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10.03.2017 EM²N Architekten überzeugen im Wettbewerb Quartier Heidestraße

Fotocredit: EM²N Architekten
Im Architekturwettbewerb für das Gewerbegebiet des Berliner Quartier Heidestraße ist der Entwurf des Architekturbüros EM²N Architekten (Zürich) zur Realisierung empfohlen worden. Die Auslobung galt für den Gewerberiegel im Westen des Areals, das von den Gleisen der Bahntrasse begrenzt wird. Die Grundfläche des Gebiets beträgt ca. 28.300 m². Auf rund 114.000 m² BGF entstehen Büro- und Gewerbeflächen sowie ein geringer Anteil an Einzelhandel. Aufgabe war es, ein nutzungsgerechtes architektonisches Konzept mit deutlicher Adressbildung, klarer gestalterischer Haltung und hohem Wiedererkennungswert zu entwickeln.

EM²N Architekten überzeugten die Jury mit einem Riegel, der zehn verschieden gestaltete Gebäude miteinander verbindet, von denen fünf als hohe 12-Geschosser Akzente in der horizontalen Struktur setzen. Die helle Fassade aus Betonfertigteilen nimmt Elemente der Berliner Industriearchitektur auf. An mehreren Stellen sind Loggien als Fassadeneinschnitte vorgesehen, Atrien und Balkonzonen öffnen sich ebenfalls zum Außenraum.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zeigte sich erfreut über den Ausgang des Wettbewerbs: „Dieses Gebäude bezieht sich sehr überzeugend auf das gesamte Quartier. Wenngleich in Gänze Büro - und Gewerbenutzungen vorbehalten, denkt es Arbeiten und Wohnen doch zusammen und bietet ein zeitgemäßes Angebot an Co-Working-Spaces, offenen Bürolandschaften – eben genau das, was die Kreativ- und Innovationswirtschaft nachfragt. Der Gebäuderiegel tritt durch seine städtebauliche Grundstruktur in einen Dialog mit den Wohngebäuden. Die klare, ansprechende Architektursprache spiegelt die industrielle Vergangenheit des Ortes wider. Trotz der Dimension des Gebäuderiegels gelingt eine übersichtliche Adressbildung für die verschiedenen Bereiche".

Thomas Bergander, Geschäftsführer der Quartier Heidestraße GmbH, erklärt: „Dieser gelungene Entwurf macht Angebote für verschiedenste Bedarfe und Unternehmensgrößen. Von der Unternehmenszentrale bis zum Co-Working-Space bietet es den Nutzern maßgeschneiderte Strukturen. So wird es hier möglich, Bürowelten zu errichten, die ebenso zukunftsweisend wie nutzerfreundlich sind“.

Die Gewinner des Wettbewerbs wurden aus zehn Beiträgen ermittelt. Den 2. Preis erhielt das Berliner Büro Eller + Eller, mit dem 3. Preis wurde der Entwurf von gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner International (Berlin) ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde vom Auslober, der Quartier Heidestraße GmbH, in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirk Mitte und der Architektenkammer Berlin durchgeführt.

Teilgenommen haben neben den drei Gewinnern die Büros ASTOC - Architects and Planners (Köln), Barkow Leibinger Gesellschaft für Architekten (Berlin), Diener & Diener Architekten (Berlin), KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS (Hamburg), LAVA (Berlin), LOVE architecture and urbanism ZT (Berlin) sowie Sauerbruch Hutton Architects (Berlin). Die Auslobung und Vorprüfung des Wettbewerbs erfolgte durch Drees & Sommer Berlin.

Zu den Preisrichtern gehören Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat von Berlin-Mitte und Thomas Bergander, Geschäftsführer der Quartier Heidestraße GmbH.

Das Quartier Heidestraße wird als Teil der Europacity entwickelt und umfasst als gemischtes Stadtquartier auf ca. 85.000 m² Grundstücksfläche Büros, Einzelhandel und Wohnen. Aus einem ersten Architekturwettbewerb für das Sondergebiet des Quartiers ging das Berliner Büro ROBERTNEUN als Sieger hervor.




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