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27.10.2015 Transaktionsvolumen am Studentenwohnungsmarkt verdoppelt

Das Transaktionsvolumen in deutsche Studentenwohnanlagen ist im Jahr 2014 auf 220 Mio. angestiegen, was einem Anstieg um mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr entspricht, berichtet das internationale Immobilien-Dienstleistungsunternehmen Savills im Rahmen seiner Researchanalyse World Student Housing.

Das Investmentvolumen in Deutschland ist damit das höchste in Kontinentaleuropa und rangiert weltweit auf dem dritten Platz hinter Großbritannien und den USA. Zum Vergleich: In den ersten drei Quartalen des Jahres 2015 floss allein in Großbritannien eine Rekord-Investitionssumme von $6.5 Milliarden in das Segment des Studentischen Wohnens, in den USA wurden im gleichen Zeitraum etwas mehr als $3 Milliarden verzeichnet. Circa 90 % des Transaktionsvolumens in Deutschland entfiel auf Projektentwicklungen und der hiesige Markt gerät dabei mehr und mehr in den Fokus internationaler Investoren. Das britische Unternehmen Crosslane zählte zu den ersten ausländischen Markteinsteigern, aber auch einige inländische Marktteilnehmer haben ausländische Kapitalgeber im Hintergrund.

Im Vergleich zu Großbritannien hat sich der private Markt für Studentenapartments in Deutschland deutlich langsamer entwickelt. So hatte die Konkurrenz durch die gemeinnützigen Studentenwerke einige Investoren vor einem Markteintritt abgeschreckt, jedoch konnten sich frühe Privatanbieter mit Premium-Produkten erfolgreich am Markt etablieren. Die Spitzenrendite für Premiumobjekte beläuft sich aktuell auf ca. 5 %.

„Der deutsche Studentenmarkt ist sehr dezentralisiert: mit der Ausnahme von Berlin und München haben die Top-Universitätsstädte alle weniger als 100.000 Studierende – der Großteil hat zwischen 10.000 und 50.000,” berichtet Matthias Pink, Direktor und Head of Research Germany bei Savills. Anders als in Großbritannien und Frankreich, wo sich alles auf London und Paris konzentriert, stehen Investoren in Deutschland mehrere, wenn auch kleinere, Märkte zur Auswahl.

Savills prognostiziert, dass die Chance für private Anbieter von speziell für Studenten gebauten Unterkünften rasant ansteigen wird: Bei derzeit rund 1,5 Millionen Studierenden in den 30 größten deutschen Hochschulstädten wird die Zahl der Studentenwohnplätze auf voraussichtlich rund 178,000 im Jahr 2020 ansteigen. Der private Sektor wird davon voraussichtlich mehr als 40,000 stellen, womit sich dessen Marktanteil von 6 % im Jahr 2000 auf 22 % im Jahr 2020 erhöhen wird. Internationale Studierende machen derzeit 11 % aller Einschreibungen in Deutschland aus, im Vergleich zu 17 % in Großbritannien. Aber die niedrigen Studiengebühren und Lebenshaltungskosten, gepaart mit einer der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit weltweit, einem leichten Zugang zu Arbeitsvisa und einer steigenden Anzahl an englischsprachigen Studiengängen, könnte die Zahl internationaler Studenten in den kommenden Jahrzehnten erhöhen. Savills zufolge ist Berlin die günstigste unter den weltweiten Top-Städten für internationale Studenten. So sind die Lebenshaltungskosten und Studiengebühren von etwas über $12,000 pro Jahr in Berlin niedriger als in Shanghai. München liegt im Ranking auf dem dritten Platz.

Marcus Roberts, Head of Student Investment and Development, erläutert: „Deutschland wird nach unserer Auffassung einer der Schlüsselmärkte für steigende Investmentvolumen in Studentenwohnanlagen in den kommenden Jahren sein. Während in den USA der Studentenwohnungsmarkt mittlerweile recht gesättigt ist und wir in Großbritannien Rekord-Investitionen sehen, gibt es in Deutschland noch viel unerschlossenes Potential. Markteinsteiger, die attraktive Alternativen zum öffentlichen Angebot bieten, können aus Investorensicht attraktive Mietpreise aufrufen. Dies gelingt beispielsweise International Campus, das mit ihrer Marke “THE FIZZ“ eine hohe Auslastung verzeichnen kann. Und die Dynamik sieht vielversprechend aus: Der deutsche Markt wird auch in Zukunft einen anhaltenden Anstieg an neuen, gut verwalteten Studentenwohnanlagen sehen, die den Studierenden eine Auswahl an Wohnformen bieten, die es zuvor nicht gab.”




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