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23.04.2015 Münchner Marienplatz: Hugendubel zieht 2017 bei der Telekom ein

Foto: Bayerische Hausbau
Hugendubel am Marienplatz wird 2017 zeitgleich mit dem Telekom Shop neu eröffnet. Deutschlands größte inhabergeführte Buchhandlung kann das Herzstück des Münchner Familienunternehmens auf kleinerer Fläche und in neuer Form weiterführen. Die Deutsche Telekom, als zukünftiger Mieter des Gebäudes, und Hugendubel, als bisheriger Mieter, haben einen Untermietvertrag für einen Teil der Flächen am Münchner Marienplatz geschlossen.

„Dass wir nun doch eine Lösung für den Marienplatz gefunden haben, freut uns sehr“, sagt Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin. „Besonders bedanken möchten wir uns bei der Telekom, beim Eigentümer, der Bayerischen Hausbau, sowie bei der Stadt. Die jetzige Lösung wäre ohne sie nicht zustande gekommen.“

„Großer Dank gilt auch unseren Mitarbeitern und unseren zahlreichen engagierten und treuen Münchner Kunden. Wir wollen, dass Bücher in den Innenstädten bleiben und verstehen deren Schreiben, Kommentare und Unterschriftenaktionen als Bestätigung dafür“, sagt auch Dr. Maximilian Hugendubel, geschäftsführender Gesellschafter des in 5. Generation bestehenden Familienunternehmens.

„Wir freuen uns, dass wir eine für beide Seiten tragbare Lösung gefunden haben, um für Hugendubel den Traditionsstandort zu sichern. Wir schaffen für Telekommunikations- und Buchliebhaber gleichermaßen ein tolles Gesamtpaket in exponierter Lage“, sagt Albert Pott, Geschäftsführer Operatives Geschäft der Telekom Shop Vertriebsgesellschaft. „Telekom und Hugendubel arbeiten bereits im Rahmen der strategischen Partnerschaft für unseren E-Bookreader sehr erfolgreich zusammen. Damit schaffen wir eine weitere wichtige Vermarktung für tolino und die innovativen Produkte und Dienstleistungen der Telekom.“

„Über die gemeinsam gefundene Lösung und darüber, dass wir die Zusammenarbeit mit Hugendubel nicht nur am Karlsplatz-Stachus weiter fortführen, freuen wir uns sehr. Der neue Nutzungsmix ist ein Beispiel dafür, wie sich neue und bekannte Konzepte ergänzen können“, so Dr. Jürgen Büllesbach, CEO der Bayerischen Hausbau.

Hugendubel wird die jetzige Filiale am Marienplatz Ende Januar 2016 schließen. Das Haus wird dann für 1,5 Jahre umgebaut und modernisiert. Nach jetzigem Plan wollen Telekom und Hugendubel im Sommer 2017 die neuen Flächen beziehen.

Shopkonzepte: Flexible Innenraumgestaltung
Hugendubel wird eine kleine Fläche im Erdgeschoss gegenüber vom Alten Peter beziehen, welche als Eingangsbereich dienen wird und in die Verkaufsflächen im 1. und 2. Stock führen wird. Im Rahmen der im vergangen Jahr verkündeten neuen Filialstrategie setzt Hugendubel heute mehr Fokus auf beste Auswahl und beste Beratung bei kleinerer Fläche. Genau dafür wird auch der neue Marienplatz stehen.

Die Hugendubel-Filiale am Münchner Stachus wird noch in diesem Jahr modernisiert, so dass die Marienplatz-Kunden während der Umbauten im kommenden Jahr nicht nur in den Fünf Höfen sondern auch am Stachus einkaufen können.

Die Telekom wird am Marienplatz ihr „Flagship Store“-Konzept umsetzen. Diese Vorzeigeläden zeichnen sich durch ein besonderes Raum- und Service Konzept aus und bieten ein einzigartiges Einkaufserlebnis. Auf besonderen Erlebnistischen werden die Kunden das gesamte Portfolio der Smartphones und Tablets kennenlernen und ausprobieren können. Zudem gibt es unterschiedliche Themenwände in denen die Produkte auf eine ganz neue Art präsentiert werden.

Gebäudekonzept: Klassisch, schlicht und unaufgeregt
Im Zuge der Neukonzeption des Gebäudes und der damit einhergehenden Restrukturierung der Flächenaufteilung wird nicht nur die Fassade saniert, darüber hinaus wird das in den fünfziger Jahren errichtete und seither mehrfach umgebaute Gebäude auch energetisch und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Zudem wird die technische Gebäudeausstattung erneuert.

Das Gebäude bleibt dabei in seinem Volumen, seiner Kubatur und seiner Dachform unverändert erhalten – optisch wird es dagegen aufgewertet. Der architektonische Auftritt wird zurückhaltender als der bisherige gestaltet: Vorgesehen ist eine eher klassisch schlichte Fassade, die sich durch hochwertige Materialien und eine dezente Farbgebung auszeichnet. Die fast durchgehende Glasfront in den beiden oberen Stockwerken und die Panoramaaufzüge werden entfernt, die Fensteröffnungen verändert und die Fassade durch Natursteinpfeiler und Gesimse gegliedert. Die Wintergärten im fünften Obergeschoss und im Innenhof werden zurückgebaut und die Terrassen zum Rindermarkt und zum Innenhof hergestellt.

Mit den geplanten Umbaumaßnahmen soll das Gebäude auf seine ruhige, unaufgeregte Haltung aus der ersten Wiederaufbauzeit zurückgeführt und die Qualität der fünfziger Jahre, die noch im Gebäude steckt, wieder herausgearbeitet werden. Dadurch wird es sich als Bestandteil des Ensembles Altstadt am Marienplatz wieder den feingliedrigen, gut proportionierten und mit Lochfassaden versehenen Nachbargebäuden annähern und mit seinem homogenen Erscheinungsbild ein Gegenüber zu dem den Platz beherrschenden Rathaus bilden.


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