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11.04.2017 Kongress Finanzierung für die Real Estate Industry der BF.direkt AG

Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. Veranstalter BF.direkt AG / Foto: Vogt GmbH
Am vergangenen Donnerstag, den 6. April 2017, haben die BF.direkt AG, der Spezialist für die Finanzierung von Immobilienprojekten, und die IREBS International Real Estate Business School den 2. Jahreskongress „Finanzierung für die Real Estate Industry“ veranstaltet. Der Kongress wurde von Heuer Dialog organisiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern standen die Analyse und der Austausch über die neusten Trends und Herausforderungen in der Immobilienfinanzierung.

Initiator und Gastgeber dieser Veranstaltung waren Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG, und Prof. Dr. Steffen Sebastian, Leiter des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung an der IREBS, der sowohl Mitherausgeber des monatlich erscheinenden BF.Marktradars als auch wissenschaftlicher Berater des BF.Quartalsbarometers ist. „Der Jahreskongress hat sich mittlerweile als Branchentreff mit hochkarätiger Besetzung etabliert. Mit 150 Teilnehmern aus der Banken- und Immobilienbranche haben wir die Besucherzahl des vergangenen Jahres weit übertroffen“, so Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. Prof. Dr. Sebastian fügt hinzu: „Neben den allgemeinen politischen Risiken wirken auf die Immobilienfinanzierung vor allem auch die zunehmende Regulierung, die voranschreitenden Digitalisierungsprozesse und mögliche Zinserhöhungen.“

Den Eröffnungsvortrag hielt in diesem Jahr Bundesminister a.D. Peer Steinbrück. Er referierte über „Risiken für die Finanz- und Immobilienbranche“. Dabei betonte er die Gefahr, die von weiterhin unterkapitalisierten europäischen Banken ausgehen würde. Eine mögliche Zinswende könnte Probleme bei hochverschuldeten Unternehmen und Banken hervorrufen. Eine mögliche moderate Zinserhöhung der EZB schloss Steinbrück für Mitte nächsten Jahres nicht aus. In Bezug auf die Immobilienbranche kritisierte er vor allem die Mietpreisbremse. Sie kuriere nur die Symptome, löse aber keine Probleme. Die derzeitige Wohnungsknappheit in den Ballungszentren könne daher wahrscheinlich nur durch staatliche Maßnahmen wie einer AfA bei Mietwohnungen gelöst werden.

Daneben konnten zu den Themen wie Zinsentwicklung, Digitalisierung der Immobilien- und Finanzbranche oder Mezzanine-Kapital bei Immobilienfinanzierungen hochkarätige Referenten gewonnen werden. Maria Teresa Dreo, Bereichsleitung Immobilienkunden der UniCredit Bank AG, betonte in ihrem Vortrag, dass eine Korrektur der Immobilienpreise erst bei einer Zinswende kommen würde. „Als Finanzierer sehen wir aber keine Gefahr einer Immobilienkreditblase, auch nicht vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Zinswende“, so Dreo.

Wie sich Banken für die Zukunft des Immobilienmarkts positionieren, diskutierten Siegfried Eschen (Commerzbank AG), Francesco Fedele (BF.direkt AG), Steffen Günther (DG HYP AG) und Thorsten Schönenberger (LBBW Landesbank Baden-Württemberg). Die Experten waren sich darin einig, dass alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Blockchain oder Crowdinvesting weiter an Bedeutung gewinnen werden. Allerdings sind die sinkenden Margen ein Problem. Thorsten Schönenberger, LBBW-Bereichsvorstand Immobilien: „Wir sind overbanked. Das ist auch ein Verdrängungswettbewerb, mit dem man umgehen muss.“ Das Argument der sinkenden Margen lässt Francesco Fedele dagegen nicht gelten: „Statt sich über sinkende Margen zu beschweren, sollte man neue Produkte schaffen. Die Banken sollten sich mehr diversifizieren.“

In der Abschlussrunde der Konferenz referierten und diskutierten Dr. Peter Maser (Deloitte), Thomas Bergander (Taurecon Real Estate Consulting), Harald Decker (Talanx Immobilien Management), Michael Morgenroth (CAERUS Debt Investments) und Andreas Segal (BUWOG GROUP) über die Herausforderungen für Bestandshalter und Projektentwickler sowie den Einsatz von alternativen Finanzierungsinstrumenten.




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