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04.12.2017 Konfliktmanagement der Immobilienwirtschaft: Love|Peace|Happiness

V.l.: Professor Felix Meckmann, Professor Gudrun Stockmanns, Bettina Timmler und Dirk Leutbecher
Am Donnerstag den 30.11.2017 begrüßte die Präsidentin der Hochschule Ruhr West, Frau Professor Gudrun Stockmanns, in der Mensa über 80 Teilnehmer zu einer kurzweiligen Podiumsdiskussion, gemeinsam organisiert von Dirk Leutbecher, Regionalkonferenz Rhein Ruhr, Professor Felix Meckmann, Institut für Bauingenieurwesen und Bettina Timmler, Agentur comm.pass Kommunikation und PR. Die regionale Veranstaltung stand unter dem provokativ formulierten Titel „Konfliktmanagement in der Immobilienwirtschaft: Love, Peace and Happiness“.

In der Immobilienbranche gibt es eine Vielzahl von Konflikten in jeder Phase des Lebenszykluses einer Immobilie, die ein professionelles Konfliktmanagement fordern. Solange diese nicht durch die Präsenz von Juristen verfremdet werden und die Parteien gemeinsame Interessen verfolgen, bescheinigt Herr Nobert Löffler, Geschäftsführer von APLEONA GVA GmbH der Immobilienbranche eine ausgeprägte Konfliktlösungskompetenz. Reicht diese allein nicht mehr aus, ist Mediation in jeder Phase ein sehr erfolgreiches Instrument zur Lösung von Konflikten. Im Rahmen der Mediation können Verhandlungsbarrieren überwunden und die Konfliktlösungsfähigkeit der Parteien wiederhergestellt werden, sodass sich die Beteiligten wieder auf das gemeinsame Ziel fokussieren können.

Dennoch wird Mediation in der Praxis noch viel zu wenig eingesetzt, so die Analyse der Moderatorin Sylvia Kupers, IC Property Management GmbH.

„Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten eines Vorhabens möglichst frühzeitig über Form und Verfahren von Konfliktlösungen ins Einvernehmen setzen, im Idealfall bei Vertragsschluss. Stellen sich Probleme und Konflikte erst einmal ein, ist es mühsam, den Weg in ein konstruktives Miteinander zu finden“, so Dr. Sara Sotelo-Lubig, Vorstandsmitglied im Eucon-Institut in München.

Und das ist im Ergebnis eine verlorene Chance für alle Beteiligten, denn Mediation ist zukunftsorientiert, nachhaltig, ressourcenschonend und kostengünstiger als ein langwieriger Prozess, der sich, da waren sich alle Podiumsteilnehmer einig, nicht immer vermeiden lässt. Auch die Schlichtung kann ein hilfreiches Instrument der Konfliktlösung darstellen, wenn Parteien einen Lösungsvorschlag wünschen, so Christoph Bubert, Mediation DACH e.V.

Lohnend ist die Aufnahme von z.B. Mediationsklauseln in der Vertragsgestaltung, so ein Fazit der Podiumsteilnehmer bei der Immobilienkonferenz Ruhr/Regional.

Die Immobilienkonferenz-Ruhr/Regional steht im Zusammenhang mit der Immobilienkonferenz Ruhr, die einmal pro Jahr initiiert von Dirk Leutbecher, in den Flottmannhallen in Herne stattfindet. Unterjährig finden kleinere regional organisierte Veranstaltungen der Immobilienkonferenz unter dem Titel „Immobilienkonferenz Ruhr-Regional“ statt.

Einige Unternehmen und Verbände nutzten die Gelegenheit, sich mit Ihren Dienstleistungen zum Thema Konfliktlösung bei Bau- und Immobilienprojekten zu präsentieren. Das Institut Bauingenieurwesen mit rund 500 Studierenden und 24 wissenschaftlichen Mitarbeitern war ebenfalls mit einem Stand vertreten, um auf die Studien- und Kooperationsmöglichkeiten sowie aktuelle Forschungsprojekte hinzuweisen.





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