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06.05.2015 Deutscher Immobilien Kongress 2015 am 7. und 8. Mai in Berlin

Am 7. und 8. Mai diskutieren rund 450 Experten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung beim Deutschen Immobilien Kongress in Berlin über Themen, die die Immobilienwirtschaft bewegen. Der Kongress des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. und des BVI Bundesverbandes der Immobilienverwalter e.V. wird fachlich von bulwiengesa unterstützt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Im Spannungsfeld: Qualität, Quantität und Kosten“. Eröffnet wird der Kongress am 7. Mai vom Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Gunther Adler.

Der fachliche Diskurs in den Arbeitskreisen und im Immobilienverwalter-Plenum führt von der aktuellen Rechtsprechung und Miet- und Baurechtsänderungen über Klimaschutz bis hin zur Quartiersentwicklung. Vorab werden die neue bulwiengesa-Projektentwicklerstudie und die neuesten Entwicklungen im Prozess der Einführung von Zugangsvoraussetzungen für Immobilienverwalter präsentiert. Die mittlerweile neunte Projektentwicklerstudie von bulwiengesa analysiert die derzeitige Auftragslage der Immobilienbranche. Das Ergebnis zeigt: Das Projektentwicklungsvolumen in den sieben deutschen A-Städten ist gegenüber dem Vorjahr um weitere 7 Prozent auf 25,54 Millionen Quadratmeter Nutzfläche gestiegen. Damit wird ein neuer Spitzenwert erreicht. Treiber der Entwicklung ist mit einem Anteil von fast 63 Prozent erneut das Wohnsegment. "Die Nachfrage gestützt durch niedrige Zinsen und die potenziellen Erträge sind so hoch, dass Wohnprojekte im Wettbewerb um Grundstücke die anderen Nutzungsarten immer häufiger ausstechen;" begründet Andreas Schulten, Vorstand der bulwiengesa, den Trend.

Die gute Stimmungslage der Immobilienbranche wird auch von der neuen BFW-Mittelstandsumfrage 2015 bestätigt. Also alles in Ordnung? „Nein“, warnt Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. “Politik und Branche sind derzeit zwei Züge, die in unterschiedliche Richtungen fahren. Im besten Fall auf unterschiedlichen Gleisen voneinander weg, im schlechtesten Fall auf demselben Gleis aufeinander zu.“ Obwohl die Politik von bezahlbarem Wohnen und Bauen spricht, erwarten laut BFW-Mittelstandsumfrage die Immobilienunternehmen in den sieben A-Städten weitere Kauf- und Mietpreissteigerungen. Es sind vor allem die langen staatlichen Planungs- und Bauzeiten, die Energieeinsparverordnung sowie eine steigenden Zahl von Auflagen durch die Kommunen, die die Baukosten in die Höhe treiben. Der dringend benötigte Neubau im niedrigen und mittleren Preissegment sei für die Immobilienunternehmen aufgrund der staatlich verursachten, gestiegenen Baukosten wirtschaftlich nicht mehr darstellbar, so Ibel. Nur eine Reduktion der staatlichen Kostentreiber beim Neubau kann eine Umkehr bewirken. Unabdingbar ist dabei für die BFW Mitglieder die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen. „Hier muss der Staat ansetzen“, so Ibel. „Die Mietpreisbremse ist der falsche Weg – auch wenn mit der Herausnahme des Neubaus ein großes Übel beseitigt wurde.“

Thomas Meier, Präsident des BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V., begrüßt die im Regierungsprogramm verankerte Einführung von Mindestanforderungen und Pflichtversicherungen für Immobilienverwalter. Damit kommt die Politik langjährigen Forderungen des BVI Bundesfachverbands der Immobilienverwalter e.V. zumindest teilweise nach. „Fachliche Zugangsvoraussetzungen und Versicherungspflichten für Immobilienverwalter sind längst überfällig. Wohneigentum ist Vermögensbildung und bedarf deswegen adäquater Rahmenbedingungen. Die Grundlage dafür ist im Koalitionsvertrag geschaffen. Jetzt muss eine zügige Umsetzung erfolgen, damit Vermögen und Verbraucher in Zukunft in Deutschland noch besser geschützt sind. Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter nimmt dabei mit seinen verbandintern umgesetzten Pflichten zu einer Vermögensschadenhaftpflicht-, Betriebshaftpflicht- und Vertrauensschadenversicherung eine Vorreiterrolle ein.“

Der Deutsche Immobilien Kongress wird vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und vom BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter ausgerichtet.



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