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31.08.2017 Freiburger Fußballstadion kommt von HPP: Das Runde ist im Eckigen

Visualisierung: HPP/ WillMore
Der SC Freiburg und die Stadt Freiburg haben am Donnerstag den Siegerentwurf für das neue Freiburger Fußballstadion vorgestellt. Mit dem Stadionbau beauftragt ist das Unternehmen Köster GmbH aus Osnabrück, welches bei diesem Projekt mit der HPP Architekten GmbH aus Düsseldorf kooperiert. Ihr Entwurf sieht eine Kapazität von rund 34.700 Plätzen vor, wovon mehr als ein Drittel als Stehplätze ausgewiesen sind.

Die Heimtribüne hinter dem Tor auf der Südseite des neuen Stadions besteht aus einem Rang, wohingegen die anderen Bereiche des Stadions als Zwei-Rang-Stadion entworfen sind. Das Stadion wird im Nordwesten der Stadt im Wolfswinkel neben Flugplatz und Messe entstehen. Integriert sind die Geschäftsstelle als auch die Funktionsräume der Profi- und der U23-Mannschaft. Es hat eine Höhe von knapp 25 Metern und eine ausdrucksstarke rechteckige Grundform.

"Das neue SC-Stadion wird einzigartig und unverwechselbar. Es nach den vielen Jahren der Planungen nun präsentieren zu dürfen, erfüllt uns mit großer Freude. Das Stadion wird höchsten Ansprüchen an Funktionalität und Architektur gerecht. Was mich an dem Entwurf besonders überzeugt, ist die Tatsache, dass es sich um ein richtiges Fußballstadion handelt, bei dem man schon aus der Ferne sehen kann, wofür er steht. Das neue Stadion ist ein existenzieller Schritt für unseren Verein. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Heimat für alle SC-Fans werden wird", so SC-Präsident Fritz Keller.

"Der Entwurf des neuen Stadions zeigt schon jetzt, dass im Wolfswinkel wieder was entstehen wird, was einen ganz eigenen Charakter besitzt. Das Stadion bildet die Identität Freiburgs und des Sport-Club hervorragend ab. Es steht für Nachhaltigkeit, Offenheit, Kreativität und Bodenständigkeit", sagt Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg.

Den Leitgedanken des Entwurfes beschreibt das Architekturbüro HPP um Projektleiter Antonino Vultaggio: „Er basiert auf der architektonischen Formulierung eines identitätsstiftenden Baukörpers bestehend aus einer oktogonalen Grundform und eines orthogonalen Daches. Im Zusammenspiel mit den diagonalen Zugstützen entstehen ein dynamisches Erscheinungsbild sowie repräsentative und überdachte Zugangsräume an den Ecken. Der Bezug zum Stadioninnenraum wird bereits beim Betreten der Eingangsbereiche und der Promenade erlebbar, was die Vorfreude auf das Geschehen steigert und dazu einlädt, frühzeitig Teil davon zu werden. Die hieraus entstehende klare Formensprache schafft mit der als langsam ansteigendem Hügel modellierten Landschaft eine archetypische Grundform die von weitem als Ort des Fußballs erlebbar und von allen Seiten her barrierefrei erschließbar ist."

Zum Zeitplan: Nach sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken und abhängig vom Verlauf des Bau- und Genehmigungsprozesses, wird der Bezug des neuen Stadions zur Winterpause 2019/20 oder zum Saisonstart 2020/21 angestrebt. Dies ergab sich aus den letzten Gesprächen mit dem Bauunternehmer. Das beauftragte Totalunternehmer-Budget liegt bei 76 Millionen Euro.

Zum Bebauungsplanverfahren: Die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs ist abgeschlossen. Eingereichte Stellungnahmen und Einwendungen werden aktuell geprüft. Der Satzungsbeschluss des Gemeinderates ist für die erste Jahreshälfte 2018 vorgesehen. Vorbereitende Arbeiten am Standort Wolfswinkel sind ab Herbst dieses Jahres geplant.







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