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01.12.2015 Gästeaufkommen aus Asien wird die Hotellandschaft verändern

Die rund 60 Teilnehmer des Investment Forums „German Hospitality in the Asian Century“ zu dem die internationalen Kanzlei King & Wood Mallesons Ende November namhafte Entscheider aus der Immobilienwirtschaft und der Hotellerie sowie Spitzenvertreter institutioneller Investoren eingeladen hat, waren sich unisono einig darin: „Die deutschen und europäischen Hotelmärkte stehen am Anfang eines asiatischen Reisebooms, der ob kurz oder lang auch die Hotellandschaft verändern wird.“ Die Experten ließen keine Zweifel aufkommen, dass mit dem wachsenden Gästeaufkommen aus Asien auch die Zahl der Investoren, die ihren Weg nach Europa suchen, rasant zunehmen wird. „Der chinesische Premierminister hat aktuell verlauten lassen, dass China in den nächsten fünf Jahren rund 1 Billion USD im Ausland investieren wird“, so Lin Xu, vom chinesischen Konsulat, Frankfurt. „Diesen Trend beobachten wir schon seit längerem und sind dank fundierter Asien-Expertise sowie unseres international etablierten Netzwerks bestens für die Beratung von Transaktionen mit Beteiligung asiatischer Investoren gerüstet“, betont Lars Reubekeul, Partner der Wirtschaftskanzlei King & Wood Mallesons.

„Auch chinesische Versicherung und Pensionsfonds haben die staatliche Erlaubnis erhalten, im Ausland zu investieren“, ergänzt Hui Liu, Senior Director, Colliers, München. Dabei stünden auch Hotelportfolien im Fokus, denn der Anlagedruck sei enorm. Gleichwohl sehe man derzeit noch vergleichsweisewenige direkte Immobilieninvestments, weil die Transaktionsvolumina noch nicht groß genug seien: „Chinesen investieren daher lieber in Betriebsgesellschaften“, erläutert Ascan Kókai, Director Development & Asset Management, NH Hotel Group. „Die zweite Welle chinesischer Investments in den deutschen und europäischen Hotelmarkt hat aktuell erst begonnen“, so Martina Fidlschuster, geschäftsführende Gesellschafterin der HOTOUR Hotel Consulting GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. „Auch wenn asiatische Gäste bereits heute an vielen Hotelstandorten in Deutschland die Amerikaner von der Spitzenposition verdrängt haben, so suchen chinesische Investoren und Hotelgesellschaften den Markteintritt längst nicht mehr nur für ihre Zielgruppe.“

Vielmehr gehe es verstärkt darum, entweder Marktanteile zu gewinnen oder Trophy Assets zu sichern. Eine Einschätzung, die auch Professor Dr. Wolfgang Georg Artl vom China Outbound Tourism Reasearch Institute, Hamburg/Beijing,teilt: „Chinesische Investoren schauen weniger auf Renditen. Die Investitionstreiber sind Einfluss, Trophy Assets und Marktanteile.“



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