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02.03.2017 Weiterer Anstieg der Zimmerpreise in den Top-8-Hotelstandorten

Andreas Ewald, Geschäftsführender Gesellschafter der Engel & Völkers Hotel Consulting GmbH (EVHC)
Die Hotelbranche in Deutschland rechnet 2017 mit weiter steigenden Zimmerpreisen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des „Sentiment Report Hotelmarkt Deutschland“ von Engel & Völkers Hotel Consulting (EVHC) und HQ plus. Der Report analysiert die Erwartungshaltung von Hotelmanagern an den Top-8-Hotelstandorten. Demnach wird für die Hotelzimmerpreise (Bruttoeinstandsrate) in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Dresden im laufenden Jahr ein durchschnittlicher Anstieg von sechs Prozent auf 120 Euro erwartet. Das höchste Wachstum wird dabei für Stuttgart mit einer Zunahme von 18 Prozent, gefolgt von Berlin mit 13 Prozent prognostiziert. „Die positive Stimmung auf Seiten der Hoteliers für 2017 bestätigt, dass Deutschland sich als einer der attraktivsten Hotelmärkte in Europa etabliert hat“, kommentiert Andreas Ewald, Geschäftsführender Gesellschafter der Engel & Völkers Hotel Consulting GmbH (EVHC), die Entwicklungserwartungen.

Der „Sentiment Report Hotelmarkt Deutschland“ kombiniert langjähriger internationaler Hotelberatungserfahrung mit innovative Datenanalysemethoden. „In der Hotellerie sind sogenannte Key Performance Indicators ein wichtiges Steuerungsinstrument. Allerdings gibt es bislang überwiegend vergangenheitsbezogene Daten. Mit HQ plus ist es uns nun erstmals gelungen, einen Blick in die Zukunft aus Marktsicht zu werfen, indem wir das Ratenmanagement nahezu aller Beherbergungsbetriebe der Top-8-Hotelstandorte analysieren“, so EVHC-Geschäftsführer Andreas Ewald. Dafür wurde gemeinsam mit HQ plus ein eigens für die Analysen programmierter Algorithmus entwickelt. Roland Hehn, Geschäftsführer von HQ plus, betont: „Die Auswertung unserer Daten und die daraus resultierenden Erkenntnisse tragen zu einer höheren Investitionssicherheit bei der Beurteilung von Hotelimmobilien, vor allem in Bezug auf Standorte, Marktchancen und -risiken, bei.“

Geringe avisierte Preisbandbreite unterstreicht die Attraktivität des deutschen Hotelmarktes

In der Detailbetrachtung der untersuchten Standorte für 2017 zeigt sich die Stärke des deutschen Hotelmarkts. Ausgenommen das Schlusslicht Dresden liegen die prognostizierten Bruttoeinstandsraten über alle Kategorien in einer Bandbreite von 117 Euro bis 140 Euro. Die Stadt München führt traditionell das Preisranking an. Danach folgen die Städte Köln, Stuttgart und Frankfurt. „Unsere Analysen decken mehr als 90 Prozent des Marktvolumens eines Standortes ab. Sie zeigen, dass in den am stärksten nachgefragten Tourismusdestinationen Deutschlands in der Breite attraktive Zimmerpreise erzielt werden. Dies ist aus Betreiber- und Investorensicht ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Attraktivität des Hotelmarkts – auch aus Sicht einer Risiko-Diversifizierung“, erläutert EVHC-Geschäftsführer Ewald.

Im Luxus-Segment trennt sich die Spreu vom Weizen

Werden die einzelnen Segmente näher betrachtet, zeigt sich, dass im Luxus-Segment die größte Spanne zwischen den Bruttoeinstandsraten angenommen wird. Während ein Gast für ein 5-Sterne-Hotel in München durchschnittlich 354 Euro im Jahr 2017 zahlen soll, werden in Dresden mit 136 Euro rund 60 Prozent geringere Preise veranschlagt. Über alle Standorte hinweg liegt die durchschnittliche Bruttoeinstandsrate für das Luxus-Segment laut der Analyse bei 223 Euro. Die erwartete durchschnittliche Bruttoeinstandsrate im Mid- bis Upscale-Segment beträgt für das Jahr 2017 über alle Standorte rund 124 Euro. Ausgenommen der Städte München (142 Euro) und Dresden (83 Euro) soll die Preisspanne lediglich in einem Bereich von 125 Euro bis 132 Euro liegen. Das prognostizierte stabile Preisniveau in dem mit Abstand größten Segment Deutschlands unterstreicht die dezentrale Attraktivität des Hotelmarkts.

Budget ist nicht gleich Budget

2017 soll ein Budget-Zimmer in den Top-8-Hotelstandorten Deutschlands durchschnittlich rund 65 Euro kosten. Allerdings reicht die Spanne von 58 Euro (für Dresden) bis 92 Euro (für München). Auch die weiteren Standorte unterscheiden sich zum Teil deutlich. Während in der Messestadt Düsseldorf ein Budget-Zimmer nur einen Preis von 61 Euro im Durchschnitt erzielen soll, wird für die Budget-Hauptstadt Berlin ein Zimmerpreis von 70 Euro prognostiziert.

Je niedriger die Kategorisierung, desto schlechter die Bewertung

Ein klarer Zusammenhang zeigt sich bei der Analyse der Gästebewertungen (auf einer Skala von 1 bis 10) je Segment. Mit 8,8 wird das Luxus-Segment über alle Standorte hinweg am besten bewertet. Danach folgen das Mid- bis Upscale-Segment mit 8,1 und das Budget-Segment mit 7,4. Im Vergleich der Top-8-Hotelstandorte wird die Stadt Dresden mit dem niedrigsten Preisniveau mit 8,5 mit Abstand am besten von Gästen bewertet (der Durchschnitt liegt bei 7,9). „Insgesamt konnten alle untersuchten Städte ihre Bewertung im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Das unterstreicht die zunehmende Professionalisierung der deutschen Hotellandschaft“, so Ewald.





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