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10.12.2018 bitmeister gewinnt neuen Investor

bitmeister hat einen neuen Investor gewonnen, der sich mit einer Minderheitsbeteiligung an dem Berliner Start-up beteiligt. Der europaweite Aufbau der Krypto-Token-Börse wird damit beschleunigt vorangetrieben.

Im Zuge der Beteiligung firmiert die bisherige next Block GmbH, die die Börse bitmeister aufbaut, ab sofort als bitmeister GmbH. „Wir vereinfachen damit unsere Struktur“, sagt Rouven Rosenbaum, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer. „Konsequenterweise nennen wir jetzt die Gesellschaft so wie das entstehende Produkt, die erste voll regulierte und echtzeithandelsfähige Kryptowährungs- und Token-Börse in Deutschland.“ Mit dem frischen Kapital soll der europaweite Aufbau der Handelsplattform beschleunigt vorangetrieben werden. Über die Höhe der Investitionssumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Start der neuen Börse ist für das erste Halbjahr 2019 vorgesehen. „Wir liegen bei der Entwicklung gut im Zeitplan“, sagt Rosenbaum. „Zusätzlich werden wir jetzt den Handel in weiteren europäischen Ländern schon zum Start anstreben.“ bitmeister will den Handel mit Kryptowährungen und den neuen Security Token als regulierte, aber nicht überregulierte, sichere, trotzdem schnelle und einfach zu bedienende Börse auf eine neue Ebene zu heben. Dazu bestehen Vereinbarungen mit einer alteingesessenen Wertpapierhandelsbank und einer Crowdfunding-Plattform.

„Die Zukunft des Börsenhandels mit Assets liegt auf der Blockchain“, sagt Rosenbaum. „Token werden schon kurzfristig eine interessante und kostengünstige Alternative zu Aktien oder anderen Verbriefungen darstellen.“ Langfristig würden Token Aktien sogar ablösen. Zusammen mit der Crowdfunding-Plattform werde ein komplettes Ökosystem für Security Token geschaffen.

bitmeister werde dabei als zentrale Handelsplattform dienen. „Heute liegen die Handelsvolumen mit Kryptowährungen bei einigen Milliarden Dollar täglich“, so Rosenbaum. „Diese Kryptos sind aber nur die erste Ausprägung des Handels mit Assets auf der Blockchain, Security Token werden ein Vielfaches davon erreichen.“ bitmeister sei mit seiner Infrastruktur in der Lage, diese Transaktionen abzuwickeln und zu verwalten.

Was sind Security Token?

Security Token sind handel- und investierbare Rechte, die nicht in Papierform verbrieft sind wie etwa Aktien, sondern auf der Blockchain. Für die Aufsichtsbehörde Bafin sind Token als Wertpapiere einzuordnen, wenn sie übertragbar sind, am Finanz- bzw. Kapitalmarkt gehandelt werden können und Rechte verkörpern.

Übertragbar sind sie über die Blockchain, Peer-to-peer und ohne Umweg über irgendwelche Mittler. Handelbarkeit werden neben dem direkten Austausch auch Security-Token-Börsen herstellen wie die im Aufbau befindliche deutsche Börse bitmeister. Sie sind vor allem für Liquidität oder Preisfindung wichtig.

Verkörperte Rechte lassen sich in sehr vielfältiger Form finden. So können etwa Unternehmensanteile tokenisiert werden, das entspräche dann Aktien. Möglich ist es aber auch, zum Beispiel nur Anrechte auf Dividenden zu tokenisieren – oder ganze Flugzeuge, Container, Schiffe und Immobilien. Die Verkörperung von Rechten im Token ist bei der Definition der Security Token der entscheidende Punkt, da dies der große Unterschied zum rechtelosen Utility Token ist. Je nach Ausgestaltung der Rechte kann es sich bei einem Token um ein Wertpapier, ein Finanzinstrument, einen Anteil an einem Investmentvermögen oder eine Vermögensanlage handeln.

Security Token bieten Chancen und Risiken der ihnen innewohnenden Rechte. Sie sind also nicht nur, weil es Token sind, besser oder schlechter als Aktien oder andere Formen. Vorteile entstehen dadurch, dass Verwahrung, Verwaltung, Handel etc. wesentlich kostengünstiger erfolgen können. Das steigert die Rendite der Anleger durch Wegfall der bislang gut mitverdienenden Mittler.

Für Emittenten bieten Security Token ebenfalls Kostenvorteile. Da für Emissionen, egal ob Papier oder Token, im Volumen bis zu acht Millionen Euro nicht unbedingt eine Prospektpflicht greift, lassen sich auf diese Weise auch kleinere Portfolios handelbar und investierbar machen. Das kann bis zu einer Partie Wein, einer Kunstsammlung oder einem Oldtimer gehen.









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