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05.10.2017 F&B verkauft Gelände an der Eisfabrik in Berlin inklusive Konzept

Fotocredit: Deluse architects
Die F&B-Gruppe hat ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Köpenicker Straße 36 – 38 in Berlin-Mitte inklusive des Baurechtes für 300 hochwertig Wohnungen an einen privaten Investor verkauft. Die Konzeption der Immobilie direkt an der Spree und neben der ehemaligen Eisfabrik wurde in den vergangenen drei Jahren zusammen mit dem Immobilienentwickler pantera AG und dem Bauunternehmen Züblin erstellt. Der neue Eigentümer zahlt 38 Millionen Euro und will an dem Wohnungskonzept für das Areal festhalten. In den Bau soll voraussichtlich ein weiterer, mittlerer zweistelliger Millionenbetrag investiert und die entstehenden Wohnungen dann im Einzeleigentum verkauft werden.

Das gesamte Areal rund um die Eisfabrik, zu dem auch das nun gehandelte Grundstück gehört, lag über Jahrzehnte brach. Auf dem zentralen Produktionsgelände hatte der legendäre Berliner Milchhändler Carl Bolle 1896 begonnen, künstliches Stangeneis herzustellen. Nachdem 1995 die Ära der Kühlhäuser endete und die Gebäude leer geräumt wurden, verfiel das Produktionsgelände und auch auf den umliegenden Flächen wurden keine Projektentwicklungen umgesetzt. Trotz der Lage direkt an der Spree und der guten Verkehrsanbindung wurden entsprechende Planungen immer wieder verworfen. Die Vorhaben galten als nicht aussichtsreich genug.

Gegen Skepsis und Vorbehalte durchgesetzt

„Nachdem wir das 10.000 Quadratmeter große Grundstück von der Hochtief-Tochter Alex-Bau erworben haben, starteten wir im Jahr 2014 gemeinsam mit der pantera AG die Konzeption“, berichtet Bernd Ehret, Geschäftsführer und Inhaber der F&B Gruppe: „Auch uns begegnete dabei viel Skepsis, wir mussten gegen Vorbehalte und Widerstände kämpfen. Doch unser Durchhaltevermögen hat sich gelohnt. Nachdem neben der F&B auch einige andere Entwickler nicht aufgegeben haben, scheint jetzt der Durchbruch für die Gegend gelungen.“ Der von Ehret beantragte Bauvorbescheid fiel positiv aus, der Bauantrag ist gestellt: Die 300 Wohnungen sollen sich auf zwei zentrale Baukörper verteilen. Zur Fluss-Seite hin hat Ehret zusammen mit Deluse architects einen Spreehof geplant, von dem man aufs Wasser blicken kann. Weitere Innenhöfe sowie und ein begrünter Hofgarten zwischen den beiden Bauteilen sollen für besondere Wohlfühl-Zonen sorgen.

Auch auf den benachbarten Grundstücken in der Köpenicker Straße gehen die Planungen inzwischen voran. Für das zentrale Gelände der Eisfabrik hat der Entwickler Trockland ebenfalls ein Konzept vorgestellt. Bis 2020 sollen dort Mietwohnungen entstehen sowie Räume für kulturelle Institutionen und die Kreativwirtschaft geschaffen werden. „Das sorgt für eine gute Mischung. Ich bin überzeugt, dass die Gegend um die Eisfabrik in den nächsten Jahren eine der gefragten Gegenden der Stadt wird“, so Bernd Ehret: „Sobald die ersten Bagger rollen, werden weitere Entwickler nachziehen. Dafür ist die Lage am Wasser und mit der guten Verkehrsanbindung einfach zu gut.“

Bernd Ehret will kurzfristig mit dem Erlös des Geschäfts erneut in der Hauptstadt investieren: „Es gibt noch immer viele interessante Stellen in Berlin. Auch wenn viele Leute – wie bei dem Grundstück an der Eisfabrik – zunächst vielleicht wieder mit dem Kopf schütteln, werden wir wieder in die Lagen investieren, an die wir glauben. Es ist auch für die gesamte Stadt immens wichtig, dass sich solche bislang vernachlässigten Standorte irgendwann einmal entwickeln.“







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