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02.10.2017 Wettbewerb für Quartier Heidestraße Berlin abgeschlossen

Visualisierung: gmp Architekten
Die architektonischen Entwürfe für die Errichtung des Quartiers Heidestraße in der Europacity am Hauptbahnhof liegen komplett vor. Im letzten von vier Wettbewerbsverfahren hat die Jury über die Planung für die Mischgebiete MI 1, MI 2 und MI 3 entschieden. Gewinner sind gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Berlin), Collignon Architektur und Design (Berlin) sowie ROBERTNEUN Architekten (Berlin).

Thomas Bergander, Geschäftsführer des Projektentwicklers TAURECON, Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, sowie Vertreter der prämierten Architekturbüros präsentierten am Freitag die für die Realisierung ausgewählten Planungen.

Die Mischgebiete MI 1, MI 2 und MI 3 bestehen aus insgesamt vier sich jeweils um einen Innenhof gruppierenden Gebäudekomplexen mit Raum für Wohnungen und kleinteiligem Gewerbe. Sie weisen eine Geschossfläche von insgesamt ca. 26.000 m², ca. 21.300 m² und ca. 41.850 m² auf. Das Gebiet MI 3 umfasst zwei Baukörper (MI 3.1 und MI 3.2).

Für die Mischgebiete MI 1 und 2 sowie MI 3.1 und 3.2 war jeweils ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Die Jury entschied, zwei verschiedene Architekten mit der Realisierung der beiden Baukörper MI 3.1 und 3. 2 zu beauftragen.
Die Mischgebiete MI 1 und MI 2 grenzen an den Nordhafenplatz. Die Gebäude werden von gmp Architekten realisiert. Das Mischgebiet MI 3 besteht aus den beiden Baukörpern MI 3.1 und MI 3.2, von denen einer an den Dreiecksplatz im geografischen Zentrum des Quartiers angrenzt. Der Bau am Dreiecksplatz wird von Collignon Architekten ausgeführt, während ROBERTNEUN Architekten den nördlich anschließenden Baukörper realisiert. Baubeginn ist ab Anfang 2019.

Der Entwurf von gmp Architekten sieht zwei helle, städtisch anmutende Gebäude vor, die jeweils in den Gebäudeblöcken klar differenzierte, unterschiedliche Einheiten für Wohnen und Gewerbe vorsehen. Die Fassaden aus hellem grau-silber Ziegel sind auf Basis eines Rasters in variierenden Formaten geplant. Textile Rollos aus Bronze- und Messingtönen sowie Brüstungen aus Messing schaffen Akzente in warmen Farben. Beide Gebäude bilden Turmgeschosse aus.

Collignon Architekten überzeugten die Jury mit einem Bau, dessen gerasterte Fassade aus Faserbetonbekleidung mit hohem Weißanteil besteht. Im Erdgeschoss zum Dreiecksplatz sind Kolonnaden vorgesehen. Nach außen bildet das Gebäude M 3.2 Loggien aus, zum Innenhof sind Balkone vorgesehen. Die Fassade des Wohnbereichs ist durch nach innen gedrehte, geschlossene Außenwandpaneele deutlich vom Gewerbeteil abgesetzt.

ROBERTNEUN Architekten, die nach einem früheren Wettbewerbsverfahren bereits mit der Planung des Sondergebiets am Dreieckplatz beauftragt wurden, erhielten für ihre Planung des Mischgebiets MI 3.1 ebenfalls einen ersten Preis. Die Gebäudefassaden zum Stadtraum bestehen aus vorgehängten Betonfertigteilen mit vertikal betonten Fensteröffnungen. Die Erdgeschossbereiche sind als „urbaner Sockel“ mit einem durchgehenden Band von Gewerbeeinheiten konzipiert.
Für die drei mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwürfe hat die Jury Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung ausgesprochen.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, zeigte sich erfreut über den Ausgang des Wettbewerbs: „Im Kontext der bereits bestehenden Planungen und vor allem bezogen auf die urbane Qualität der Freiräume durch einen hohen Anteil an attraktiven, das Quartier belebenden Erdgeschossnutzungen, überzeugen die prämierten Entwürfe durchweg. Mit dem Abschluss aller Wettbewerbe für das Quartier Heidestraße ist es uns gelungen, eine hohe architektonische Qualität, unterschiedliche Wohnformen und einen vielfältigen Nutzungsmix im gesamten Gebiet als Voraussetzung für einen lebenswerten Stadtteil zu sichern. Das Land Berlin, der Projektentwickler und alle Planungsbeteiligten haben konstruktiv gearbeitet, einander zugehört und auch produktiv gestritten. Somit haben sich die Wettbewerbsverfahren einmal mehr als sehr gutes Instrument der Qualitätssicherung bewährt. “

Thomas Bergander, Geschäftsführer der Taurecon Real Estate Consulting GmbH, die das Quartier entwickelt, ergänzte: „Das Quartier Heidestraße nimmt nach Abschluss der Wettbewerbe im gesamten Zusammenhang Gestalt an. Mit seiner eindeutigen Identität wird es zur Qualität der Europacity beitragen, auch weil Mieter und Gewerbetreibende ideale Bedingungen vorfinden werden. Für die angenehme, offene und ergebnisorientierte Zusammenarbeit während der Wettbewerbe möchte ich allen Beteiligten danken.“

Der Wettbewerb erfolgte in Form eines nicht offenen Realisierungswettbewerbs (Einladungswettbewerb). Er wurde vom Auslober, der Quartier Heidestraße GmbH, in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirk Mitte und der Architektenkammer Berlin durchgeführt. Die Auslobung und Vorprüfung des Wettbewerbs erfolgte durch Drees & Sommer Berlin. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden aus 13 Beiträgen ermittelt.

Zu den Preisrichtern gehörten Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Thomas Bergander, Geschäftsführer der Taurecon Real Estate Consulting GmbH.
Das Quartier Heidestraße wird als Teil der Europacity entwickelt und umfasst als gemischtes Stadtquartier auf ca. 85.000 m2 Grundstücksfläche Büros, Einzelhandel und Wohnen. Die Entwurfsplanungen für das Sondergebiet – das Herz des Quartiers – den Gewerberiegel an der Bahn sowie für das Mischgebiet MI 4.1 sind nach entsprechenden Architekturwettbewerben abgeschlossen.








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