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03.05.2019 Internationales Architekturfestival in Jena-Lobeda gestartet

Seit gestern treten in Jena-Lobeda drei Tage lang zehn Teams mit 120 Teilnehmern an. Ihre Aufgabe: Innerhalb von 72 Stunden sollen die Gruppen an zehn ausgewählten Orten in Jena-Lobeda bauliche Lösungen realisieren – und damit neue Treffpunkte für die Anwohner des Stadtteils schaffen. Die Einsatzorte und die Teamzusammensetzung wurden am Nachmittag des 2. Mai erstmals bekannt gegeben.

Das Format geht zurück auf die Idee zweier israelischer Architekten und Kuratoren, die mit dem Festival bereits weltweit Stadtplanung in Echtzeit erlebbar gemacht haben.
„Lobeda ist ein lebenswerter Ort, bei dem Eigen- und Fremdwahrnehmung sehr stark auseinanderklaffen“, sagt Jonas Zipf, Werkleiter bei JenaKultur, der das Projekt nach Jena geholt hat. Das Festival 72HUA ermöglicht Stadtentwicklung als aktiven Prozess und bezieht Architektur und Kunst in städtebauliche Entwicklungen ein. Die aktive Teilnahme von Anwohnern und internationalen Gestaltern soll den Blick schärfen.

Laut den Initiatoren verbessert das Projekt auch die Kommunikationsfähigkeit zwischen den Beteiligten. Bestehende Strukturen werden im Rahmen des Formats gesprengt. Dies hat oftmals nachhaltig und weit über das Festival hinaus positive Auswirkungen auf den Umgang zwischen Akteuren und Ämtern – da die Sprechfähigkeit zunimmt.

Für die Stadträtin und Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Elisabeth Wackernagel ermöglicht das Festival eine Umkehr von Prozessen. „Bei dem Festival wird nicht geplant und von oben entschieden, sondern die Stadt gemeinsam und ohne bürokratische Hürden entwickelt.“ Jena zeigt mit dem Projekt, wie weltoffen, jung und international die Stadt ist. „Menschen jeden Alters, mit verschiedensten beruflichen Hintergründen und aus 26 Nationen nehmen an 72 HUA teil. Das Festival stärkt die zivilgesellschaftliche Teilhabe und wirkt damit langfristig in unserer Stadt”, erklärt der Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche.

Während des Festivals gibt es ein begleitendes Rahmenprogramm. Es finden Ausstellungen, Konzerte, Workshops und Touren statt. Folgend einige der Termine:

• Eröffnungszeremonie, Auslosung der Einsatzorte und Wettbewerbsstart, KuBuS
Donnerstag, 02.05. um 15:30 Uhr
• Preisverleihung mit anschließender Party, KuBuS
Sonntag, 05.05. um 18 Uhr
• Publikumspreis
Sonntag, 05.05. um 18:30 Uhr
• Geführte Touren durch das Festival-Camp und zu den zehn Bauorten:
Freitag, 03.05. um 16 Uhr
Samstag, 04.05. um 12 Uhr und 18 Uhr
Sonntag, 05.05. um 12 Uhr und 14 Uhr
• Urban Action Party
Sonntag, 05.05. ab 19 Uhr – OPEN END








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