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06.10.2015 DGNB-Platin für die neue Unternehmenszentrale der pbr AG

Fotograf Martin Schlüter
Erstmals werden im Rahmen der Gewerbe- und Immobilienmesse Expo Real in München die neu eingeführten DGNB Plaketten in Platin verliehen. Auch die neue Unternehmenszentrale der pbr Planungsbüro Rohling AG wird von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Platin-Zertifikat ausgezeichnet. Damit wird die herausragende ökologische sowie ökonomische aber auch soziokulturelle und funktionale Qualität des Neubaus gewürdigt. Dieser erreichte den hohen Gesamterfüllungsgrad der DGNB-Kriterien von über 80%. Der innovative und nachhaltige Charakter der Unternehmenszentrale zeigt sich auch daran, dass es in der Region Osnabrück das erste von der DGNB mit Platin zertifizierte Gebäude ist. Erik-Reinhard Fiedler, Mitglied des Vorstands der pbr AG, nahm die Urkunde entgegen: „Wir freuen uns, die geforderten Kriterien erfüllt zu haben und somit nicht nur unsere Positionierung zu Innovation und Nachhaltigkeit des Bauens vermitteln zu können, sondern auch unseren Mitarbeitern eine optimale Arbeitsatmosphäre zu bieten. Nicht zuletzt ist uns dies durch die Unterstützung unserer Tochter-Gesellschaft a°blue, die auf die Beratung und Dienstleistung hinsichtlich nachhaltigkeitsorientierter Planung spezialisiert ist, gelungen.“

Standortqualität

Im Januar 2014 haben die etwa 200 Mitarbeiter des Osnabrücker Architektur- und Ingenieurbüros die neue Unternehmenszentrale im Wissenschaftspark Osnabrück bezogen. Die Nähe zur Hochschule und Universität ist kein Zufall. Mit Blick auf die stetige Fortentwicklung von Kompetenzen wurde der Neubau bewusst in diesem Umfeld etabliert, so dass auch die Interaktion und Kommunikation mit Studierenden und Lehrenden erleichtert wird. Zusammen mit dem vis-a-vis entstandenen InnovationsCentrum Osnabrück markiert das neue Bürogebäude eine städtebauliche Kante, die als Eingang in das neue Quartier dient

Energetische Maßnahmen

Innovation und Nachhaltigkeit standen bei der Planung im Vordergrund. So ist die Fassade auf Rationalität und Langlebigkeit ausgerichtet. Das neue Bürogebäude übertrifft die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) um 30 % und bietet somit eine besondere ökonomische und ökologische Effizienz. Hierbei wurden unter anderem Dämmstoffstärken und –qualitäten so eingesetzt, dass die gesetzlichen Anforderungswerte deutlich unterschritten werden. Weiterhin bildet die massive Bauweise mit hohem Wärme- bzw. Kältespeichervermögen die Basis der Temperaturregulierung. Die technischen Anlagen sind so konzipiert, dass Verbrauchsdaten gezielt überwacht und ausgewertet werden können. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach deckt darüber hinaus nahezu den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens ab

Niedrige Lebenszykluskosten

Um die Lebenszykluskosten möglichst gering zu halten, wurden bereits zu Beginn der Planung alle Phasen der Immobilie (Planung, Bau, Nutzung und Betrieb, Instandhaltung, Umnutzung, Rückbau und Recycling) berücksichtigt. Da eine hohe Recyclingfreundlichkeit gleich mehrere greifbare Nachhaltigkeitsaspekte wie Lebenszyklusbetrachtung, Umwelteinwirkung, Betriebskosten beeinflusst, wurden bei der Errichtung des Neubaus ausschließlich schadstofffreie Materialien verwendet. Ein weiteres wesentliches Augenmerk lag auf der Demontagefreundlichkeit vor allem im Bereich des Innenausbaus, so dass ein leichter Rückbau von Bauprodukten oder ganzen Bauteilen und damit eine bessere Wieder- oder Weiterverwendung gewährleistet wird.

Umnutzung und Flexibilität

Bei der Konzeption der Nutzflächen wurde ein großes Augenmerk auf die Flexibilität des Gebäudes gelegt. Für den Fall einer Umnutzung kann das gesamte Gebäude mühelos in fünf verschiedene Nutzungseinheiten aufgeteilt werden und erfüllt damit auch die Anforderungen der DGNB an die ökonomische Qualität.

Soziokulturelle und funktionale Qualität

Im Hinblick auf soziokulturelle und funktionale Qualitäten bietet der Neubau vollständige Barrierefreiheit und erfüllt die hohen Anforderungen der DGNB an das Raumklima und den Nutzerkomfort. Durch textile Bodenbeläge, Akustiklochdecken und den sehr guten Schallschutz durch die Auswahl hoch schallgedämmter Bürotrennwände wird ein hoher Nutzerkomfort gewährleistet. Verbessert wird die Arbeitsatmosphäre durch diverse Aufenthaltsbereiche. So stehen den Mitarbeitern nicht nur zwei Teeküchen, sondern auch ein begrünter Innenhof auf der Dachterrasse im ersten Obergeschoss zur Verfügung. Individuell für jeden Arbeitsplatz können darüber hinaus Temperatur, Belüftung und Beleuchtung bestimmt werden. Im ganzen Haus kommen ausschließlich präsenzgesteuerte LED-Lampen zum Einsatz. Der Siegerentwurf eines Kunst am Bau-Wettbewerbs ziert den Vorplatz und das Foyer des Neubaus und wertet somit die Atmosphäre zusätzlich auf.




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