News RSS-Feed

11.07.2017 Ex-US-Generalkonsulat in Düsseldorf wird modernes Bürogebäude

Foto: HG Esch
Es ist nicht irgendein Gebäude, dessen Sanierung msm meyer schmitz-morkramer gerade abgeschlossen hat. Es handelt sich um das ehemalige US-Generalkonsulat in Düsseldorf, das nach den Plänen des legendären Büros SOM, Skidmore, Owings & Merrill aus den USA, gebaut wurde. Die Architektur des Gebäudes ist typisch für die 50er Jahre, filigran und aufgeständert. In dieser Gestaltung hatte SOM insgesamt vier US-Konsulate in Deutschland in den 1950er Jahren gebaut.

Nachdem das amerikanische Generalkonsulat ausgezogen war, wurde das Gebäude 1990 unter Denkmalschutz gestellt und als Vermietungsobjekt genutzt.

Architekt Christoph Ingenhoven zog mit seinem Büro vorübergehend ein, später eine Rechtsanwaltskanzlei, zuletzt nutzte die Igedo Company das Gebäude sporadisch für Modeevents. Modernisiert wurde das Haus in diesen Jahren mehrfach, grundlegend saniert und energetisch ertüchtigt jedoch nie. Im Jahr 2014 erwarb die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG das Denkmal. Die Gesellschaft beauftragte msm meyer schmitz-morkramer die Architekturikone in ein modernes Bürogebäude zu verwandeln und investierte 5,5 Millionen Euro in die Sanierung und Umgestaltung.

Würdevoller Umgang mit dem Denkmal

Das Gebäude trägt eine besondere Handschrift, denn es wurde unter dem damaligen SOM-Partner Gordon Bunshaft gebaut, Pritzker Preisträger und einer der wichtigsten Architekten der Moderne, dessen Hochhaus „Lever House“ in die Architekturgeschichte einging. „SOM ist bis heute eines der einflussreichsten Büros weltweit und hat hier in Zusammenarbeit mit dem deutschen Architekten Otto Apel etwas sehr Klares und Leichtes geschaffen. Ein typisches Gebäude für den modernen International Style“, erklärt Caspar Schmitz-Morkramer, geschäftsführender Gesellschafter von msm meyer schmitz-morkramer. Der Baukörper ist langgestreckt und zeigt sich in vier Etagen; geprägt durch seine Stahlskelettbauweise und Stahlfensterfassade mit Travertinbrüstungen. In der offenen Halle im Erdgeschoss wurde gestalterisch ein eingeschossiger, orthogonal dazu stehender Flachbau eingeschoben, die Eingangshalle außen und innen mit schwarzen Marmorplatten verkleidet.

„Dieses Projekt hat eine ganz besondere Bedeutung für uns. Nicht nur weil wir die Architektur von SOM und Otto Apel enorm schätzen. Es gibt eine persönliche Verbindung zu diesem Haus, denn Otto Apels Projektleiter war der Vater einer langjährigen Mitarbeiterin von uns“, erklärt Schmitz-Morkramer.

So ästhetisch die Architektur – den heutigen Standards in Sachen Energie und Sicherheit entsprach das Gebäude nicht mehr. Wie ließen sich nun die Auflagen des Denkmalschutzes mit den Bedürfnissen eines modernen Bürobetriebs vereinbaren? Und zugleich: wie ging man mit den Verbindungen des Gebäudes in den städtischen Raum um? Das waren die Ausgangsfragen, die das Architektenteam von msm meyer schmitz-morkramer beschäftigten.







Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!