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08.03.2018 Global, Digital, Mobil – Perspektiven der Immobilienwirtschaft

Rund 220 Teilnehmer aus Politik, Immobilienwirtschaft und Wissenschaft trafen sich gestern zum Immobilientag NRW in Düsseldorf. Unter dem diesjährigen Titel „Perspektiven 2018“ referierten u. a. Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a. D., NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Prof. Dr. Tobias Just von der IREBS Akademie.

Fokus der jährlich vom BFW NRW veranstalteten Konferenz liegt auf den Megatrends der Branche. In vier Foren referierten und diskutierten die Besucher über Cradle-to-Cradle, Smart Meter Rollout, Mobilität der Zukunft und natürlich die Digitalisierung.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Tobias Just, Geschäftsführer der IREBS Immobilienakademie zu der Frage „Wie irrational sind Immobilienprofessionals?“. Anhand interaktiver Tests mit den Zuhörern demonstrierte er die Menschlichkeit, und somit Beeinflussbarkeit der Professionals. Eine augenscheinlich seriöse Falschinformation könne auch erfahrene Immobilienprofis in die Irre führen. Selbstüberschätzung führe oft zu Fehlentscheidungen. Es sei deshalb unabdingbar, wichtige Entscheidungen durch rationale computergestützte Analysen vorzubereiten, aber die Intuition dabei nicht zu vernachlässigen.

Ein intellektuelles Highlight bot Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestags a. D.. Aus über 4O Jahren in der aktiven Politik zog er zu Digitalisierung und „Demokratie in Zeiten der Globalisierung“ folgenden Schluss: „Nicht jede Veränderung ist eine Innovation. Nicht jede Innovation eine Errungenschaft. Vielleicht müssen wir wieder lernen zu unterscheiden“. Die Globalisierung sei, ob man sie nun befürworte oder nicht, „durch ihre bloße Existenz schon unausweichlich“.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW, erläuterte in einer Talkrunde zum Abschluss des Immobilientages, welche Bedingungen für ein gutes Klima für Bauen in Nordrhein-Westfalen notwendig sind. Die umfangreiche Anpassung der Landesbauordnung an die Musterbauordnung werde dazu beitragen, dass Bauen einfacher werde. Angesprochen auf hohe Baulandpreise will die Ministerin die über diverse Landesinstitutionen verteilten landeseigenen Grundstücke zusammenführen, um mehr Flächen für Wohnungsbau identifizieren zu können. Dazu gehöre auch eine systematische Analyse aller ÖPNV-Strecken, um auch Wohnstandorte abseits der Ballungsgebiete weiter zu entwickeln.

Martin Dornieden, Vorsitzender des BFW NRW resümierte: „Der Immobilientag war dieses Jahr durch die Qualität der Redner ein absoluter Erfolg. Darauf bin ich nicht nur im Amt als Vorsitzender stolz, ich freue mich auch als Unternehmer. Der Tag hat nicht nur in immobilienwirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht die Perspektiven 2018 für die Branche in Nordrhein-Westfalen aufgezeigt. Vieles davon wird uns mit Sicherheit langfristig beschäftigen.“


Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört.

Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50% des Wohnungs- und 30% des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14% des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

Der BFW NRW vertritt die Interessen von 200 Mitgliedern und ist als Unternehmerverband der Ansprechpartner für wohnungs-wirtschaftliche und wohnungs-politische Fragestellungen.






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