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24.06.2015 Spitze der Immobilienbranche beim 25. Leipziger Immobiliengespräch

Foto Podiumsdiskussion v.l.: Steffen Hildebrand, Hildebrand & Jürgens; Dirk Henning, pwc PricewaterhouseCoopers; Burkhard Jung, Oberbürgermeister Stadt Leipzig; Claudius Nießen, Moderation (Fotoquelle: S. Willnow)
Kurz vor der Vorstellung des neuen Wohnungspolitischen Konzeptes der Stadt Leipzig traf gestern Oberbürgermeister Burkhard Jung die Spitze der sächsischen Immobilienbranche in den Räumen der Konsumzentrale. Hintergrund der Fachdiskussion waren die aktuellen Veränderungen am Wohnungsmarkt. Nach der Begrüßung durch Hausherr und Konsumvorstand Dirk Thärichen und Steffen Göpel, Vorstand des BFW Landesverbandes Mitteldeutschland und Vorstandsvorsitzender der GRK Holding AG gab Leipzigs Oberbürgermeister ausführlich Auskunft über Leipzigs Ist-Situation. „Wir können gar nicht so schnell Kindertagesstätten bauen, wie in Leipzig Kinder geboren werden“, erklärte er ein Problem. Jung rechnet damit, dass die sächsische Großstadt Ende des Jahres über 560.000 Einwohner haben könnte – darunter viele junge Familien. Eine weitere Herausforderung ist die wachsende Zahl an Flüchtlingen. In diesem Jahr werden voraussichtlich statt der geplanten 3.000 rund 4.000 Asylsuchende ankommen, die betreut und untergebracht werden müssen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion mit Dirk Henning, Leiter des Bereiches Immobilienbewertung pwc PricewaterhouseCoopers AG und Steffen Hildebrand, Geschäftsführer der Hildebrand & Jürgens GmbH aber wurde klar, dass Leipzig unabhängig seines rasanten Wachstums keine Angst haben muss, Münchner oder Hamburger Verhältnisse zu bekommen. „Leipzig wächst dynamisch. Diese Stadt ist für 800.000 Menschen konzipiert. Wir müssen jetzt nur darauf achten, dass wir nicht die Fehler anderer Städte wiederholen. Um beispielsweise bezahlbares Wohnen zu unterstützen plädiere ich für eine Grundstücksvergabe nach Konzept und nicht nach Preis“, so Steffen Hildebrand. Er überlegt sogar, eines seiner Objekte in der Eisenbahnstraße zu reaktivieren. „Im nahen Umfeld sind bereits viele Künstler da. Sie sind die Vorboten des Wandels“, betont er.

Befürchtungen einer Gentrifizierung beständen nicht. Selbst OB Jung betonte, dass die aktuellen Preissteigerungen in einigen Stadtteilen eine ganz natürliche Entwicklung sei. „Das ist eine normale Karawane, die auch wieder weiterzieht. Wir haben kein Gentrifizierungsproblem“, so das Stadtoberhaupt. Aufgrund des Wachstums will er jetzt von den Stadthäusern der Vergangenheit Abstand nehmen und mehrgeschossigen Wohnungsbau fördern.

Auch pwc-Leiter Dirk Hennig beruhigte: „Leipzig ist sehr attraktiv für Investoren aus dem Bereich Wohnen. Im Bereich der Büroentwicklung ändert sich das langsam. Die Stadt sorgt für eine geordnete Entwicklung. Das Wohnungspolitische Konzept ist da ein Schritt in die richtige Richtung.“




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