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05.12.2017 Deutschlands erstes Rosewood Hotel kommt nach München

Fotocredit: Bayerische Hausbau
Die Bayerische Hausbau hat mit der international tätigen Hotelgruppe Rosewood Hotels & Resorts einen Managementvertrag für ihr in der Münchner Altstadt gelegenes Ensemble KF1, zu dem die Kardinal-Faulhaber-Straße 1 und das Palais Neuhaus-Preysing gehören, unterzeichnet.

Hinter den historischen Fassaden der Kardinal-Faulhaber-Straße 1 und des Palais Neuhaus-Preysing werden die beiden Partner Deutschlands erstes Rosewood Hotel in der Kategorie 5-Sterne ultra luxury entwickeln. Das verkündeten Radha Arora, President Rosewood Hotels & Resorts, und Dr. Hermann Brandstetter, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau, nach der Unterzeichnung des Managementvertrags am heutigen Dienstagvormittag.

„Wir freuen uns, mit Rosewood Hotels & Resorts einen international renommierten Partner für unser Projekt gewonnen zu haben, mit dem wir ein vollkommen neues Hotelerlebnis in die Landeshauptstadt bringen werden: Ein Hotel im exklusivsten Segment, das den historischen Charme der Gebäude zeitgemäß interpretieren wird“, sagt Dr. Hermann Brandstetter.

“Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Partner, der Bayerischen Hausbau, das erste Rosewood Hotel Deutschlands in die pulsierende Metropole München bringen werden“, sagt Sonia Cheng, CEO, Rosewood Hotel Group. „Die Stadt – reich an Geschichte und Kultur – bietet den perfekten Rahmen, um die „Sense of Place“ Philosophie von Rosewood mit Leben zu füllen – für die urbanen Entdecker von heute.“

„München bietet eine einzigartige Mischung aus bayerischer Geschichte, kulturellem Angebot und herausragender Architektur – das alles spricht dafür, diesen Standort in unser Portfolio zu integrieren. Von dem ideal gelegenen Rosewood Hotel aus können Reisende die Gegend mit ihrem vielfältigen Angebot erkunden. Wir freuen uns darauf, unseren Gästen die bayerische Lebensart in dieser außergewöhnlichen Stadt näherbringen zu können“, sagt Radha Arora.

Ein offenes Haus – Für München und die Welt

Auf über 20.000 m² Fläche entstehen ab Anfang 2019 86 Zimmer und 46 Suiten zwischen rund 40 m² und rund 200 m². Ein Restaurant für zirka 100 Gäste, eine Bar für bis zu 150 Gäste und ein Spa-Bereich, der rund 1.300 m² auf zwei Ebenen, einen Pool, Treatmenträume sowie einen Fitnessbereich integriert, werden für die Öffentlichkeit über jeweils separate Eingänge zugänglich sein. Ein Meeting- und Conference-Bereich für bis zu 400 Personen vervollständigt das integrierte Gesamtkonzept.

„Wir wollen die Münchner Altstadt durch ein einzigartiges Hotelkonzept bereichern und die Türen der Gebäude mit ihrem unverwechselbaren historischen Charme sowohl für internationale Gäste als auch für die Münchner öffnen – das Restaurant, die Bar und der Spa-Bereich heißen selbstverständlich auch die Münchner willkommen“, sagt Dr. Hermann Brandstetter. Ein begehbarer, begrünter Innenhof mit Sitzgelegenheiten wird zum Verweilen einladen.

Unter Denkmalschutz

Der architektonische Entwurf wird zusammen mit dem Münchner Büro Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht entwickelt. Die prunkvollen historischen Fassaden der Gebäude bleiben dabei ebenso erhalten, wie einzelne unter Denkmalschutz stehende Bauteile: Hierzu gehören beispielsweise der Preysing-Saal oder das Treppenhaus in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1. Letzteres wird zusammen mit dem Vestibül als Haupteingangsbereich des Hotels dienen.

Eröffnung in 2023

Bis Ende 2018 wird die Kardinal-Faulhaber-Straße 1 noch unter dem Namen The Lovelace als Pop-up Hotel genutzt. Im ehemaligen HVB-Forum sind Eventflächen über Funk Catering buchbar. Darüber hinaus sind die Büroflächen in der Prannerstraße 4 und im Palais Neuhaus-Preysing an das Unternehmen eGym zwischenvermietet. Anfang 2019 wird die Bayerische Hausbau mit dem Rückbau der Gebäude beginnen. Die Fertigstellung und Eröffnung des Rosewood Hotels ist für Anfang 2023 vorgesehen.

Zur Historie - Neubarock und Rokoko

Der prunkvolle dreigeschossige Neubarockbau der ehemaligen Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1 wurde 1893/94 von Albert Schmidt errichtet und 1907 nach Norden erweitert. Bedingt durch Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Innere des Gebäudes beim Wiederaufbau durch den Architekten Sep Ruf fast vollständig neu gestaltet. In den Jahren 2000 bis 2005 wurde es durch die Architekten Guido Canali und Gilberto Botti nahezu vollständig entkernt und komplett erneuert.

Das benachbarte Palais Neuhaus-Preysing lässt sich mit seiner mit Stuck versehenen, streng gegliederten Rokokofassade nicht eindeutig einem Entwurfsverfasser zuordnen, es wird jedoch zumeist Francois de Cuvilliés d. Ä. oder seinem Umkreis zugeschrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bis auf die Fassade vollständig zerstört. In den Jahren 1956 bis 1958 setzte Erwin Schleich einen Neubau hinter die historische Fassade.

Ein Neubau als Nachbar

Zum Gesamtensemble, das die Bayerische Hausbau 2012 von der HypoVereinsbank erworben hat, gehört zudem die Prannerstraße 4. Das Siebziger-Jahre-Gebäude wird einem Neubau weichen. Hier wird die Bayerische Hausbau im direkten Anschluss an das geplante Hotel nach dem Entwurf von Diener & Diener Architekten (Basel/Berlin) auf rund 10.800 m² Geschossfläche ein Geschäftshaus mit Büroflächen auf fünf Obergeschossen sowie Ladeneinheiten im Erdgeschoss errichten. Der Rückbau des Bestandsgebäudes ist für Anfang 2019 vorgesehen, die Fertigstellung für Mitte 2022.

Kultur und Shopping in der Nachbarschaft

In der näheren Umgebung des Ensembles finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Shoppingadressen sowie ein vielfältiges Gastronomieangebot. Neben der Salvatorkirche und den Fünf Höfen in direkter Nachbarschaft sind auch der Viktualienmarkt, der Marienplatz und die Frauenkirche, das National- wie das Residenztheater, der Odeonsplatz, das Museumsquartier und die Maximilian- und Theatinerstraße mit ihren exquisiten Einkaufsmöglichkeiten sowie die Fußgängerzone in wenigen Minuten erreichbar.





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