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28.02.2018 Deutsche Konjunktur zum Jahresauftakt weiter kräftig

Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal dieses Jahres noch einmal Fahrt aufnehmen – und das, obwohl sie schon im vergangenen Jahr ein hohes Tempo vorgelegt hat. Das signalisiert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das mit 113 Punkten zwar etwas niedriger liegt als im Januar, aber immer noch weit über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum in Höhe von 0,3 Prozent steht. Dementsprechend dürfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr um 0,7 Prozent höher ausfallen als im vorangegangenen Quartal, in dem es um 0,6 Prozent zugelegt hatte.

„Die deutsche Wirtschaft boomt“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Eine Überhitzung droht aber nicht: Die Zuwächse bei den Löhnen und auch bei der Wirtschaftsleistung werden in den kommenden Quartalen wohl nicht so stark ausfallen, dass man von einer Übertreibung sprechen könnte.“ Für ein zwar anhaltend hohes, wenngleich abnehmendes Tempo sprechen die Unternehmensumfragen, in denen die Firmen jüngst branchenübergreifend etwas verhaltener in die Zukunft blickten – allerdings ausgehend von hohen Niveaus.

Gleichwohl strotzt die deutsche Industrie derzeit vor Kraft, vor allem weil sie in besonderem Maße von dem investitionsgetriebenen Aufschwung der Weltwirtschaft profitiert. „Die hervorragende Auftragslage spricht dafür, dass dem Aufschwung hierzulande die Puste so bald nicht ausgehen wird“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. „Wir erwarten aber, dass der Impuls der Auslandsnachfrage im späteren Jahresverlauf nachlassen wird.“ Der Aufschwung in den USA dürfte allmählich enden, die chinesische Wirtschaft auf ein langfristig geringeres Wachstum einschwenken, und der Euroraum wird nicht an die zuletzt hohen Wachstumsraten anknüpfen können – schon allein aufgrund der recht deutlichen Aufwertung des Euro, die europäische Güter und Dienstleistungen aus Sicht der Abnehmerländer außerhalb des Euroraums verteuert. Hinzu kommt eine global zunehmend restriktivere Geldpolitik.






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