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16.05.2019 Badischer Architekturpreis für Prof. Dr. Hubert Burda

V.l.: Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und Schirmherr des Badischen Architekturpreises, Prof. Dr. Hubert Burda und Initiator Jürgen Grossmann. Fotos: Iris Rothe
Der Offenburger Verleger Prof. Dr. Hubert Burda ist der erste Preisträger des von Jürgen Grossmann gestifteten Badischen Architekturpreises. Burda hat am Mittwoch den Ehrenpreis für identitätsstiftende Architektur erhalten, mit dem sein Wirken als Bauherr und Auftraggeber gewürdigt wird. „Was der Eiffelturm für Paris oder die Oper für Sydney sind, das sind Media Tower und Medienpark für Offenburg“, sagte Landrat Frank Scherer, der Schirmherr des Architekturpreises.

„Der Ehrenpreis für identitätsstiftende Architektur – das ist die Champions League der Architektur,“ sagte Scherer vor geladenen Gästen während der in kleinem Rahmen gehaltenen Feier im Offenburger Stammhaus der Familie Burda.

Der in den 60er-Jahren erbaute Hubert Burda Media Tower ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt. „Mit diesem Gebäude änderte sich Offenburgs Selbstverständnis grundlegend. Hier gingen Bundeskanzler und Weltstars ein und aus und hier haben auch Kreative, Unternehmer und Politiker aus der Region ihren Blick weiten können, so wie die Familie und das Unternehmen Burda, tief verwurzelt im badischen Boden, immer über den Tellerrand hinausschauten.“, erklärte Scherer.

Prof. Dr. Hubert Burda setzte die von seinem Vater Franz und Mutter Aenne begonnen Familientradition fort: wenn gebaut wurde, dann richtig und mit den besten Architekten ihrer Zeit. Ende der 1990er Jahre beauftragte Burda das renommierte Architekturbüro Ingenhoven & Partner aus Düsseldorf mit der Neugestaltung und Sanierung eines großflächigen Areals direkt hinter dem Kinzigdamm. Vis-à-vis des Burda Moden-Verlags entstand der Medienpark. Hubert Burda lag viel daran, mit einem kommunikativen Architekturkonzept ein Zeichen zu setzen.

Auch die Sanierung des Media Towers ist der Verdienst des Verlegers. „Mag sein, dass es wirtschaftlicher gewesen wäre, auf die Kernsanierung des Burda Media Towers zu verzichten und das 1961 von Kurt Walker entworfene Hochhaus einfach abzureißen“, so Scherer in seiner Rede weiter. „Aber Hubert Burda hat sich zum Glück dagegen entschieden und das Düsseldorfer Büro Ingenhoven beauftragt, die 7.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche über 15 Etagen für die Anforderungen eines modernen Medienunternehmens zu rüsten.

Das ist ganz fantastisch gelungen und so haben die Offenburger dank dieser mutigen Entscheidung das weithin sichtbare Erkennungszeichen ihrer Stadt behalten und jedes Kind weiß nach langer Heimreise, jetzt bin ich wieder zuhause – das ist echte identitätsstiftende Architektur!“, betonte der Landrat.

„Hier und heute beginnt eine neue Tradition“, freute sich Hubert Burda in seiner Rede. „Identität stiften hat immer etwas mit Ästhetik zu tun. Man erinnert sich an die Berge, die Türme, die Statuen oder die Kirchen.“ Auch an die Entscheidung, das 23 Millionen Euro teure Sanierungsprojekt anzugehen, statt das Hochhaus abzureißen, dachte Burda in seiner charmant badischen Manier zurück: „Aber i hab dann g‘sagt: Des isch doch wie wenner im Gsicht a Baggezahn einschlaged. Da isch a Loch – da fehlt ebbes. Und es war a relativ teurer Zahn, … aber es ist sehr schön geworden – sehr nobel.“

„Die Familie Burda setzt in ihrer Heimatstadt Offenburg seit Jahrzehnten Maßstäbe in Sachen Architektur. Damit haben die Burdas das Bild Badens ganz maßgeblich geprägt“, so Jürgen Grossmann. Der Initiator und Stifter des Badischen Architekturpreises übergab die Trophäe persönlich. „Das Burda-Ensemble ist identitätsstiftend für die gesamte Region, ein Wahrzeichen der Stadt und für viele Badener ein Inbegriff von Heimat. Zudem zeugen all diese Gebäude von großem gestalterischem Feingefühl.“

Auch Hubert Burdas aktuelles Engagement für seine Heimatstadt würdigten Grossmann und Scherer: Seit einigen Jahren arbeitet man mit lokalen Partnern daran, den Stadteingang weiter zu entwickeln: „Das Kronenwiese-Areal auf dem Gelände der alten Druckerei ist Heimat für Hunderte geworden. Damit knüpft man auf moderne Weise an eine alte Burda-Tradition an, die mit der Franz-Burda-Siedlung in Albersbösch seinen Anfang nahm“, so Scherer.

„Ich habe mir so viele Gedanken gemacht, was auf dem Gelände passieren soll“, sagt auch Burda. „Bis die Hurrle Gruppe mit der Idee kam. Die Entwicklung auf dem Kronenwiesenareal und was dort entstanden ist, sind ganz großartig.“






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