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10.04.2017 Leuchtturmprojekt für Bremen: Schuppen 3 nimmt Fahrt auf

Bildnachweis: ASSET Gruppe
Ein Meilenstein in der Bremer Stadtentwicklung nimmt Gestalt an – das Großprojekt „Schuppen 3“ am Europahafen mit einem Investitionsvolumen von rund 175 Millionen Euro geht in die Realisierungsphase. Nachdem die Überseestadt Schuppen 3 Grundbesitz GmbH, ein Unternehmen der ASSET Firmengruppe, den historischen Lagerhauskomplex im Sommer 2016 von der Stadt Bremen erworben hatte, folgte am vergangenen Freitag der Startschuss für den ersten der insgesamt vier geplanten Architekturwettbewerbe. Der Baubeginn für die ersten Wohnungen auf dem Areal ist für Herbst 2018 geplant.

Renommierte Architekten als Wettbewerbsteilnehmer

Das größte und zugleich anspruchsvollste Projekt der nächsten Jahre umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 65.000 qm mit vorgesehenen Nutzungsmöglichkeiten für Büro, Handel, Dienstleistungen und vor allem Wohnen. Auf rund 49.000 qm entstehen im Rahmen einer urbanen Quartiersentwicklung rund 500 Wohnungen – alle mit Wasserblick. Neben den südlich ausgerichteten Eigentumswohnungen direkt am Europahafen ist versetzt in zweiter Reihe der Bau von rund 165 öffentlich geförderten Mietwohnungen geplant. Die Architektur der einzelnen Gebäude-Ensembles wird aus insgesamt vier Einzelwettbewerben sowohl mit regional als auch national und international renommierten Architekten hervorgehen. Ein jeweils integrierter Freiraum-Wettbewerb sorgt zudem für eine äußerst attraktive Außengestaltung des Quartiers. In der letzten März Woche wurde mit dem Wettbewerb für den Architekturentwurf des verbleibenden gewerblichen „Schuppen 3“ begonnen. „Im ersten Bauabschnitt des Gesamtprojektes werden die beiden Gebäude für den geförderten Wohnungsbau errichtet. Mit Fokus auf der Schaffung von sowohl frei finanziertem als auch öffentlich gefördertem Wohnraum werden wir einen vielschichtigen Angebotsmix realisieren – optional auch für die Zielgruppe der Familien mit Kindern, Paare und Singles“, berichtet Ingo Damaschke, geschäftsführender Gesellschafter der ASSET Firmengruppe. Auch eine Kindertagesstätte sei auf dem Areal geplant – die Mietvertragsverhandlungen mit dem zukünftigen Betreiber stehen bereits kurz vor Abschluss.

Geförderter Wohnungsbau mit Wasserblick sorgt für positive Impulse

„Ein urbaner Stadtentwicklungsbaustein, der maßgeblich die zukünftige Entwicklung sowohl der unmittelbaren Umgebung als auch der gesamten Überseestadt prägen wird“, beschreibt Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter der Robert C. Spies Gruppe, das wegweisende Großprojekt. So sei auch direkt gegenüber des Areals vom Schuppen 3 die Ansiedlung eines Vollsortimenters im Lebensmittelbereich durch die Wirtschaftsförderung Bremen geplant. „Erstmalig entsteht hier in Bremen öffentlich geförderter Wohnungsbau mit einer begehrten Süd-West-Ausrichtung und Blick auf das Wasser“, betont Lütjen, der auch einer der Initiatoren des Projektes ist. So hat das Immobilienunternehmen vor etwa zwei Jahren nicht nur die kommunale Wirtschaftsförderung und den Investor zusammengebracht, sondern begleitet nach wie vor beratend die erforderlichen Abstimmungsprozesse zwischen der Stadt sowie der ASSET Firmengruppe und wird sich darüber hinaus um die Vermittlung der Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen kümmern.

GEWOBA übernimmt den Anteil der rund 165 geförderten Mietwohnungen mit 15.700 qm Bruttogeschossfläche

Die Übernahme des gesamten Anteils an gefördertem Wohnungsbau durch das in Bremen ansässige Wohnungsunternehmen GEWOBA konnte im März 2017 vor dem Notar besiegelt werden. In den beiden Mehrparteienhäusern sind Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen geplant. „Mit der GEWOBA haben wir einen etablierten, verlässlichen und vor allem kompetenten Partner bei der weiteren Realisierung des Großprojektes an unserer Seite“, freut sich Ingo Damaschke über den erfolgreichen Abschluss. Mit einer Quote geförderter Wohnungen von über 30 Prozent hat der Investor den laut Senatsbeschluss geforderten Anteil von 25 Prozent sogar noch deutlich übertroffen.

Leuchtturmprojekt für Bremen

Bis Anfang Dezember 2017 sollen die vier Architekturwettbewerbe abgeschlossen sein: Für die Eigentumswohnungen direkt an der Promenade zum Europahafen; für den sogenannten „Hochpunkt“, einem prominent platzierten Wohngebäude mit 13 Geschossen; für den geförderten Wohnungsbau und für den verbleibenden „Schuppen 3“, dem gewerblichen Teil an der Grundstücksgrenze Richtung „Schuppen 1“. Für letzteres Gebäude bleiben von der traditionellen Bausubstanz des rund 400 Meter langen Kerngebäudes etwa 115 Meter und die Kranbahn als Wahrzeichen erhalten. Neben einem Ankermieter aus der Dienstleistungsbranche und der Kindertagesstätte mit 100 Plätzen sollen sich hier insbesondere kleinere Unternehmen und Start-ups aus der Gründerszene, Ateliers aus der Kreativszene sowie Gastronomiebetriebe ansiedeln. Eine Fachjury wird aus städtebaulicher Sicht dafür sorgen, dass aus den vier Siegerentwürfen schließlich auch ein stimmiges Gesamtbild hervorgeht. „Mit diesem Leuchtturmprojekt zeigt Bremen sehr eindrucksvoll, wie dynamische Stadterneuerung und urbane Stadtentwicklung gelingen kann“, resümieren Lütjen und Damaschke.





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