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12.12.2018 Leerstand in Geschosswohnungen im elften Jahr rückläufig

Der CBRE-empirica-Leerstandsindex ist die einzige Datenquelle mit Angaben zum marktaktiven Leerstand in Geschosswohnungen in Deutschland. Grundlage der aktuellen Zahlen bilden Bewirtschaftungsdaten des Immobilienberatungsunternehmens CBRE (rund 900.000 Wohneinheiten) sowie umfangreiche Analysen und Schätzungen auf Basis der empirica-Regionaldatenbank und des Statistischen Bundesamtes.

Dr. Reiner Braun, stellv. Vorstand empirica ag: „Der marktaktive Leerstand – also Geschosswohnungen, die unmittelbar vermietbar oder mittelfristig aktivierbar sind – lag Ende 2017 bei 2,9 Prozent oder rund 608.000 Einheiten. Das sind gut 8.000 Einheiten weniger als noch im Jahr 2016 und 80.000 weniger als vor fünf Jahren. In den kommenden Jahren bis 2022 ist jedoch eher wieder mit einem Anstieg zu rechnen – vor allem in den ländlichen Wegzugsregionen.“

„Der marktaktive Leerstand berücksichtigt keine ´Ruinen´ oder dysfunktionalen Leerstände. Angaben des Zensus 2011 für den totalen Leerstand fallen daher höher aus und summieren sich auf 1,1 Millionen Geschosswohnungen sowie weiteren 0,6 Millionen Wohnungen in Eigenheimen. Damit sind etwa vier von zehn leer stehenden Geschosswohnungen nicht unmittelbar disponibel und daher kein marktaktiver Leerstand“, führt Dr. Braun weiter aus.

Der marktaktive Leerstand in Geschosswohnungen liegt in Ostdeutschland (ohne Berlin) mit 6,0 Prozent immer noch deutlich höher als im Westen mit 2,3 Prozent. Michael Schlatterer, Valuation Advisory Services Director Residential Valuation bei CBRE in Deutschland: „Aussagekräftiger als Ost-West-Unterschiede sind jedoch die abweichenden Entwicklungen in Regionen mit schrumpfenden und wachsenden Einwohnerzahlen, wie es sie beiderseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze gibt. In Schrumpfungsregionen schwillt der Leerstand weiter an und beträgt derzeit 7,4 Prozent. Demgegenüber liegt der Leerstand in Wachstumsregionen nur bei unterdurchschnittlichen 1,9 Prozent und ist hier im elften Jahr rückläufig (2006: 3,3 Prozent).“

Die niedrigsten Leerstandsquoten finden sich derzeit in den Städten München (0,2 Prozent) sowie Frankfurt/M., Freiburg und Münster (je 0,4 Prozent). Am anderen Ende der Skala stehen Pirmasens (8,8%) und Schwerin (8,6%). Dr. Braun: „Beeindruckend ist aber auch die Dynamik. In zwei Städten ist die Leerstandsquote seit 2012 um mehr als drei Prozentpunkte geschrumpft: Leipzig (-4,8 Punkte) und Salzgitter (-3,2 Punkte). Hohe Rückgänge gibt es auch in Chemnitz (-1,1 Punkte), Berlin (-1,1 Punkte) und Duisburg (-1,0 Punkte). Hohe Zuwächse von einem halben Prozentpunkt oder mehr gab es dagegen in Dessau-Roßlau (+0,8 Punkte), Suhl und Gera (je +0,6 Punkte) sowie Frankfurt/Oder (+0,5 Punkte). Unter den westdeutschen Städten legte Wilhelmshaven am stärksten zu (+0,4 Punkte).“

Fazit: Der Abbau von Leerstandsreserven konnte lange Zeit einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes leisten. Das ist jetzt vorbei, in den prosperierenden Schwarmstädten sind die Reserven erschöpft: „Diese Märkte brauchen daher dringend Neubau und dazu Bauland auf der grünen Wiese“, folgert Schlatterer.

In den ländlichen Schrumpfungsregionen werden die Leerstände dagegen weiter steigen: „Außerhalb der Wachstumsregionen haben wir heute schon mehr als 300.000 marktaktive Leerstände, bis 2022 könnte sich diese Zahl auf mehr als 400.000 erhöhen“, ergänzt Dr. Braun.








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