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27.02.2018 Cannes: Michaelsberg in Siegburg bei den Finalisten der MIPIM Awards

Fotocredit: HGEsch, Hennef
Noch sind es zwei Wochen bis zur Mipim 2018, der weltgrößten Immobilienmesse in Cannes, die zum 29. Mal stattfindet und dieses Jahr für eine Überraschung sorgt. Unter dem blauen Himmel Südfrankreichs präsentiert sich ein unerwartetes Projekt: die Abtei Michaelsberg in Siegburg – ein Tagungshaus, das von den Architekten meyerschmitzmorkramer gebaut und für die begehrten Mipim Awards in der Kategorie „Best Hotel & Tourism Resort“ ausgesucht wurde. Eine Überraschung, denn dieses kleine, leise Projekt befindet sich im Ranking mit großen städtebaulichen Planungen und Resorts.

Der Michaelsberg, der durch Materialität, Inhalt und sensiblen Umgang gekennzeichnet ist, könnte einen Trend spiegeln. Nicht zuletzt gilt die Mipim als Vorbote und Richtungsweiser und leistete von Anbeginn Pionierarbeit. Schon früh rückte sie weltweite Tendenzen in den Fokus. Zum Beispiel die Veränderungen durch die digitale Revolution oder die Strömungen in den weltweit entstandenen Megacities. Aktuell wird auf der Mipim 2018 das Leben in den Städten im Jahr 2030/ 2050 untersucht, das sich durch das Anwachsen der Weltbevölkerung radikal verändern wird.

Zu diesen großen Trends wird zugleich die Gegenbewegung der kleinen, auf Augenhöhe entwickelten Projekte, herausgehoben. „Mit dem Generalvikariat des Erzbistum Köln haben wir sicher keinen „Player“ der Immobilienbranche als Bauherren“, berichtet Caspar Schmitz-Morkramer, Architekt und geschäftsführender Gesellschafter von meyerschmitzmorkramer. „Wir sind aber der Meinung, dass das Haus die Aufmerksamkeit der Immobilienbranche verdient, weil es sich um ein besonderes Projekt handelt. Es zeigt, wie spannend der Umgang mit historischem Bestand ist und dass Architektur in einer lauten Zeit nicht zugleich allen Trends unterliegen muss.“

Die Geschichte der früheren Benediktinerabtei in Siegburg wurde von meyerschmitzmorkramer mit einem modernen Neubau weiter geschrieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel weihte das einstige Benediktinerkloster im letzten Frühjahr ein, bevor der neue Standort mit Tagungshotel durch das Katholisch-Soziale Institut bezogen wurde.

„Für uns war es wichtig, die berühmte Silhouette der Abtei nicht zu verändern,“ unterstreicht Architekt Caspar Schmitz-Morkramer. „Wir wollten keine stilistische Spielerei, sondern ein klares Gebäude schaffen, das Ruhe und Spirituelles mit Architektonischem vereint.“

So vermittelt der Michaelsberg einen Spannungsbogen, der auch in Cannes interessierte. Holger Meyer, Architekt und geschäftsführender Gesellschafter von meyerschmitzmorkramer ergänzt: „Vielleicht fällt unter all den "flashy projects", die für den Mipim Award nominiert sind, gerade der Michaelsberg durch seine Unaufgeregtheit auf. Aber das entscheiden die Messeteilnehmer und die Jury.“
Die Aufgabe der internationalen Juroren ist keine leichte: Insgesamt bewarben sich 227 Projekte aus 55 Ländern um einen der Awards. 44 Finalisten wurden für den Mipim Award 2018 ausgesucht, der nun auf der Messe am 15. März von Jury und Fachpublikum verkündet werden wird.







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