, geschnittenen Eiben, Magnolien und Rasen wiederhergestellt. Die im südlichen Teil der Königsallee bestehenden Kastanienreihen wird bis zum Nordende des Corneliusplatzes verlängert. Der Schalenbrunnen wird an alter Stelle wieder aufgebaut.

Für Radfahrer wird eine neue Verbindung von der Düssel bis in die Berliner Allee/Kreuzung Marienstraße geschaffen. In der Immermannstraße werden auf beiden Straßenseiten zwischen Kreuzstraße und Berliner Allee neue Radwege angelegt.

Erste Blicke in die neuen U-Bahnhöfe

Ein Eindruck der neuen Wehrhahn-Linie wird der Öffentlichkeit bei der erstmaligen Öffnung der U-Bahnhöfe vermittelt. OB Geisel: "Ich lade die Düsseldorfer und alle interessierten Gäste ein, bei einem 'Pre-Opening' einen ersten Blick in die sechs neuen U-Bahnhöfe mit ihrer unterschiedlichen künstlerischen Gestaltung zu werfen und so einen Vorgeschmack auf die Wehrhahn-Linie zu bekommen." Termine sind am 28. November sowie am 5. und 12. Dezember. Allerdings wird dies dann noch nicht barrierefrei möglich sein, da zu diesem Zeitpunkt die Aufzüge noch nicht in Betrieb sind.

An den drei Samstagen werden von 11 bis 17 Uhr jeweils zwei Bahnhöfe offen stehen:

28. November: U-Bahnhöfe Schadowstraße und Kirchplatz,
5. Dezember: U-Bahnhöfe Pempelforter Straße und Graf-Adolf-Platz,
12. Dezember: U-Bahnhöfe Heinrich-Heine-Allee und Benrather Straße.

Die neue Wehrhahn-Linie wird am 20. Februar 2016 offiziell eröffnet und nimmt dann einen Tag später ihren regulären Betrieb auf.



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