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08.06.2018 15. DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft verliehen

Fotoquelle: Aareon AG. Fotograf: Christian Klant, Mainz
Aareon und das Fachmagazin DW Die Wohnungswirtschaft haben zum 15. Mal den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft verliehen. In diesem Jahr stand der Preis unter dem Motto „Gegen die Klimaplanwirtschaft: intelligente Lösungen statt noch mehr Regulierung“. Axel Gedaschko, Präsident des GdW und Schirmherr des DW-Zukunftspreises, überreichte am Galaabend des Aareon Kongresses die Trophäen an die Preisträger.

Ausgezeichnet wurden drei Unternehmen, die mit integrierten und innovativen Konzepten einen großen Beitrag zur Ökobilanz geleistet haben: Hilfswerk-Siedlung GmbH, Berlin, KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt, und wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen, Nürnberg.

Die Hilfswerk-Siedlung GmbH, Berlin, wurde für ihr Projekt „HWS-Forst“ ausgezeichnet. Bei dem wirtschaftlich rentabel betriebenen Projekt geht es um die nachhaltige Bewirtschaftung eines rund 300 Hektar großen eigenen Waldstücks. Ziel des Projekts ist, den durch die Hilfswerk-Siedlung GmbH verursachten CO2-Ausstoß zu kompensieren. Mit dem HWS-Forst konnte die CO2-Bilanz um fast 1500 t/Jahr gesenkt werden. Diese Leistung wurde aufgrund genauer Analysen des aktuellen Status mit Hilfe des Thünen-Instituts für Waldökosysteme berechnet. Neben den Effekten für die Umwelt entsteht durch die Wirtschaftlichkeit des Projekts ein sinnvolles Geschäftsfeld für die Hilfswerk-Siedlung GmbH. Darüber hinaus bedeutet der stabile Holzpreis eine dauerhafte Wertsteigerung des Waldes.

Die KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt – eine Beteiligungsgesellschaft der Stadt Frankfurt am Main und der BSMF Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH – hat die Auszeichnung für ihr „Energieplus-Projekt Kamelienstraße – Wärmeversorung durch Kombination erneuerbarer Energiequellen“ erhalten. Beim Bau von 56 Wohnungen in Passivhaus-Bauweise wurden unterschiedliche Konzepte aus dem Bereich erneuerbarer Energien und verschiedene Speichertechniken in eine Gesamtlösung integriert. Die Gesamtanlage, ein korrespondierendes hydraulisches System, besteht aus einer 400 m2 Solarvoltaikanlage, sechs Helix-Sonden-Feldern, einer Groß-Speicheranlage mit Unterstationen und einem Eisspeicher in Kombination mit Sole-Wasser-Wärmepumpe. Die Anlage ist an das Nahwärmenetz des örtlichen Energieanbieters angeschlossen. Überschüssige Wärmemengen können eingespeist und bei Bedarf kann auch Wärme bezogen werden. Darüber hinaus steht den Bewohnern ein eCar-Sharing-Angebot zur Verfügung.

Die wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen hatte ihre Bewerbung mit dem Titel „Von der EnEV-basierten Gebäudemodernisierung zur nachhaltigen energetischen Quartiersentwicklung – Der Weg zur intelligenten Lösung“ überschrieben. Dabei geht es um ein energetisches Quartierskonzept unter Berücksichtigung des ganzheitlichen Ansatzes von modifizierten energetischen Standards, regenerativer Energieerzeugung, intelligenter Verbrauchssteuerung und digitalisierter Datenauswertung. Das Unternehmen denkt nicht in Gebäuden, sondern in Quartieren und bevorzugt intelligente Lösungen statt noch mehr Regulierung. Das Konzept findet Anwendung zum Beispiel in der Kernwohnanlage Sündersbühl und bezieht Bestandsgebäude und Ersatzneubauten mit ein. Die wbg Nürnberg GmbH treibt seit vielen Jahren das Thema Energieeinsparung voran. So ging der Endenergiebedarf des gesamten wbg-Bestands von 1990 bis 2017 um fast 30 Prozent zurück. Die CO2-Emissionen konnten um mehr als 76 Prozent reduziert werden.









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