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05.10.2015 Bewältigung des Wohnraummangels eine der größten Herausforderungen

Der Trend der Urbanisierung setzt sich in Europa unaufhaltsam fort und führt in den Metropolregionen zunehmend zu Wohnungsknappheit. Gleichzeitig ist in den europäischen Ballungsräumen ein kontinuierlicher Mietanstieg zu beobachten. Dies sind nur einige Ergebnisse aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht „PATRIZIA Insight Europäische Wohnungsmärkte 2015/2016“ der PATRIZIA Immobilien AG. „Die Bewältigung des Wohnraummangels in den urbanen Zentren Europas gehört aktuell mit zu den größten Herausforderungen auf den europäischen Wohnungsmärkten“, sagt Dr. Marcus Cieleback, Group Head of Research bei der PATRIZIA Immobilien AG.

Zwar verzeichnete 2014 rund die Hälfte der europäischen Länder zum ersten Mal seit 2010 einen Anstieg des Neubauvolumens. Doch während in Dänemark und Schweden das Volumen bereits seit 2013 anhaltend steigt, liegt das Niveau der Neubautätigkeiten in Spanien, Italien und Irland allerdings noch fast 80 Prozent unter dem Volumen aus dem Jahr 2000. Auch die Zeiten der längerfristigen, gut abschätzbaren Preiszyklen bei Hauspreisen sind vorbei. Seit der Finanzkrise ist die Preisentwicklung in Europa deutlich volatiler geworden, die Preise haben viermal die Richtung geändert. Die mittelfristige Prognose der Hauspreisentwicklung ist damit deutlich schwieriger geworden.

Auch die Performance der Wohnungsmärkte ist je nach Land sehr unterschiedlich. Seit der Jahrtausendwende verzeichneten Großbritannien und Schweden die höchsten jährlichen Total Returns mit zwölf bzw. zehn Prozent pro Jahr, getrieben von einer sehr starken Wertentwicklung. Mit fünf bis sieben Prozent war der Total Return in Deutschland, Österreich und den Niederlanden gut halb so hoch, er bestand aber zum weitaus größten Teil aus laufenden Mieterträgen. Investoren können daher in Europa gemäß ihren Risiko- und Returnpräferenzen sehr gut diversifizieren, benötigen allerdings auch entsprechendes Know-how für erfolgreiche Investmententscheidungen.

„Grundsätzlich waren die europäischen Wohnungsmärkte selten zuvor so divergent und heterogen hinsichtlich ihren aktuellen wirtschaftlichen, strukturellen und demographischen Rahmenbedingungen“, sagt Dr. Marcus Cieleback, Group Head of Research bei der PATRIZIA Immobilien AG. „Dies verdeutlicht einmal mehr, dass lokale und nationale Faktoren in diesem Bereich einen sehr viel größeren Einfluss haben, als globale und länderübergreifende konjunkturelle Entwicklungen.“

Hinsichtlich demographischer Aspekte ähneln sich die europäischen Wohnungsmärkte und verzeichnen insgesamt eine abnehmende Zahl jüngerer sowie zunehmende Zahl älterer Menschen. Doch betont der Wohnungsmarktbericht insbesondere unter diesem Gesichtspunkt die Komplexität und Unterschiedlichkeit innerhalb Europas. So weisen Manchester, London und Kopenhagen den höchsten Anteil an jungen Erwerbstätigen unter 45 Jahren und einen geringen Zuwachs der älteren Bevölkerung auf, während sich Florenz, Bologna und Porto dagegen im europaweiten Vergleich durch einen sehr hohen Anteil von Bewohnern zwischen 45 und 65 Jahren auszeichnen.

Die vollständige Studie “PATRIZIA Insight Europäische Wohnungsmärkte 2015/2016“ finden Sie im Internet unter: www.patrizia.ag/unternehmen/research/research-publikationen



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