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20.02.2017 MIPIM 2017: Wie smart sind Smart Cities?

Auf der diesjährigen MIPIM wird das Konzept „Smart Cities“, das den Bewohnern der Städte mit neuen innovativen, oft nachhaltigen Lösungen eine gesteigerte Lebensqualität über das intelligente Gebäude hinaus bietet, näher beleuchtet.

Veranstalter der MIPIM ist die Reed MIDEM, eine Tochtergesellschaft der Reed Exhibitions. Die größte internationale Immobilienmesse findet vom 14. bis 17. März 2017 in Cannes statt.

Ob intelligente Mobilität durch die Verringerung des „Suchverkehrs” beim Parken oder Apps, die Bürgern den direkten Austausch mit lokalen Behörden zu Bauvorhaben ihrer Stadt ermöglichen: Die MIPIM präsentiert viele Länder, die als Pioniere im Bereich Smart Cities gelten.

Skandinavien

Es überrascht nicht, dass die Immobilienbranche und Stadtverwaltungen bei ihrer Suche nach beispielhaften nachhaltigen Immobilienstrategien eher in Richtung Norden schauen. Wenn es um das Leben in der Stadt geht, folgen skandinavische Hauptstädte dem Motto: "Wenn Sie wollen, dass Ihre Stadt läuft, müssen Sie zuerst laufen". Damit sind sie auf dem besten Weg zur autofreien Stadt. Doch was haben sie bisher getan? Mit welchen Strategien schaffen sie eine autofreie Stadt? Diese Fragen behandelt am Mittwoch, den 15. März die Konferenz: „Towards Carfree Cities". Bestätigte Referenten sind unter anderem Hanna E. Marcussen, Vize-Bürgermeisterin für Stadtentwicklung (Oslo), Morten Kabell, Bürgermeister für Technik und Umwelt (Kopenhagen), und Roger Mogert, Vizebürgermeister für Stadtentwicklung und Kultur (Stockholm)

Auf dem Gebiet des nachhaltigen Investments können Investitionsentscheidungen nur auf Grundlage des Cashflows getroffen werden, wenn die Kosten und Einsparungen energieeffizienter Lösungen klar ersichtlich sind. Die Fallstudie „How to Optimize Energy Efficiency Investments Easily?" zeigt auf, wie ausgeklügelte Modellierungs- und Simulationswerkzeuge auch bei der Entwicklung von technisch anspruchsvollen (nahezu) Nullenergiehäusern mit begrenzten Ressourcen Kosteneinsparungen ermöglichen. Sie wird von Petteri Laaksomo und Petteri Lautso von Ruukki Construction (Finnland) Oy präsentiert.

Deutschland

Das deutsche Startup NavVis wird im Rahmen des MIPIM Innovation Forum erstmals ein völlig neues Indoor-Mapping-Gerät vorstellen, das Unternehmen und Gemeinden die Digitalisierung des Interieurs bestehender Gebäude in Rekordzeit ermöglicht. Ein Roboter-Trolley bewegt sich durch das Gebäude und scannt den gesamten Raum. Im Prozess der Digitalisierung von Gebäuden und ganzer Städte bietet diese Technologie Kommunen die Möglichkeit, Sanierungsarbeiten zu planen und im Bereich Stadtentwicklung das Baustellenmanagement auf eine neue Stufe zu heben.

Großbritannien

Im Jahr 2015 erhielt Manchesters Projekt „CityVerve“ eine Förderung von 10 Millionen brit. Pfund, um einen verbesserten Service durch Nutzung von IoT (Internet of Things) zu entwickeln. Zwei Jahre danach ziehen Chris Oglesby, CEO von Bruntwood und Nick Chrissos Head of Innovation Technology UK and Ireland von Cisco Smart Cities und Iot in Manchester am Donnerstag auf der MIPIM eine Bilanz zum Fortschritt des Projekts.

Niederlande

Wer sich für innovative Lösungen im Stadtverkehr interessiert, kommt auf der MIPIM an dem niederländischen Startup ParkBee nicht vorbei. ParkBee ist eine App, die Privatparkplätze für die Öffentlichkeit zugänglich macht und den Menschen so ein erschwingliches, einfaches Parken in „A-Lagen“ ermöglicht und Garagenbesitzern gleichzeitig zu einem zusätzlichen Einkommen verhilft. Diese nachhaltige Lösung reduziert den „Suchverkehr“, optimiert die Nutzung von Immobilien und vermeidet unnötiges Bauen. ParkBee gehört zu den Finalisten der MIPIM Startup Competition.

Frankreich

In Frankreich behandeln derzeit viele private und öffentliche Projekte das Thema Smart Cities in seiner progressivsten Form. Das private Startup Fluicity ist eine App, die als Netzwerk für Bürger fungiert. Das Ziel der App ist es, Bürger und Bürgerinnen mit ihren Gemeinden in Kontakt zu bringen, sich so wieder in der Lokalpolitik zu engagieren und durch ihre gewählten öffentlichen Vertreter am Bau der Stadt mitzuwirken.

Im öffentlichen Sektor hat Métropole du Grand Paris vor kurzem ein ambitioniertes Projekt mit einem Aufruf zur Einreichung von 61 verschiedenen Standorten initiiert, um die Metropole von morgen zu entwickeln. Diese Initiative richtet sich an alle, die an außergewöhnlichen Projekten interessiert sind: Architekten, Stadtplaner, Entwickler, Investoren, Startups und sogar Verbände oder Bürgergemeinschaften. Die Fachleute haben die Freiheit, sich selbst in Gruppen zu finden, um das Komitee mit disruptiven Ideen zu Gebäuden mit Mischnutzung, Architektur und Stadtplanung zu überraschen. Ihre Kreativität basiert auf der Bürgerbeteiligung und ihre Vorschläge können auch Themen wie Mobilität, Logistik oder sogar digitale Funktionen sowie kulturelle und sportliche Angebote aufgreifen. Die ausgewählten Finalisten werden am 1. März vor der MIPIM bekannt gegeben und einige dieser Projekte sind dann am Stand Métropole du Grand Paris zu sehen.

Luxemburg und Spanien

Wie entwickeln sich Smart Cities zu integrativen, nachhaltigen und kohäsiven Lebensräumen? Wie kann ein Land die Herausforderungen der neuen industriellen Revolution angehen? Étienne Schneider, stellvertretender Premierminister, Wirtschaftsminister sowie Minister für Innere Sicherheit und Verteidigung von Luxemburg, und ein Vertreter der Regierung von Katalonien werden am 15. März auf der MIPIM wichtige Entscheidungen für künftige Generationen vorstellen. März auf der MIPIM wichtige Entscheidungen für künftige Generationen vorstellen. Die Veranstaltung trägt den Titel: „What are the New Urban Planning Models?"






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