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13.04.2018 Bauvorhaben als Vorbild für Zukunft der E-Mobilität entsteht in Bayern

V.l.: Jochim Herrmann, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Michael Glorius, Traudi Siferlinger, Hubert Haupt, Martin Bucher. Fotocredit: Dörnberg-Viertel Project GmbH & Co. KG | Anja Ostermann
Fotocredit: Dörnberg-Viertel Project GmbH & Co. KG | Allmann Sattler Wappner Architekten
Im Beisein des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann wurde beim Regensburger Stadtquartier Das Dörnberg das Richtfest im Nahversorgungszentrum gefeiert. Herrmann lobte bei dieser Gelegenheit den Beitrag, den das Bauvorhaben zur langfristigen Durchsetzung des elektrifizierten Individualverkehrs leistet: „Hier am Dörnberg hat die Zukunft bereits begonnen. Es ist ein echtes Vorzeigebauprojekt im Freistaat, auf das man stolz sein kann. Die künftigen Bewohner des Quartiers können deshalb gelassen den weiteren Mobilitätsentwicklungen entgegensehen.“

So wird jeder Tiefgaragenstellplatz im ersten von drei Bauabschnitten mit einer E-Ladestationen ausgestattet. In Summe werden so ca. 200 Ladestationen installiert, das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa eine Million Euro. Auch für die weiteren Bauabschnitte ist eine Elektrifizierung der Stellplätze geplant. Die Bauherren Hubert Haupt und Martin Bucher greifen damit die Tendenzen in Richtung steigender Produktion und Absatz von elektrisch oder teilelektrisch angetriebenen Fahrzeugen auf: „Urbanisierung und Nachhaltigkeit sind zwei wichtige Pfeiler moderner Stadtentwicklung. Beides ist eng mit dem Thema E-Mobility verknüpft und gehört für uns zur zukunftsorientierten Planung eines Stadtquartiers.“ Ihrer tiefen Überzeugung von der Idee lassen die beiden auch in Taten sprechen: Knapp die Hälfte der Kosten für die Einrichtung des Basispakets zur Vorrüstung der Stellplätze wird von Bauherrenseite übernommen.

Ein Lösungsansatz aus zwei Komponenten, der zusammen mit dem lokalen Energieversorger Rewag entwickelt wurde, vermeidet ausufernde Ladezeiten und prognostizierte Netzüberlastungen oder gar -ausfälle. So wird zum einen der reguläre Hausanschluss um einen zusätzlichen Anschluss für E-Fahrzeuge mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt ergänzt. Zum anderen sorgt ein durchdachtes Lastenmanagement-System dafür, dass die freien Kapazitäten des quartierseigenen Trafos gleichmäßig über die angeschlossenen Ladestationen verteilt werden. Diese Quartierslösung führt zu keiner zusätzlichen Belastung des öffentlichen Netzes.

„Selbst Norwegen kann sich trotz seiner Vorreiterrolle in Sachen E-Mobility etwas bei uns abschauen“, so Jens Eikermann, technischer Projektleiter von Bauherrenseite. Denn auch wenn in Oslo rund 40 Prozent der neu verkauften Autos bereits heute elektrifiziert sind: Die Ladeinfrastruktur stößt dort an ihre Grenzen, da nicht genügend öffentliche Steckdosen zur Verfügung stehen. Der Lösungsansatz beim Dörnberg stellt diese Frage nicht, weil jeder sein Elektroauto zuhause am eigenen Stellplatz laden kann.

Auch wenn die zukünftigen Nutzer heute noch nicht über ein E-Fahrzeug verfügen sollten: Die vorausschauende Planung erspart es ihnen, sich mit den Hürden einer Nachrüstung zu einem späteren Zeitpunkt, wie z.B. notwendige Einigungen in der Hauseigentümergemeinschaft, zu beschäftigen. Mit Blick auf eine Vermietung oder den Wiederverkauf einer Immobilie wird eine private E-Ladestation in zehn Jahren zu einer zeitgemäßen Ausstattung dazu gehören.










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