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07.08.2017 Esslingen: Städtebaulicher Vertrag für DIE VIA – der Weg ist das Ziel

Visualisierung: Tchoban Voss Architekten
Der Gemeinderat der Stadt Esslingen hat Ende Juli mit seiner nahezu einstimmigen Zustimmung das ehemals als „Neue Mitte“ bekannte und nun „DIE VIA“ getaufte Projekt und den dazugehörigen Städtebaulichen Vertrag auf den weiteren Weg gebracht, ein Projekt, das Esslingen um eine Attraktion bereichern wird – und um eine Menge Lebensqualität. Nun laufen die letzten Abstimmungen mit der Verwaltung der Stadt Esslingen für die Freigabe der neuen Planungen. Die Entwicklung des Bauherren ALTERIS Capital Partners und des Projektkoordinators iMallinvest Europe sieht – ergänzend zum bestehenden Karstadt und mit diesem verbunden – eine moderne Einkaufsgalerie auf drei Ebenen mit einem breiten Angebot von Geschäften aus unterschiedlichen Branchen, z.B. einem Lebensmittelhändler, einem Drogeriemarkt, Textil- und Accessoires-Shops, einem 600 m² großen Foodcourt sowie über 60 Wohnungen und ca. 250 Tiefgaragenstellplätzen vor. Es bestehen unter anderem bereits Mietverträge mit der beliebten Drogeriekette dm und dem schwäbischen Buchhändler Osiander sowie mit einer regional ansässigen Bäckerei. Zudem steht man in Verhandlungen mit einem großen Bekleidungsgeschäft und ist kurz vor der finalen Bindung eines Lebensmittel-Anbieters als Ankermieter auf ca. 2000qm.

In Sachen Bauplanung und Genehmigungsverfahren ist man ebenfalls auf einem guten Weg, sagt Olaf Ley, Projektleiter bei iMallinvest, der u.a. vom Generalplaner Tchoban Voss Architekten, von JLL in der Vermietung der Handelsflächen, vom Projektmanager Alber&Schulze, der Anwaltskanzlei Loschelder, von der Marketingagentur Urban Media Project und vom Projektentwickler 3W unterstützt wird. Und ein guter Weg soll es tatsächlich werden. Deshalb war man sich bei einem Namen für die neue Mitte in Esslingen schnell einig: „DIE VIA“. Dieser Name und das dazugehörige Logo in wertigem Schwarz-Weiß werden bald Einkäufern, Flaneuren und Feinschmeckern und den zukünftigen Bewohnern des Areals neue Wege erschließen, und sie betonen das mediterran-entspannte Flair, welches das gesamte Areal umgibt. Dies wird sich von den Einzelhandelsbereichen auch in die großzügig gestalteten Wohnbereiche mit den Dachgärten und grünen Innenhöfen fortsetzen und auch dort eine ganz neue innerstädtische Qualität bieten.

Die Pläne für die Umgestaltung des Bereichs sehen unter anderem vor, den Zugang vom Bahnhof in die Altstadt über eine Passage durch den Karstadt, der im Übrigen über die gesamte Dauer der Umbaumaßnahmen für die Esslinger geöffnet bleibt, wiederherzustellen. Thomas Schlich, der Karstadt Filialgeschäftsführer, freut sich darauf, den Kunden auch während der Bauphase der angrenzenden Einkaufsgalerie gewohnt guten Service bieten zu können. „Wir sind uneingeschränkt für unsere Kunden da“. Für Schlich hat das Bauprojekt drei große Vorteile: „Am wichtigsten ist natürlich die Kundensicht. Dieses Projekt wird für Karstadt in Esslingen realisieren, was sich unsere Kunden lange gewünscht haben: einen modernen Foodcourt, ein tolles ergänzendes Warenangebot und eine moderne und gut zugängliche Tiefgarage“, erklärt Schlich. „Zweitens investiert Karstadt selbst einen Millionenbetrag in die Modernisierung der Filiale. Das ist ein tolles Bekenntnis zum Standort und unserer Kundschaft. Und schließlich wird Karstadt durch die Galerie einen enormen Frequenzzuwachs bekommen. Wir sind zwar schon wirtschaftlich sehr erfolgreich, aber das Projekt wird Karstadt Esslingen noch einmal zusätzlichen Schub geben“.

Zwar führen viele Straßen nach Rom, aber die schönsten Straßen führen durch das Herz einer Stadt direkt vorbei an allen Geschäften des täglichen Bedarfs und entlang schicker Shopping-Möglichkeiten hinein in den Feierabend. Im Fall von „DIE VIA“ wird es heißen: „Alles auf dem Weg“. Der neuen Visualisierung des Stadtquartiers, die jetzt vorliegt, ist zu entnehmen, dass man ebenso nachhaltig wie behutsam mit dem Projektareal und den umgebenden Bereichen umgehen wird. Besonders stolz sind die Planer auch darauf, dass die unter Denkmalschutz stehenden, aber derzeit größtenteils nur als Lager genutzten Häuser an der Ehnisgasse 16 bis 20 in die zukünftige Struktur integriert, saniert und so für künftige Nutzer und ihre Geschichten zugänglich gemacht werden. Die prägnante Architektur von „DIE VIA“ passt sich an die bereits bestehende Substanz an, setzt jedoch auch ganz eigene Akzente – so, wie es sein soll, wenn man verschiedene Bereiche der Stadt miteinander verbindet, unterschiedliche Branchen zusammenführt und Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen zusammenbringt.

Dass man sich entlang der Bahnhofstraße und zwischen der Esslinger Martinstraße sowie der Ehnisgasse auf spannendem Terrain bewegt, ist nicht erst seit dem Beginn der Grabungen auf dem Gelände des Karstadt-Parkplatzes in der Esslinger Innenstadt klar. Die Funde der Archäologen um die Grabungsexpertin Anja Seidel – man entdeckte bei den Ausgrabungen Grubenhäuser und unter anderem Webstühle und -gewichte aus dem 12. Jahrhundert sowie Keramik aus dem 14. Jahrhundert – beweisen, dass dieser Teil der Stadt schon seit jeher ein Ort des Handels, des Handwerks und des kreativen Lebens war. Und in der Tat führten entlang der beliebten Esslinger Einkaufsstraßen einst römische Handelswege, die der Neckarstadt den Ruf als wahrhaft nördlichste Stadt Italiens eingebracht haben. Später entstand auf der Fläche mit Karstadt ein Herzstück des urbanen Lebens und Handels.

Den Entwicklern ist es besonders wichtig, dass „DIE VIA“ auf die gewachsene Struktur der historischen Innenstadt eingeht. Durch die Wiederbelebung der Passage von der Bahnhofstraße zur Ehnisgasse wird alter Straßenraum neu geschaffen; der offene, gastfreundliche und nachbarschaftliche Charakter Esslingens wird so weiter hervorgehoben. Dass nun bei den gesetzlich vorgesehenen Grabungen tatsächlich neue Erkenntnisse über die Geschichte Esslingens zu Tage kamen, bestätigt nur, was ohnehin schon allen Beteiligten klar war: Hier ist nicht nur ereignisreiche Esslinger Geschichte passiert, hier wird nun auch neue geschrieben. Die nähere und fernere Zukunft des Projekts steht im Übrigen bereits fest: ab dem Herbst 2017 rechnet man mit dem Baustart von „DIE VIA“, mit der Fertigstellung im Lauf des Jahres 2019. Für alle, die sich ein noch genaueres Bild machen wollen, plant der Investor eine Vorstellung des Gesamtprojekts und des Verkehrskonzepts, zu der in Kürze eingeladen werden wird.








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