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27.04.2015 Wettbewerb für Neubauten des Bayerischen Rundfunks entschieden

1. Preis: Fritsch + Tschaidse Architekten GmbH aus München mit Jörg Stötzer, Landschaftsarchitekt aus Stuttgart
Am BR-Standort München-Freimann sollen in den kommenden Jahren neue, für trimediales Arbeiten konzipierte Gebäude entstehen. In einem einstimmig gefassten Beschluss hatte das Preisgericht unter dem Vorsitz des Kölner Architekten Kaspar Kraemer am Freitag die geeignetsten Entwürfe mit Preisen ausgezeichnet. Dabei gab es jeweils zwei erste Preise im EU-weiten Ideen- und Realisierungswettbewerb: Diese kommen von den Büros Fritsch und Tschaidse (München) und kadawittfeldarchitektur (Aachen) mit Atelier Thomas Pucher (Graz).

Der BR wird im anstehenden VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) nun entscheiden, an wen der Planungsauftrag erteilt wird.

Der Wettbewerb für das komplexe Bauvorhaben des BR war in zwei Teile gegliedert. In einem gemeinsamen Ausschreibungsverfahren wurden ein Ideen- und ein Realisierungswettbewerb veranstaltet. Im Ideenteil wurde die städtebauliche Struktur für zukünftig angedachte Einrichtungen ermittelt. Der Realisierungsteil umfasst die konkret zu realisierenden Gebäude - ein Aktualitätenzentrum mit einem multimedialen Newsroom und ein Wellenhaus, in dem die Hörfunkprogramme des Bayerischen Rundfunks ihren Sitz haben werden.

Diese Gebäude sollen nach derzeitigem Projektstand bis voraussichtlich 2021 baulich realisiert werden. Der Architekturwettbewerb wurde EU-weit ausgelobt. Von den 61 Bewerbungen wurden zehn qualifizierte Teilnehmer für den Wettbewerb ausgewählt, um anhand von unterschiedlichen Entwurfsideen über die trimediale Neuausrichtung in Freimann entscheiden zu können.

Dazu BR-Intendant Ulrich Wilhelm: "Ich freue mich über das breite Spektrum an spannenden und weiterführenden Ideen. Beide Siegerentwürfe sind sehr unterschiedlich und haben jeweils große Stärken. Die Entscheidung des Preisgerichts ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zum crossmedialen Um- und Ausbau des BR. Angesichts großer Sanierungslasten stand der BR vor der Alternative, entweder viele Millionen in die Sanierung des Altbestands zu investieren, oder gezielt für die digitale Zukunft zu bauen. Vor dem Hintergrund des ausgeprägten Medienwandels und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten fiel die Abwägung zugunsten eines Neubaus aus."

BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel fügt hinzu: "In unserer Finanzplanung werden wir Vorsorge treffen und einen Finanzrahmen von 160 Millionen Euro an reinen Baukosten ansetzen, die wir über 25 Jahre finanzieren. Gleichzeitig setzen wir aber alles daran, dass wir unter diesem Betrag bleiben werden."

Alle Preisträger und die Entwürfe sehen Sie auf der BR-Seite.



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