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01.03.2018 Altes Polizeipräsidium Frankfurt geht für 212 Mio. an die GERCHGROUP

Fotocredit: Klaus Helbig / BNP Paribas Real Estate
Das Land Hessen verkauft das Alte Polizeipräsidium Frankfurt für 212,5 Millionen Euro an den Düsseldorfer Projektentwickler GERCHGROUP AG. Das gab Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in Wiesbaden bekannt. „Frankfurt kann sich freuen. An prominenter Stelle in der Stadt tut sich nun etwas. In den kommenden Jahren kann ein modernes Gebäudeensemble mit Wohnungen, Büros und einem Hotel entstehen. Eine Kindertagesstätte kommt hinzu sowie eine Turnhalle für die Falkschule. Leben statt Brache: Das hat Frankfurt verdient. Stillstand gab es wegen der viele Jahre gültigen Veränderungssperre lange genug.“

Die GERCHGROUP rechnet nach eigenen Angaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro für die Entwicklung des Alten Polizeipräsidiums. In den kommenden Wochen wird der neue Eigentümer das weitere Vorgehen mit den Ämtern der Stadt Frankfurt abstimmen. Der städtebauliche und architektonische Entwurf wird in einem Wettbewerbsverfahren unter Beteiligung der Stadt Frankfurt ermittelt. Aufgrund der noch anstehenden baurechtlichen und konzeptionellen Themen terminiert die GERCHGROUP den Baubeginn derzeit für das Jahr 2022. Eine Fertigstellung des Gesamtprojektes ist dann im Jahr 2026 vorgesehen.

Mathias Düsterdick, Vorstandsvorsitzender der GERCHGROUP AG freut sich, wieder ein Projekt in der Mainmetropole realisieren zu können: „Ein Projekt in solch prominenter Lage in Frankfurt ist natürlich für jeden Developer eine tolle Sache. Wir sind glücklich, dass wir uns gegen zahlreiche namhafte Konkurrenten durchsetzen konnten und sind uns aber auch der Verantwortung bewusst, die ein solch mannigfaltiges Projekt mit sich bringt.“

Das Land hatte das Verkaufsverfahren für das Alte Polizeipräsidium erst im Herbst vergangenen Jahres gestartet. Das Interesse war groß. Innerhalb kurzer Zeit gingen über 40 Kaufangebote ein. Der Verkauf wurde von BNP Paribas Real Estate als Transaktionsberater begleitet. „Die hohe Anzahl ernsthafter Interessenten spiegelt das große Interesse von nationalen und internationalen Anlegern wider, die am Standort Frankfurt am Main investieren wollen“, sagt Oliver Barth, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter.

Stadt Frankfurt war eng in das Verkaufsverfahren eingebunden

Während des Verkaufsverfahrens haben die fünf Bieter in der engeren Auswahl ihre jeweiligen städtebaulichen Konzepte dem Planungsdezernenten der Stadt Frankfurt vorgestellt. Die Stadt äußerte sich anschließend sehr positiv über die Gespräche und hob auch die von der GERCHGROUP präsentierten Bebauungsvorstellungen als realistisch, überzeugend und besonders geeignet für eine zielführende Zusammenarbeit hervor.

"Die vom Stadtplanungsamt für den Verkaufsprozess ausdrücklich formulierten Erwartungen sind nicht nur vom Land als Verkäufer, sondern auch von allen Bietern, die in der engeren Wahl waren, im Gespräch mit den Vertretern der Stadt bestätigt worden. Dies gilt auch für die GERCHGROUP“, sagte Finanzminister Schäfer. Insbesondere betrifft dies den Anteil des Wohnens in Höhe von 40 % der gesamten Geschossfläche und den Anteil geförderten Wohnens daran in Höhe von 30 %; außerdem die notwendigen Flächen für eine Schulturnhalle, die Einrichtung von Krippe und Kita, die zulässige Geschossfläche und vor allem auch die Durchführung eines städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbsverfahrens, an dem die Stadt Frankfurt ausdrücklich beteiligt sein wird.

„Die gesamte Wunschliste der Stadt wurde also erfüllt. Die internen Rückmeldungen der Stadt an uns und die anderen Beteiligten waren weitaus zugewandter und konstruktiver, als das manche öffentlich geäußerte Attacke vermuten lässt. Warum durch polemische und unsachgemäße Äußerungen die Stimmung gegen das Land derart angeheizt und der Erfolg des transparent und seriös geführten Verkaufsverfahrens aufs Spiel gesetzt wurde, erschließt sich mir nicht. Ich bin heilfroh, dass sich die professionell arbeitenden Bieter von diesem Wortgeklingel nicht haben irritieren lassen“, betonte Schäfer.

Verkaufserlös kommt Wohnungsbau und Bildung in Frankfurt und Umland zugute

Der Kaufvertrag mit der GERCHGROUP wurde am Dienstagabend in Düsseldorf notariell beurkundet. Gestern wurden die Obleute des Haushaltsausschusses sowie die Stadt Frankfurt darüber informiert. Der Haushaltsauschuss soll dem Verkauf nach entsprechendem Kabinettbeschluss abschließend in seiner Sitzung am 14. März zustimmen. Der Käufer hat bereits eine Anzahlung in Höhe von 21,25 Millionen Euro an ein Notaranderkonto geleistet, die an das Land ausgezahlt wird, sobald der Haushaltsauschuss dem Verkauf zugestimmt hat.

„Frankfurt kann sich doppelt freuen: Am Alten Polizeipräsidium entstehen sozialer Wohnungsbau in beträchtlichem Umfang und ein neues, modernes Quartier. Außerdem kommt der Verkaufserlös Bürgerinnen und Bürgern in Frankfurt und Umgebung zugute. Wir investieren ihn in sozialen Wohnungsbau und in Bildung und Wissenschaft. Nachdem nun die Summe feststeht und der Verkaufsvertrag unterschrieben ist, können wir unsere Planungen zur Verwendungen des Geldes in den kommenden Tagen abschließen und dann auch öffentlich vorstellen“, erklärte Finanzminister Thomas Schäfer. „Für mich war immer klar: Das Geld, das wir durch den Verkauf des Alten Polizeipräsidiums in Frankfurt einnehmen, möchten wir gerne in der Metropolregion Frankfurt wieder investieren. Ich bin daher froh um jeden Euro, um den das Kaufangebot erhöht wurde. Mit diesem Geld können wir viel für die Frankfurter und Frankfurterinnen tun.“





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