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12.04.2017 BORGWARD kehrt nach Bremen zurück – 140.000 m² Areal angekauft

V.l.: Martin Günthner (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen), Carsten Sieling (Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen), Ulrich Walker (Vorstandsvorsitzender der BORGWARD Group AG), Christian Borgward (Vorsitzender des Aufsichtsrats der BORGWARD Group AG). Fotocredit: BORGWARD Group AG
Die Traditionsmarke Borgward kehrt nach Bremen zurück. Der Stuttgarter Automobilkonzern plant, auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums im Bremer Westen ein 140.000 Quadratmeter großes Gelände zu erwerben. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichneten die Borgward Group AG und die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. „Mit dem Kauf des Areals gehen wir konsequent den nächsten Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie“, sagte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

„Wir heißen Borgward herzlich in Bremen willkommen“, ergänzte Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. „Das Güterverkehrszentrum Bremen bietet mit seiner hervorragenden verkehrstechnischen Anbindung optimale Standortbedingungen für das Vorhaben der Borgward Group.“ Auch Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, begrüßt das Engagement der Borgward Group an der Weser: „Wir freuen uns außerordentlich über die Standortentscheidung von Borgward. Das Land Bremen verfügt über eine große Kompetenz in der Automobilbranche und gewinnt mit Borgward eine starke Marke mit Ambitionen, im europäischen Markt eine wichtige Rolle zu spielen, hinzu.“

Auf dem Areal im Güterverkehrszentrum ist in der ersten Baustufe eine sogenannte SKD-/CKD-Fertigung für bis zu 50.000 Fahrzeuge pro Jahr geplant. Ziel ist es, dass je nach Bedarf und Nachfrage die Produktion von der SKD-/CKD-Fertigung in eine Vollproduktion umgewandelt werden kann. Neben der Fertigung sind auf dem Gelände eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum sowie ein Brand-Studio geplant. Borgward plant, bis zum Anfang des Jahres 2018 mit dem Bau zu beginnen. Die Produktion soll 2019 aufgenommen werden. Die WFB beginnt bereits im Mai mit den Sandaufschüttungen für das Grundstück, das für die Erstinvestition benötigt wird. Direkt im Anschluss daran wird die Sandaufschüttung für die Expansionsfläche veranlasst.
Seit mehr als 30 Jahren ist das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) ein Garant für Spitzenleistungen: als Investitionsstandort sowie auf dem Logistiksektor. Als Pionier der GVZ-Entwicklung wurde es Mitte der 1980er Jahre als bundesweit erstes GVZ eröffnet. Heute sind hier mehr als 150 Unternehmen mit etwa 8.000 Beschäftigten ansässig. Dabei umfasst das Areal eine Fläche von rund 500 Hektar und punktet mit seiner Trimodalität: Der Logistikstandort ist verkehrstechnisch optimal angebunden an Straße, Schiene sowie Wasser und ergänzt die infrastrukturelle Angebotspalette durch den nahe gelegenen Bremen Airport um Luftfracht.

Für die Fertigung sowie die weiteren Gebäude hat die Borgward Group bereits einen Architekturwettbewerb gestartet. „Wir wollen auch architektonisch eine Signal setzen“, sagte Walker. Wie bereits angekündigt, sollen in Bremen zunächst rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge sowie Plug-in-Modelle gefertigt werden. „Unsere Fertigung in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität“, sagte Walker. Die E-Fahrzeuge aus Bremen sind für Europa und weitere Märkte geplant.

Industrie 4.0 als Wegweiser für den Fertigungsaufbau

Die Fertigung, die Prozesse und die Einrichtungen im Borgward Werk Bremen werden sich von Beginn systemtechnisch am Industriestandard 4.0 orientieren. Im Fokus des Fertigungsaufbaus steht die intelligente „smarte“ Fabrik - der geplante Produktionsprozess wird die steigende Komplexität in der Automobilfertigung beherrschen und hocheffizient sein. Die lokale Wertschöpfungstiefe lässt sich dabei noch nicht endgültig bestimmen. Neben den bereits kommunizierten Borgward-Zulieferern wie Continental, Kuka, Schäffler/SKF, BorgWarner, Webasto werden bei der Fertigung vollelektrischer Fahrzeuge Bosch und der Elektronikkonzern LG für Batterien entscheidende Rollen spielen.







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