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22.10.2015 Sehr starkes drittes Quartal auf dem Frankfurter Logistikmarkt

In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres wurde auf dem Frankfurter Logistik- und Lagerflächenmarkt ein Flächenumsatz von 415.000 m² erfasst. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht dies einem Anstieg um gut 22 %; der langjährige Durchschnitt wurde sogar um rund ein Drittel übertroffen. Nur im Jahr 2011 konnte ein noch besseres Ergebnis erreicht werden“, erläutert Hans-Jürgen Hoffmann, Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Im bundesweiten Vergleich rangiert das Frankfurter Marktgebiet damit hinter Hamburg auf dem zweiten Platz. Mitverantwortlich hierfür war nicht zuletzt ein mit 175.000 m² Umsatz sehr starkes drittes Quartal. Selbst das bereits überproportional gute Auftaktquartal 2015 wurde damit noch einmal getoppt. Gleichzeitig stellt es eines der besten Dreimonatsergebnisse dar, das jemals registriert wurde. Beigetragen haben dazu auch einige Großabschlüsse, wie der Eigennutzerbau von DS Smith über rund 44.000 m² in Erlensee oder der Mietvertrag eines Möbelhändlers von ca. 21.000 m² in Groß Gerau. Insgesamt konnten damit im laufenden Jahr mehr Abschlüsse über 20.000 m² gezählt werden als im Vorjahr.

Zwar führen auch Ende des dritten Quartals Logistikdienstleister die Branchenverteilung mit einem Anteil von gut 43 % am Gesamtumsatz an, ihre Dominanz des ersten Halbjahres, in dem sie auf über fast 63 % kamen, haben sie aber eingebüßt. Deutlich dazu gewonnen haben demgegenüber Industrie– und Produktionsunternehmen, die mittlerweile rund 30 % zum Resultat beitragen. Diese positive Entwicklung wurde nicht zuletzt auch durch die insgesamt erfreuliche konjunkturelle Situation in Deutschland unterstützt. Den Bronzerang belegen Handelsunternehmen, die auf gut ein Viertel des Flächenumsatzes kommen und damit hinter ihrem Vorjahresanteil zurückbleiben. Alle übrigen Branchengruppen spielten bislang nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Große Abschlüsse auf dem Vormarsch, Leerstandquote bei nur noch 2,5 %

Mit einem Anteil von über 41 % am Gesamtumsatz haben sich Verträge mit mehr als 20.000 m² mit Abstand an die Spitze aller Größenklassen gesetzt. Rechnet man noch die Abschlüsse zwischen 12.000 und 20.000 m² hinzu (gut 12 %), so entfällt deutlich über die Hälfte des Ergebnisses auf das großflächige Marktsegment. Auf Platz drei findet sich die Klasse von 5.000 bis 8.000 m² mit knapp 21 %. Genauso wie in der Kategorie zwischen 3.000 und 5.000 m² hat sich hier nicht nur der relative Anteil spürbar erhöht, sondern es wurde auch absolut deutlich mehr umgesetzt. Anders stellt sich die Situation bei kleinen Verträgen bis 3.000 m² dar, die absolut gut die Hälfte eingebüßt haben.

Die ohnehin bereits sehr niedrige Leerstandsquote hat weiter nachgegeben und liegt aktuell bei nur noch 2,5 %. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht überraschend, dass der sehr gute Flächenumsatz vor allem auf einen sehr hohen Neubauanteil von über 61 % zurückzuführen ist. Moderne Bestandsflächen im großflächigen Marktsegment sind dagegen weiterhin nur vereinzelt verfügbar. Spekulative Projektentwicklungen, die im Frankfurter Umland etwas angezogen haben, profitieren hiervon und haben in der Regel bereits vor Fertigstellung einen Großteil ihrer Flächen vermietet. Der Eigennutzeranteil liegt in den ersten drei Quartalen bei gut einem Drittel. Bereits Ende 2014 hat die Spitzenmiete auf 6,30 €/m² zugelegt. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnete die Durchschnittsmiete, die mit 4,80 €/m² anzusetzen ist.

„Die Nachfrage ist weiterhin lebhaft und wird durch eine recht robuste Konjunktur unterstützt. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für das Gesamtjahr ein außergewöhnlich gutes Ergebnis ab. Sollten noch ein oder zwei größere Abschlüsse realisiert werden, besteht sogar die Chance, erstmalig die 500.000-m²-Schwelle beim Umsatz zu überschreiten und den bisherigen Rekord von 498.000 m² aus dem Jahr 2011 übertreffen zu können. Auch die im Zusammenhang mit einigen Neubauvorhaben absehbare leichte Angebotsausweitung dürfte hierbei positiv wirken und die eine oder andere bislang verschobene Vermietung ermöglichen“, so Hans-Jürgen Hoffmann.




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