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25.09.2019 PropTech Hackathon: Digitale Lösungen für die Immobilienwirtschaft

Fotocredit: Digital Hub Cologne_Simon Hecht
Zwei Tage, drei Challenges, sieben Teams: Der 1. PropTech Hackathon des Digital Hub Cologne hat am vergangenen Wochenende in Köln neue Lösungen für die digitale Transformation der Immobilienwirtschaft geschaffen. Unter der Schirmherrschaft von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und mit Unterstützung der Partner Techem, ISD Immobilien Service Deutschland und blackprint Booster arbeiteten die Teilnehmer intensiv an verschiedenen so genannten Challenges, um durch die Entwicklung von Hard- oder Softwarelösungen aktuelle Herausforderungen der Immobilienbranche zu lösen. Mit frischen Formaten, kreativen Methoden und interdisziplinären frei denkenden Teams sollen unter Zeitdruck erste Prototypen gebastelt, mit Ideen experimentiert und tragfähige Business Modelle entwickelt werden. Die besten Lösungen wurden von einer Jury prämiert: Den ersten Platz sicherte sich MyButler, gefolgt von OpenProp und Bonner Broncos/Trackergy. Die drei Sieger entwickelten die attraktivsten Startup-Ideen, die auch für potenzielle Investoren interessant sein könnten.

Jurymitglied Stefan Scherber, Group Head Business Development International beim Energiedienstleister Techem, ist begeistert von dem kreativen Potenzial, dass der Hackathon zutage gefördert hat: "Was ich hier gesehen habe, bestätigt wie wichtig es ist, dass große, etablierte Unternehmen und digitale Startups zusammenarbeiten. Solche Kooperationen vereinen langjährige Erfahrung und Know-How in einer Branche mit völlig befreitem `Out-of-the-box´-Denken. Der Tag hat mir auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Immobilienwirtschaft und Ihre Dienstleister gemeinsam konsequent daran arbeiten, Prozesse noch digitaler und damit effizienter zu gestalten."

Alexander Ubach-Utermöhl, CEO des auf die Förderung von PropTechs spezialisierten blackprint Booster, verlieh als Jurymitglied gleich zwei Teams zudem einen Sonderpreis: MyButler und SecBot überzeugten mit ihren Ansätzen. Der blackprint Booster sponsert den beiden Sonderpreisträgern nun ein Speed Coaching im Rahmen seines Accelerator-Programmes und bietet ihnen über die Einbindung in sein breites Branchennetzwerkwerk die Möglichkeit, ihre Lösungen potenziellen Geschäftspartnern vorzustellen.

Für Team-Coach und blackprint Booster-COO Sarah Schlesinger erfüllt der Hackathon vor allem drei Ziele: die Weiterentwicklung des vielfältigen Ökosystems in der Immobilienwirtschaft, das Erleben von neuen Arbeits- und Denkmethoden sowie das Scouting von neuen Talenten: „Es waren intensive Coaching-Tage. Fest steht, dass für die Vision ‚Digitale Immobilienwirtschaft‘ noch viel grüne Wiese vor uns liegt. Veranstaltungen wie der PropTech Hackathon sind hier genau der richtige Weg. Es ist beeindruckend, was für radikale und disruptive Geschäftsmodelle und Technologien in so kurzer Zeit entstehen können.“

ISD-Geschäftsführer Stefan Meffert nahm selbst am Hackathon aktiv teil. Er sagt: „Mich hat die starke Performance der Teilnehmer, dass sehr schnelle erfassen von fehlenden Branchenlösungen und die Ausdauer begeistert. Gleichzeitig war immer der Wille spürbar, einen guten Prototyp und einen noch besseren Pitch abzuliefern. Ein tolles Format für Freigeister mit Visionen.“

Preisträger mit attraktiven Startup-Ideen

Das Team von MyButler entwickelte ein digitales Schwarzes Brett ergänzt um eine Smartphone-App. Hausverwaltung sowie Vermieter werden mit der Anwendung entlastet, weil der Mieter über die App direkt Kontakt zu Dienstleistern wie Handwerkern aufnehmen kann. Zusätzlich werden dem Nutzer darüber ÖPNV-Verbindungen, Wetterdaten und statistische Informationen angezeigt.

Die Bonner Broncos setzen mit Trackergy eine Standardisierung von Zählermessungen zu Auswertungszwecken um. Mit einer zentralen Datenbank und einem standardisierten Format sollen die Zählerdaten zu Immobilienobjekten verwaltet werden. Der Verbrauch soll über einen bestimmten Zeitraum grafisch dargestellt werden, so dass Vermieter und Hauseigentümer einen Überblick über die Verbrauchsdaten erhalten. Durch die Datenerhebung und -auswertung können Energieausweise durch stets verfügbare Verbrauchsinformationen und Nebenkostenabrechnungen digital ergänzt werden. Dies soll Interessenten bei der Einschätzung des Verbrauchs für die Kauf- oder Mietentscheidung helfen.

Open Prop entwickelte ein Open-Source-Gateway, über das Verbrauchsdaten wie Strom, Wasser und Heizungswärme live übertragen werden können. Lieferanten werden diese Daten über einen einheitlichen Standard bereitgestellt. Dadurch sollen die Nebenkosten ermittelt werden, so dass die Aufwände für die jährliche Nebenkostenabrechnung entfallen. Für eine Hausverwaltung sollen perspektivisch Kosten sowie technische oder menschliche Ablesefehler weitestgehend reduziert werden.

Der Prototyp von SecBot macht Gebäudesicherheit kostengünstiger: Per Gesichtserkennung soll ein Roboter Personen erkennen, die sich auf einem Gelände oder in einem Gebäude befinden. Dadurch können Einbruch, Diebstahl und Vandalismus präventiv verhindert und die Überwachung eigenständig durchgeführt werden. Insbesondere soll der auf Arduino, ATMega32 und Raspberry Pi basierende Bot den Zugang zu Sicherheitsbereichen regeln.

Veranstaltet wurde der PropTech-Hackathon durch den Digital Hub Cologne in Zusammenarbeit mit dem hack.institute. Unterstützt wurde das Event von Startup. Cologne und den Partnerunternehmen blackprint Booster, dem Immobilien Service Deutschland und Techem.







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